Liebe Leserin, lieber Leser, mit dem heutigen Tag, dem 5. Sept. 2004, beginnen die Vorbereitungen, den Text, den Sie hier gesucht haben, in einem photomechanisch vervielfältigten Typoskriptband auf den Markt zu bringen - mit zahlreichen, nicht unfeinen Ergänzungen, mit vier vom Autor selbstgeschnittenen Gesichtern im Anhang und einer angebundenen kleinen giftigen - oder giftigen kleinen - Literaturkritik. Das kostet - natürlich - einige Zeit! Wenn Sie also über den Gang der Dinge etwas wissen wollen, bitte ich Sie bis ungefähr März/April 2005 um Geduld. Herzlichen Dank für ihr Interesse, Ihr HANS-F. TÖLKE

Impressum
Kapitel:
Goethe und das Geschenk eines seiner Bewunderer
Kabbala II.
Die Fortsetzung zum „71er Spiel“
"wormholes"
Nein! - Ich habe nicht fertig.
Schrecken ohne Ende – „voll kraß“!
Die Tschei=Na-Konneckschn
"Isse Wahnsinn!"
Und immer noch ...!
"Sieben"

Ergänzungen:
13. März 2005
3. April 2005
5. Mai 2005
29. Mai 2005
2. Juli 2005
25. Juli 2005
4. September 2005
23. Oktober 2005
15. Dezember 2005

16. Mai 2006
26. September 2006

18. Januar 2007

Ende August 2008
12. September 2008
22. November 2009
Januar 2011

29. Januar 2012
15. August 2012
26. September 2012

12. März 2013
09. September 2013

18. Januar 2014
Zum 16. Juni 2014

18. Januar 2015
04. Oktober 2015


nach oben

13. März 2005:
"Ich schlage vor, dem Parlament ein Gesetz vorzulegen, das einem Autor, der ein Buch ohne Index publiziert, das Copyright entzieht und ihn außerdem für sein Vergehen mit einer Geldstrafe belegt."
Lord John Campbell

Er hat ja soo recht der olle Lord, aber das Registermachen ist ein so ätzender, langweiliger, langwieriger job!: - gar kein "Abenteuer in der Sylvesternacht" - (Allein das Register der Mottos (Ich hab' ja - schlau wie ich nun mal bin - immer "Motti" gesagt, aber im DUDEN steht "Mottos"!) enthält 43 Einträge), und nun muß ich diesen Teil der Arbeit an meinem Büchlein auch noch für einige Wochen unterbrechen - doch "Was lange gärt, wird endlich Wut!" (Oder so ähnlich).

Schauen Sie sich bitte das hier mal an:

Der Maler und Graphiker Henri de Toulouse-Lautrec, geboren im Jahre 1864 ("'64" (sic!): "Vor 50 Jahren" (SdA 64)) und gestorben im Jahre 1901 ("'01" (sic!): "Alles ist Spaß auf Erden" (SdA 1) - letzteres hätte der arme Henri wohl nicht unterschrieben!), liebte es, aus welchen Gründen auch immer, auf seinen Plakaten die Begeisterung alter Männer für jüngere Frauen darzustellen, wie auch auf diesem für den "DIVan JaPOnais 75 rue des Martyrs" aus dem Jahre 1892.
Aber das ist ja nicht zu ............!! (Verb bitte selber einsetzen je nach Laune und Temperament).

ooo.....o.....ooo
......o........o.
..o..ooo.o..o.o..
.....ooo....oo...
..o.o....

nach oben

3. April 2005:
Eines muß ich hier klarstellen: Die Flunkereien, die Sie jetzt hier auf meiner homepage finden und in Zukunft finden werden, stammen nicht aus dem oben als Projekt erwähnten Büchlein, gehören also auch nicht zu den angekündigten, darin untergebrachten "zahlreichen Ergänzungen"! Wegen der Neuigkeiten, die ich demnächst einmal unter der Überschrift "vix credendum est" hier bekanntmachen möchte, werden Sie die Hände über'm Kopp zusammenschlagen (blödsinnige Metapher, das!) - z.B. wegen des von mir vermuteten Hintergrunds einer Angewohnheit der Suse Kolderup und auch wegen des Dominosteins, den Arno Schmidt in "Die Schule der Atheisten" ganz und gar nicht im "71er Spiel" anlegen konnte und der jetzt in "Julia, oder die Gemälde" herumflackt! (Stammt Ann'Ev' nicht aus Garnich? - (Und kennen Sie den englischen Spielfilm "Ganz oder gar nicht!"? ("Und die Schuld? Wie ich bin. Wie ich bin. Ganz oder gar nicht." (Ulysses)))).

nach oben

5.5.2005:

Es juckt mich in den Fingern, zu Bleistift und Papier zu greifen und mit dem Schreiben des angekündigten Kapitels "vix credendum est" zu beginnen (also - Leute, die direkt in die Maschine (ob mechanisch oder computer) tippen, kannIch nich verstehn!), aber dazu ist jetzt keine Zeit (verdammtes Register!).
Jedoch das hier muß schnell mal aufgespießt werden:
Seit ich den Bargfelder Boten 275/6 gelesen habe (Oft recht interessante Mitteilungen - doch - ja!), geht mir immer wieder die Zeile aus einem Kurzgedicht von Ringelnatz durch den Kopf
"War einmal ein Bumerang....",
vermutlich ausgelöst durch: "Heißenbüttels Kürzungen stellen einen eklatanten Fall von vorauseilendem Gehorsam, von vorauseilender Zensur dar, wie man ihn bislang nur aus DDR-Medien kannte." (S.31), obwohl doch der Fall - soweit er mich betrifft - irgendwie ganz anders gelagert ist.
So hat der Eine eben seine Würstchen=Gefühle und der Andere die Bumerang=Gedanken:
"Vor der eigenen Türe fegen - an die eigene Nase fassen!"
Naja - bei Gelegenheit muß ich die Geschichte meiner homepage samt ihrer unappetitlichen Hintergründe hier mal darlegen - und da haa'ck mit Jemandem noch'n Hühnchen zu rupfen:
"Mit vielem Federlesen - was am Zeuge flicken!"
"Ich bin hoffnungslos unter die Böcke geraten und kann nur in Bocksprüngen denken und schreiben. Gehet hin von mir, ihr Blökenden, in den ewigen Schlaf, der bereitet ist den Akademikern und ihren Schüttelfrösten!" (James Joyce in einem Brief vom 30.7.1929 an Valerie Larbaud).
".... ... ...., ... ... .. .... ... Bock zum Gärtner gemacht?"

Haben Sie schon gemerkt, auf welch' kuriose Weise der Admiral mit tätowiertem Rücken (BB 237/8, S.22) und der amerikanische Spielfilm "Und täglich grüßt das Murmeltier" aus dem Jahre 1993 (siehe "Sowas von Chic...äh...Chikanen") zusammenhängen?
Und schauen Sie doch nochmal zum Plakat von Henri de Toulouse-Lautrec: Nicht nur William T. Kolderup erreichte im Jahre 2014 das Alter von 75 Jahren, sondern auch "Finnegans Wake" von James Joyce!

Ich weiß gewiß, ich wollte dem Leser noch einen recht frappanten Casus auftischen; aber er will mir jetzt durchaus nicht beifallen.

nach oben

29. Mai 2005:

Nu isser mir wieder "beigefallen" - ach ja, richtig: Den letzten Satz meiner Eintragung vom 5. 5. 05 hab'Ich geklaut, und Demjenigen, der mir als erster mitteilt, "bei wem"und "wo", bekommt von mir ein signiertes Exemplar meines angekündigten Büchleins (wenn es denn fertig sein wird - über Seite 150 bin ich beim Registermachen hinaus!) zugeschickt -, jener "frappante casus": Ick lümmele so auf unserem superkommoden Sofa ("Wohnen Sie noch - oder leben Sie schon?") mit dem Schreibbrett auf den Knien, rühre den Bleistift und hör' dabei 'n bißken Musike (wirklich wahr - Potz Titta Ruffo und Feruccio Busoni!):
(da von einer anschein'ndn NachbarKlippe ('gleich um de Ecke'), ein klarer zweistimmijer Gesang herüber kommt: 'Hüter, ist die Nacht schier hin?'.o.) (SdA 198 u.)
(indes die Nachbarn im Meer der Mängel nòch'n Dinc anstimm'm (:'Pleasant are thy courts above') - (und Chadband's Bariton gibt eine sichre Unterlage für Marjorie's frisch'n Sopran!) - (Hör'n Se ma uff zu jodln; s'ss doch weißgott keen Grund zum Frohlokkn! o..:?) - (SdA 199 o.)
"Hab'sch, hab'sch, hab'sch": Da kommt gerade die wunderschöne Nr.9 der CD - ich zitier' hier mal den zugehörigen Text auf dem "Waschzettel", wobei ich die Namen des Sängers und der Sopranistin durch "Chadband" und "Marjorie" ersetze: "9. Giacomo Puccini (1858 bis 1924): La Bohème, "O soave fanciulla". Ein Duett der stilistischen Gegensätze: Chadband vibrierend, nach Art des Verismo, die Sopranistin Marjorie klingt instrumental wie eine Klarinette mit geblasenem Klang. Ihr Piano - "c" am Ende ist leuchtend wie ein Stern. Ein Idealbeispiel."
"I see plainly, Sir, by your looks, (or as the case happened) my father would say, - that you do not heartily subscribe to this opinion of mine, - which, to those, he would add, who have not carefully sifted it to the bottom, - I own has an air more of fancy than of solid reasoning in it; - and yet, my dear Sir, if I may presume to know your character, I am morally assured. I should hazard little in stating a case to you, - not as a party in the dispute, - but as a judge, and trusting my appeal upon it to your own good sense and candid disquisition in this matter; - you are a person free from as many narrow prejudices of education as most men; - and, if I may presume to penetrate further into you, - of a liberality of genius above bearing down an opinion, merely because it wants friends.":
Ersetzen Sie in der Nr.9 die Namen "Chadband" und "Marjorie" durch die Initialen "C." und "M.", so stimmt's wieder - die Aufnahme stammt aus dem Jahre 1907! Die Koloratursopranistin Nellie Melba (Helen Porter Armstrong, geb. Mitchell) lebte von 1861 bis 1931! Der Operntenor Enrico Caruso starb im Napoleon-Jahr 1921! - und über das Geburtsjahr 1873 werden Sie im Kapitel "Vix credendum est" etwas erfahren.
Von Musik mag Roland Burmeister ja viel verstehen, worauf er in seinem Buch deutlich genug Ansprüche erhebt, von Schmidts Büchern aber umso weniger ... (".... Bohnen in den Ohr'n!" - auch mal'n Schlager! ("Tomaten uff d'n Oogen!"))
Beim Registermachen ist mir etwas aufgefallen, das ich - "Tomaten auf den Augen" - übersehen hab': Für die Erwähnung des Papstes Clemens (Klemens) VII. auf "schule 120" mitte waren nicht nur "VII" und das Todesjahr 1534 von Bedeutung (s. das Kap. "Die Tschei=Na-Konneckschn"), sondern wichtiger noch die in demselben Jahre 1534 stattfindende Abwendung Heinrich VIII. (*1491: "'91"!) von der katholischen Kirche:
(die Arme sinkn lassnd, wendet Er sich: zum Gehen. - (:Dèssn 'Anhänger'!?) - Müd' über die Schulter): "Ab heute nicht mehr.-" (SdA 264 u.)
Sollten Sie wieder mal nach Rom kommen - gehen Sie zur Piazza del Popolo und in die Kirche Santa Maria del Popolo: Das Wappen Klemens des Siebenten können Sie dort studieren! Darauf sechs Grabsteine toter Päpste in pyramidaler Anordnung, also von oben nach unten 1-2-3 (mit der Folge hatten wir's doch schon), und darüber der Morgenstern (sic!)! Erinnere ich mich richtig, daß dieser 7strahlig dargestellt ist? Und wirklich merkwürdig: Ganz nahebei finden Sie das Museo Goethe, in der Via del Corso, im Haus Nr.18, wo Johann Wolfgang von Goethe 1786 bis 1788 wohnte, und in dem ehemals an die Kirche Santa Maria del Popolo anstoßenden Augustinerkloster wohnte Martin Luther 1510/11!:.... Dominospiel!

nach oben

2. Juli 2005:

Also ich glaub' ja, meine Mitglieds=Nummer (Oh Gott, was'n Wort wieder!) beim ASDS beginnt mit "Vier Fünf" (Warum mußte ich denn auch an der BA herummäkeln - pfui Deibel! (Hab' nich ma "richtiges" Abitur ("Eichenschule" in Scheeßel - "goodness gracious"!!))) - es hilft daher nichts - wird "Count Neitztachenitz" eben hier weiter schwadronieren, daßSe denken, Sie hör'n "radio gaga"!:




Stahlstich von Hablôt Knight Brown ("Phiz"), Ausschnitt


Nun denn, denk'Ich und schreib'Ich weiter in Bocksprüngen über die "Tundra des Irrtums" (AmG), mit der äußersten mir möglichen Eutrapelie!:
"Woran Ich keine Secunde zweifle - wozu triebe Dér schließlich nich wahre Büschel von Parallelen auf?" (Wilma Jacobi über Dän Pagenstecher in "Zettels Traum")
So eine Parallele lieferten der General Napoleon Bonaparte und Josephine Beauharnais, über die im Zusammenhang mit der Novellen-Comödie "Die Schule der Atheisten" in dem von dieser meiner homepage verschwundenen Text ja schon die Rede war, anläßlich ihrer Heirat: "Am 9. März 1796 fand die Vermählung mit Josephine Beauharnais statt. Letztere, welche erheblich älter war, als ihr Gatte, gab hierbei ihr Lebensalter um vier Jahre jünger an, als der Taufschein nachwies, Bonaparte das seinige um ein Jahr höher." (Dr. Julius v. Pflugk-Harttung, "Napoleon I.", Berlin 1900, S.38).
Das heißt - zu der Zeit stand dieses "chrono"=metrische Element noch allein, erst durch die Heirat des Dichters Friedrich de la Motte-Fouqué mit Albertine Tode am 25. April 1833 entstand die "Parallele", wobei "Huldbrand" im Gegensatz zu "N" nichts von einer Differenz in Lebensjahren bei seiner Braut wußte! (Wie im Beispiel "Todesjahr Arno Schmidts minus Geburtsjahr Gotthold Ephraim Lessings gleich 250 Jahre" benutzen wir hier natürlich nur die geläufige Berechnung "Jahr der Hochzeit 1796 minus Geburtsjahr 1763 gleich 33" und "33 minus 4 gleich 29", sodaß die "richtigen" Zahlen herauskommen (Zur "29" werden Sie einiges im angekündigten Buch lesen können sowie ein Weiteres in meiner nächsten Eintragung auf dieser Seite - und Sie erinnern sich doch, daß die Seite "schule 29" in "Die Schule der Atheisten" (außer BA) nicht vorkommt!)).
Ach ja - auf dieser Seite 38 des oben erwähnten Bildbandes zur Geschichte des "N" ist auch die Abbildung des Familienwappens derer "von Buonaparte" zu finden: Zwei Sterne! - die wir flugs als "Morgenstern und Abendstern" interpretieren (s.o., Klemens des Siebten Wappen!). Tjaa - Napoleon und "Venus", ein ganz eigenes Kapitel, aber bei Dém ist "Morgenstern und Mars" wohl näherliegend, womit wir mal wieder bei "MM"sind! (Sektkellerei M. Müller, Eltville, gegr.1811 (sic!), s. SdA 240 o.).
Im geplanten Kapitel "Vix credendum est" wird auf Josephine und die Fouqués noch einmal einzugehen sein, jetzt aber kommt die Wiedergabe eines weiteren Stahlstichs von "Phiz": Eine Verabschiedung/Trennung von "Napoleon dem Großen" kann natürlich auch so aussehen:




"A parting scene with Napoleon"


Und dem Drang zur "Dreizahl" folgend - noch'n Bild! Wenn auch die dargestellte Person eine Frau und der Ort ein Friedhof in Irland sind, zur Illustration einer ganz bestimmten Szene in "Die Schule der Atheisten" ist dieser Stahlstich von "Phiz" gut geeignet:




BUTT (auf=kreischnd):" -:h'Ääää! -"; (:'Mich hat was gestoch'chn!...:dà...(ein, mittlgroßer, Scorpion. Der, mit erhobnim Schwänzchin, davonwrigglt!) (SdA 204 u.).


"Weder die Regel des Aristoteles, noch irgend eine bis jetzt bekannt gewordene Regel paßt auf eine Novellen-phantastische Komödie."






(.....Jajaa - schon recht, mein lieber Tieck -
hier aber weiß Ich sie - die Regel!)

nach oben

25. Juli 2005:

Oú - Mmann! - "Eichenschule" in Scheeßel!!: Ich hab' da mal 'nen gewissen "unsäglichen Hochstapler Dr. Hilpert" erwähnt - in BB 158-159, November 1991, S.24 -, woraufhin Herr Rathjen in Scheeßel "im Dreieck sprang" (BB 162-163, März 1992, S.31 ff.). Interessante Wirkung!
Wissen Sie, wie der - der Hochstapler - "auf=flog"?: Mein ehemaliger Klassenlehrer "spannte" dem die Frau "aus" ("Geschichten, die das Leben schrieb") und hat sie dann geheiratet (Um 1962. - Nie vergesse ich unsere Verblüffung, weil Die mir und dem schon erwähnten Klassenklaun Ernst die Tür aufmachte, als wir als treue "Ehemalige" im Frühsommer 1960 besagten Klassenlehrer besuchten! Und auch nicht das sardonische Grinsen unseres gemeinsamen Freundes Siggi, als wir im Sommer 1961 auf der Straße zum Schwimmbad in Scheeßel erst den Klassenlehrer mit seiner neuen "Flamme" im Käfer das Schwimmbadgelände verlassen sahen, und eine Viertelstunde später der "Dr. Hilpert" zu Fuß hinterhergedackelt kam!). Im Laufe dieser Ereignisse ist der gute "Dr." dann "enttarnt" worden - wie und warum weeß Ick nich, kann's mir aber denken!
Oh Gott, wie peinlich - für Schulleitung und Schulbehörden! Die Prozesse hätte ich erleben mögen! Aber die Sache wurde, wie in diesem Lande nicht ungewöhnlich, unter'n Teppich gekehrt: Dr. Hilpert wurde wegen "Unfähigkeit im Internatsdienst" entlassen, bekam ein im übrigen recht ordentliches Zeugnis ausgestellt und den unbedingt zu beherzigenden Rat, zu verschwinden und sich in Niedersachsen nicht wieder blicken zu lassen! Also ging unser Held nach Baden-Württemberg und setzte sein segensreiches Wirken auf den Feldern der Mathematik und der Physik am Triberg-Gymnasium im Schwarzwald fort: "Versteckte sich im Schwarzwald" - wie aus einem Märchen, wà? Dort ist ihm dann noch eine besondere Heldentat gelungen - bä - Erinnerungen können wirklich zur Last werden (Ich versichere Ihnen - an der Geschichte ist nichts Lustiges à la "Hauptmann von Köpenick") - na, Thema durch!:

"Nichts mehr sagen -
Nicht fragen -
Nichts wissen - "

Und darum: - "Grog saufen und dabei Märchen erzählen; von einem Schiffbruch bei Helgoland,....
Wie? Ich sei angetrunken? O nein, nein! Nein! Ich bin völlig besoffen und hundsgefährlich geistesgestört:...."

Seit ich die Ringelnatz-Zeile vom "Bumerang" zitiert habe, werde ich diesen Zitaten=Spuk (Nichts gegen Kuddel Daddeldu!) im Kopf nicht mehr los:


"Wartet nur, ich erzähle Euch schnurrige Sachen. Ich weiß: Ihr werdet lachen!
Faltet die Fahnen ent: Hart Backbord!
Alle Mann an die Brassen!
The whole life is vive la merde!

Überall ist Wunderland, überall ist Leben - denn die Löcher sind die Hauptsache an einem Sieb, und der Kuchen schmeckt (manchmal) wie Fliegenleim!"

Dann noch die Geschichten vom verliebten männlichen Briefmark, der hat verreisen müssen, dem Holzwurm in Friedrich des Großen Schnupftabaksdose und den zwei fußkranken Ameisen aus Hamburg auf der Altonaer Chaussee!

Aber jetzt hab'Ich's, hier wollt'Ich hin:

"Drüben am Walde
Kängt ein Guruh - -
Warte nur balde
Kängurst auch du."

Ночная песнь путника

Горные вершины
Спят во тьме ночной,
Тихие долины
Полны свежей мглой;

Не пылит дорога,
Не дрожат листы...
Подожди немного-
Отдохнешь и ты!

Michail Jurjewitsch Lermontow (1814 bis 1841)

Der Kuddel Daddeldu (gestorben 1934! - "snel rust jij ook.") gehört schon irgendwie dazu - aber jetzt mal wieder ernsthaft: "71er Spiel"!:


(denn BUTT, mit unsterblichim Knirrschn, stürzt sich, toll & verwegn wie der
rolende Rasand, ZickZack durch Gries & Hartwuchs:...!!!.../(daß es sich ebm
tatsächlich nur noch durch totalen BrillenVerlust erklären läßt)/-: Er läuft
Jene an, wie ein Mörder:!/ - /Kolderup,(fiebrisch=mitgerissn): 'Sla ham til
pluckfisk!'; (es gelingt Ihm erst nach einem HakknTrikk (: `´- `´!) sich los-
zumach'chn)/-:
DAS GEFECHT!
throwing semi=precious stones at each other: '!';
&: '!' -/(-?-!): dem Professor hat sein=eig'nes Hemd die Ärm'l um den Hals
geschlungn; Er kniet, mitDemfliegindimSelbm, à la MITHRAS, auf dem rotgeWestetin
Kanak'n: '!' - ekl=begeistert schwächlich=würgnd-: 'Fl e i sch! Ahhh:!...' -/
BisDer mir der aufgeätztn Hose da=zu=kommt:-!-; (da wippt sein Kumpl vom Bod'n
auf!); und sie haltn=begreifn BUTT'en, marthaphallich: '...!...' -/)(Aber K.
tritt ebm auf. Klebt Einem=Eine : '!' -mit bizarrer Heiserkeit): 'Afsted med
Dig!'.(Er schaut sich, benommen, um:? -((:'Chadband, wo bleibm Sie??'))-/
Da schleudern die Wildn die=Beidn, BUTT & KOLDERUP, tief id StrandHafer: '!-!'.
Flizzn, wie Schwarze Blizze, davon;:boot=zû; :-(& unter rauschndn Paddl-
Schlägn verschwindet's: `,`,`,`,`, ... -/.....;...../ -
BUTT (sich side=loopich auf=stemmend): "Potz=Stalingrad-: dàs war ein Tritt!...-".

(("Bittel war heute ganz getrost, vielleicht macht ihm meine Tatkraft Mut? - Er hat sich Arno Schmidts "Schule der Atheisten" angesehen, da wären auch eine Menge Tippfehler drin, hat er gesagt.")(BB 280, S.22)): Tippfehler! - als erstes Reh=Sühmeh oder erste Reh=Sumppzion! Ick lach mir kaputt! - Wenn Se'm Schmidt sowas wie dies ebm "ankreidn" - bitte Mir auch! (2. Korinther 2.3: "Der Buchstabe des Gesetzes führt zum Tod; der Geist aber führt zum Leben.") - (Oder hab'Ich da mit meinen plumpen Sinnen irgend'ne feine Ironie garnich mitgekriegt? - Jedenfalls war Arno Schmidt sehr fortschrittlich - sollte zum "Ehren"=Württemberger ernannt werden: "Wir können Alles außer Hochdeutsch!" (Komma? - ' hatte grad' keins!))

Also "DAS GEFECHT!":
".... stürzt sich, toll & verwegn wie der rolende Rasand...."
".... totalen BrillenVerlust...."
".... BUTT & KOLDERUP...."
".... :`,`,`,`,`,...."
".... Potz=Stalingrad -...."

Schon beim ersten Lesen hatt'Ich hier das deutliche Gespür für eine durchschimmernde "eigentliche Bedeutung", dafür, daß Arno Schmidt hier Andeutungen im Halbdutzend machte, um den Leser zu etwas ganz bestimmtem hinzuführen (Dazu ein weiteres Beispiel in "vix credendum est"!):

1.Andeutung: "Ritter"
2.Andeutung: Verlust des "Durchblicks"!
3.Andeutung: Firma "B & K" (wie Sancho Pansa & Don Quijote!)
4.Andeutung: Ruderschlag!
5. und 6.Andeutung: "Gefecht" einerseits und Verlust einer "Schlacht" (Stalingrad!) mit historischer Dimension andererseits - ein "Wende=Punkt"!

Hà - wie klar und einfach!: Die letzte Seeschlacht, die mit Galeeren ausgefochten wurde, fand am 7. Oktober (sic!) des Jahres 1571 (sic!) im Golf von Lepanto statt, bei der die "Muselmanen" ihr "Stalingrad" erlebten!
Und!: Miguel de Cervantes nahm an dieser "Belustigung" (Schmidt!) teil und ist dabei verwundet worden! Paßt doch - oder??

Von "1571" zu "1671":
"O, das versprech' ich Ihnen, wenn ich schon einfältig aussehe, so merk' ich doch wohl, wo der Hund begraben liegt." (Chr. M. Wieland, Die Abenteuer des Don Sylvio von Rosalva):
Für die Erwähnung der Antoinette Bourignon im Telephongespräch Kolderups mit dem Guiden frühmorgens "zu nacktschlaffender Zeit" zum Thema "neue wissenschaftliche Anekdoten"

KOLDERUP (......Oder): "wie Antoinette Bourignon auf der Hallig Nordstrand ihre eigne Druckerei hatte?" (SdA 5 o.)

diente Arno Schmidt als Begründung in seinem "Dominospiel mit Jahreszahlen" die Tatsache, daß besagte Druckerei im Jahre 1671 eingerichtet worden war, wie zu Anfang des Kapitels "NEIN! - ich habe nicht fertig" bereits erwähnt. Es gibt aber auch einen wichtigen "inneren" Zusammenhang, der mit dem Auftreten der Enkelin Suse kurz vor Ende des Telephongesprächs sichtbar wird:

KOLDERUP((.....):...."-(?): jaja; Ch weck Dich um 6. -(?): Nein; mit ner Tasse ReservatsTee;(Ch hab da id Küche ne neue WarenProbe gesehen)."
SUSE (halb läch/wimmernd): "Oh mùß' nich, Opa! -";(beteuernd): "Fritzchen hält große Stücke auf Dich..." (SdA 5 u.)

Mit der Erwähnung des "ReservatsTees" begann eine neue Runde in einem ganz offensichtlich schon länger schwelenden Konflikt zwischen William T. Kolderup und seiner Enkelin Suse, über den der "Opa" wegen der von ihm entdeckten "WarenProbe" schon vor seinem Gespräch mit dem Guiden nachgedacht haben muß. Er mißbilligt bekanntlich die Beziehung zwischen seiner Enkelin und dem Apotheker Fritz Dümpfelleu und wünscht sich etwas mehr Prüderie von seiten der lebenslustigen Suse, weshalb ihm denn auch "Die Bourignon" einfallen mußte:

Transitive Keuschheit - Von dieser Wundergabe, die Keuschheit und Enthaltsamkeit Andern durch den bloßen Anblick mitzutheilen, deren sich unter Andern auch der berüchtigte Antoinette Bourignon rühmte, spricht Bayle im Diction. Hist. et Crit. Tom. I. unter dem Artikel Bourignon, in der Anmerk. B. Diese Gabe wird die übergehende oder durchdringende Jungfräulichkeit (virginitas transitiva s. penetrativa) und von dem ehrwürd. Vater Peter Granfeld, Carthäuserordens (in seinen Elucidat. sacris super V. Libr. de Imaginibus veterum Eremitarum, p.645) mit einem sehr nachdrucksvollen Kunstworte die Infrigidation genannt.

Letzteres ist eine der Anmerkungen Christoph Martin Wielands zum Ersten Theil seines Romans "Die Abenteuer des Don Sylvio von Rosalva" aus dem Jahre 1764, womit Arno Schmidt eine weitere Jahreszahl für die Einbeziehung der "A.B." in das Dominospiel zur Verfügung stand! (Das "der" steht tatsächlich vor "Antoinette"!).

Bocksprung zu "71":
"Es drängt sich nämlich die fürchterliche Ahnung auf, daß hier ein Labyrinth nur vorgespielt wird, daß Schmidts Wegweiser ins Nirgendwo zeigen,.... - der Verdacht, daß Schmidt sich hier auf Kosten seiner Leser einen pfiffig improvisierten Jux macht; daß er eine Art Satyrspiel zu "Zettels Traum" zum besten gibt, in dem alles, was im Großen Buch so ernst genommen ist, ironisiert und parodiert und verhöhnt wird.
Einiges, vieles spricht für solch bösen Verdacht - zum Beispiel die höchst fragwürdige Motivation der Personen, die offensichtlichen Mängel in der Konstruktion, die seltsame Paginierung - Seite 8 wird doppelt gezählt ("schule 8&9"), dafür fehlt Seite 29 ganz - und die doch reichlich schalkhafte Weise, in der er die Kunst des Zitierens ausübt." ("Lauter Gefoppte" in DER SPIEGEL Nr.22, 1972, S.132).

Na - immerhin "pfiffig", "seltsam" und "schalkhaft": Schauen Sie sich doch mal die Erstausgabe der Allegorie "Andreas Hartknopf" und "Andreas Hartknopfs Predigerjahre" von Karl Philipp Moritz aus dem Jahre 1786 an. Dort können Sie feststellen, daß bei "Andreas Hartknopf" die Seite 71 "fehlt"! Nun heißt es im Nachwort der Reclam-Ausgabe von 2001 zu den "Predigerjahren":
"Der Text besteht nurmehr in kurzen und kürzesten Abschnitten, die jeweils mit einer eigenen Überschrift versehen sind und in ihrer gleichsam graphischen Anordnung fast emblematischen Charakter haben. Die Überschriften erscheinen als Inscriptio einer Pictura, die der Text in seinem bildhaften Arrangement darstellt, während er gleichzeitig - .../... -, ..., auch seine eigene Subscriptio zu sein hat. Bildcharakter kommt zweifellos der mit unterschiedlichen Schriftgrößen und Schriftarten arbeitenden typographischen Gestaltung zu, die in modernen Ausgaben vielfach verloren geht, jedoch gerade in der Freistellung und Hervorhebung einzelner Wörter die gestaltete Räumlichkeit der Buchseite mit zu lesen gibt. .../.../..., und wenn auf das Kapitel "Die Trennung" ein Kapitel mit dem Titel "Eine Lücke in Hartknopfs Geschichte" folgt und dieses mit mehreren Gedankenstrichen eingeleitet wird, lässt sich dies als gestaltetes Offenhalten des Textes interpretieren, der gerade an den Stellen seines Abbruchs über sich selbst hinausweist."
Es ist doch wohl davon auszugehen, daß der Autor Moritz auf die hier besprochene "äußere Gestaltung" seiner zwei Bücher Einfluß hatte, und wenn zu Beginn der Seite 72 (der Erstausgabe des "Andreas Hartknopf") das hier zu lesen ist: "Welch ein weitläufiges Gebiet von Ideen liegt hier außer den Grenzen der Sprache: wo ist der neue Kolumbus, der diesen bisher noch leeren und unbeschriebnen Raum auf der großen Charte der menschlichen Kenntnisse, durch neue Entdeckungen ausfüllt? - - ", dann haben wir zwar keinen Beweis dafür, daß K. Ph. Moritz die Seite 71 ausfallen ließ (denkbar ist, daß sie leer bleiben sollte (s. "Tristram Shandy"!) und die Buchhersteller damit nicht klar gekommen sind), aber eine gewisse Vorsicht bei der "Gestaltung" neuer Ausgaben dürfte angebracht sein! Die Herausgeber der besagten Reclam-Ausgabe vermerken auf Seite 198 stolz, man habe Seite "72" zu Seite "71" korrigiert ("Heilje Ordnung, segnsreiche!" (Kommt mir doch irgendwie bekannt vor!))
Ich jedenfalls verwette meine Pudelmütze (besitze kein' alten Hut), daß Arno Schmidts "verschwundene" Seite 29 mit jener "fehlenden" 71 des "Andreas Hartknopf" zusammenhängt, denn "29" ist schließlich das Komplement zu "71" bezüglich "100"!! (Auf "schule 8&9" werde ich in "Vix credendum est" nocheinmal zurückkommen).

Weiter mibbm "Hartknopf": Der darin von Moritz inszenierte "running gag" mit den "Erfurter Rettichen" hat viel Rätselraten ausgelöst und zu verquälten Deutungen geführt ("Hartknopfs "Radikalismus" (von lat. "radix") sei im Kontext der generellen Verkehrungsstruktur, die den Text kennzeichne, zu verstehen. Das Hohe tausche seinen Platz mit dem Niedrigen, das Sakrale weiche dem Profanen und das Periphere ersetze das Zentrale und "Heilige". Charlier sieht im Rettich die Verkörperung des Einfachen, Elementaren und Konkreten und in der "Säkularisierung" des Abendmahls kraft der Rettichmystik eine "Resakralisierung" der Eucharistie, insofern als das unverbrauchte, bodenständige Symbol "einer ehrlichen Religiosität der Handwerker und Bauern wieder Ausdruckskraft" verleihe und eine "'Rettigung' des Christentums für die einfachen Menschen" ermögliche."), ich aber denke, daß von der "Allgemeinen deutschen Bibliothek" 97/2 von 1791 ("'91":sic!), S.425-427 ausgehend eine einfachere Erklärung möglich ist:
"Ironisch vermerkt der Rezensent der Predigerjahre in der Allgemeinen deutschen Bibliothek, Hartknopfs Vorliebe für Rettiche vermöge Aufschlüsse über seinen Hang zum Mystizismus zu geben, denn: "Die Blähungen spielen oft bey den eingebildeten Brauseköpfen eine große Rolle"."
Karl Philipp Moritz, der 1787 "Fragmente aus dem Tagebuch eines Geistersehers" herausgab, könnte mit der "Rettich"=Geschichte eine "Illustrierung" der Kant'schen Vermutung bezüglich des "scharfsichtigen Hudibras" (s. das Kapitel "Isse Wahnsinn!") in "Träume eines Geistersehers" von 1766 versucht haben!

"Die Seele, die nach einem blinden Instinct Chimären eben so regelmäßig bearbeitet als Wahrheiten, bauet sich nach und nach aus Allem diesem ein Ganzes und gewöhnt sich an, es für wahr zu halten, weil sie Licht und Zusammenhang darin findet, und weil ihre Phantasie mit den Chimären, die den größten Theil davon ausmachen, eben so bekannt ist, als ihre Sinne mit den wirklichen Gegenständen, von welchen sie ohne sonderliche Abwechslung immer umgeben sind."

(Fragen Se mich nich nach dem Register! - 'Ch'ab' der Versuchung nicht widerstehen können und schomma 'n paar Seiten des Kapitels "Vix credendum est" hingeschmirgelt).

nach oben

4. Sept. 2005:


"Katholiken zahlten doppelte Gebühr!"
Ich selbst hab' ja nicht viel erlebt - aber es gibt seltsame Tage!: Daran mußte ich mal wieder denken, als ich mit meinem Blechfloß auf der B3 von Celle kommend die Autobahn Hannover - Hamburg kreuzte, dort wo der große Trucker-Stop ist, kenn'Sie sicher. Da waren sie wieder, die Fernfaher, alle mitten im heftigen Erleben! Kurz danach kommt ja dann am Stadtrand von Soltau die Abzweigung nach Tetendorf, wo das Schäferkreuz steht - "Hier ward ein Hirt von seiner Herd' erschlagen...." - und rührend das kleine dreieckige Stückchen Haide. Schön zu sehen, daß auch heute noch scharf darauf geachtet wird, dieses Kreuz zu erhalten - mit Flüchen ist nicht zu spaßen! Nebenan gleich der McDonalds, daran erinnern Sie sich doch, aber die Symbolik paßt in unsere Zeit.
Von Soltau aus weiter auf der B3, auf deren zerbröckelnder Fahrbahn der Radfahrer aus "Schwarze Spiegel" mit hüpfendem Anhänger nach Hamburg strampelte, wär'Ich nach Welle gekommen - "Das Dorf Welle brannte" - und kurz darauf zum "Trelder Berg", wo die B75 (Bremen - Rotenburg - Scheeßel - Tostedt - Hamburg) die B3 kreuzt: "Und Beobachter waren auch keine mehr da: so zog ich gar die Shorts noch aus, und ließ mich ein Stündchen braten: Mitten auf der Kreuzung......(Und Sonnenbrand auf allen pikanten Stellen!)."
Trelde, Kakenstorf, Todtglüsingen - "Tod holt alle Menschen": Auf dem Weg nach Dithmarschen könnten Arno Schmidt und Wilhelm Michels in den Jahren 1964 und 1969 mibbm "Oppel Kappi Tähn" (wieso fällt mir hier "Täve Schur" ein? - Komisch!) hier auch durchgekommen sein (die Damen waren wohl dabei) - Arno Schmidt natürlich auf'm "Todessitz": "Nanu - - Menschnskint; schlafm Se mir bloß nich ein hier in mei'm Wagn"; meinte aber eindeutig den BRUDER des Schlafes...... Er harrte geduldig, daß ich zu berichten anfinge. Half mir auch zwischendurch mit nach vorn; neben sich; auf den "Todessitz"; (nu wenn schonn: bei einem anständigen Menschen lebt am Ende nur noch der Kopf!).-
Die schwarzgekleidete Proserpina Carmichael (denken Sie an den Sarg Karls des Großen!) aus "Die Schule der Atheisten": Übersetzen Sie sich deren Nachnamen ganz naiv mal ins Deutsche - etwa "Der Deutsche und sein liebstes Spielzeug" und auch: .....! - eben!
Aber diese Fortsetzung meiner Reise auf der B3 steht im Konjunktiv - an der großen Kreuzung in Soltau (auch ein "Großer Kain" - "Wo Chauffeur Kain seinen Fußgänger-Bruder Abel noch heute - ä ...", (und, allegorisch, ein paarmal schnell die Hand "umlegen"): - (Die nette Oma Herzog ist hier von einem Motorradfaher - ja - "umgelegt" worden!)) mußte ich "abzwicken" (so heißt das hier bei uns in Bayern) auf die B71 ("71er Spiel"!), um nach Rotenburg zu gelangen, wo ich an einer Beerdigungsfeier teilnehmen wollte. Daß mir vor allem "Schwarze Spiegel" und "Die Schule der Atheisten" im Hirn herumspukten, lag nicht nur an "B71" und den erwähnten Sehenswürdigkeiten an der B3, sondern auch am Zeitpunkt - ausgerechnet am 60. Jahrestag des Atombombenabwurfs auf Nagasaki war ich dort unterwegs.
Ich hatte diese Strecke früher schon mal zu befahren, an einem zumindest jahreszeitlich und meteorologisch besser passenden Tag - Mitte Februar bei Nieselregen, kalt, grau, diesig - "During the whole of a dull, dark, and soundless day ....., when the clouds hung oppressively low in the heavens, I had been passing alone through a singularly dreary tract of country; and at length found myself, as the shades of evening drew on, within view of the melancholy...." (E.A. Poe, The Fall of the House of Usher) - "....: verwelkde Häuser, die überdrüssich am Wege liegn; (fahl wie Giftpilze; aus graugelbm Ziegln; (die schon=neu wie verwittert aussehen: Grill'n vergessner ArchiTektn, vermutlich voll polizeiwidrijer Echos. Einije=davon rauchtn wie Vulkane)).... Ländliche GefährtWercke, deren Lencker schlafend dahinfuhren.... (Proserpina freilich gefällt's)." (SdA, Cosmo's Tagebuch).
Hätt'Ich damals in einem "Cit=15 traction avant" (natürlich schwarz!) gesessen, ich wär'Mir vorgekommen wie in einem dieser alten französischen Filme (nicht im Kino!), so etwa wie "Moderato Cantabile" mit Jeanne Moreau und Jean-Paul Belmondo! Jetzt aber fuhr ich durch eine grüne Hölle, so strotzte der Mais auf den Feldern und bildete das Laub der Alleebäume schwarz=grüne Tunnel. Und dann kam auch die von Radfahrern so gefürchtete Stelle mit "Wind immer schräg von vorn", wo jetzt - "Moderne Zeiten" - die Wind=Strom erzeugenden Generatoren ihre Rotor=Flügel pathetisch=beschwörend hoch in die Luft werfen, sodaß man sie kilometerweit sieht! Wie klein=bescheiden dagegen die einzige erhaltengebliebene Windmühle an dieser Strecke.
Bei der Einfahrt in die Stadt Rotenburg sehen Sie gleich rechts einen Friedhof, aber ich mußte zum Friedhof "Lindenstraße" (Nee, nee, nix Fernsehen, reiner Zufall!), wo der 101jährige Walther Egebrecht beerdigt werden sollte - jaa, Sie haben richtig gerechnet: geboren im Joyce=Barnacle-Jahr, aber nicht am Blooms=Day, das war meine Mutter, wie schon erwähnt, 10 Jahre später!
(:"Und "Ehebrecht" müßten alle Männer als ßweitn Vornam' führn" entschied Tanndte Heete:... (KAFF auch Mare Crisium, Ehebrecht war der mit der 8flügeligen Wintmühle und den abgesägten Stuhlbeinen - vom Atomkrieg "Im Jahrzehnt zwischen 1960 und 70" ist bekanntlich auch die Rede!)).
Anders als Heinrich Düring ist Walter Eggers, der Ich=Erzähler aus "Das steinerne Herz" (Sind die Verschreibungen "steineres" - "steinere" auf den Seiten 258 und 260 des Nachworts von Georg Klein im Suhrkamp-Band 1353 nun irgendwie "Absicht" oder doch nur schlampijer Zufall?), während des Handlungs-Zeitraums nicht nach Rotenburg gekommen, hat aber schon ganz zu Anfang seines Aufenthalts in Ahlden an die sich möglicherweise ergebende Notwendigkeit einer Reise dorthin gedacht: "Schon stand er da; rot, und innen blaugrau gepolstert: der Schienenbus, 9 Uhr 56 nach Verden: sind ja scharmante Dinger! (Und über Verden mußte ich ohnehin, wenn ich mal nach Rotenburg wollte, in'n Kirchenbüchern nachsehen)." - wird beim Schmökern in den Staatshandbüchern wieder an dieses Städtchen erinnert: "Im Tentakeltauwerk der Namen: ich schwenkte meine Zunge; las Schicksale ab, wie Gedrucktes; Amtmänner starben, Wehber 24.8.1851 in Rotenburg.... Nekromant Eggers." - und kommt schließlich auf die Fahrt dorthin noch einmal zurück: "(Ob ich doch erst noch nach Rotenburg fahre: ob die im Stadtarchiv noch was über Bode haben? Brieflich ist das immer so eine Sache;....".
(Apropos Suhrkamp-Band 1353: Der Zusatz "... nach Christi" zum Untertitel sollte meiner Viertels=Bildung nach anders lauten, einerseits, und andererseits fehlt er bei meinen älteren Ausgaben - watt denn nu! Und dann dieser schmalzige, geschwollene, heuchlerische Spruch: "In der Zusammenarbeit mit Suhrkamp wird Schmidt dorthin gestellt, wohin er gehört: in den Reigen der Klassiker der Moderne." (Hat er bei Haffmans noch nicht dazugehört? - Klingt wie 'ne Erziehungsmaßnahme, und "Ringelpietz mit Anfassen" fällt mir unweigerlich auch noch ein!) - - "Ein widriger Kerl" - so wird Walter Eggers im scharfsinnigen Nachwort des Georg Klein genannt: Also mich hat er, der Walter, gleich zu Anfang "zur Identifikation eingeladen" mit "Und gelassen 120 uff'n Tisch: sie waren's nicht gewöhnt, und besahen mich in freudiger Ratlosigkeit, das merkte man gleich. Also gute Leute!" Denn das scheint eine seiner Sorgen gewesen zu sein - dort auf eine hinterfotzige Gesellschaft zu stoßen, die nicht zu ihm passen würde. - "Das ist mehr als zynisch, das ist hämisch gegen Line, grausam gegen den Leser und durch den Lesenden hindurch hartherzig gegen jenen Eggers, den wir in der Ostzone kennenlernen durften. Das graziöse Wörtchen "lacrymos", hier ist es niederträchtig verwendet und deshalb von bizarrer Häßlichkeit." - Walter Eggers und "Niedertracht"? Sehen andere Leser das auch so?).
Wo wa'n wa? - Ja, - "Lindenstraße" - , hat auch für mich persönlich Stellenwert: Vom Friedhof ca. 250 Meter stadtauswärts steht das Haus, in dem meine Eltern die ersten zwei Jahre ihrer Ehe verbrachten und wo meine älteste Schwester geboren wurde, die kennenzulernen ich keine Gelegenheit hatte. Sie starb in Kleinkinderalter an Diphterie - ihr Grab gibt's heute noch neben dem ihrer Mutter (genau, der mit dem "Blooms=Day"-Geburtstag!), neben dem wiederum sogar das der Großmutter, der hübschen Putzmacherin Mariechen Wiemert, noch existiert, von 1921 (Napoleon war gerademal 100 Jahre tot!).
Wie schon gesagt, ich selbst hab' ja nicht viel erlebt - aber können Sie sich die Seelenpein einer 35jährigen Kriegerwitwe vorstellen, die krank darniederliegt, weiß, daß sie sterben und 4 Kinder im Alter von 7 bis 12 Jahren allein zurücklassen wird?
Also, ich mag Beerdigungen (Hat Arno Schmidt je über eine Beerdigung geschrieben, sie beschrieben?), vor allem, wenn wie in Rotenburg, alte Rituale gepflegt werden: Als die Sargträger, alle sechs nahezu gleich groß, kräftig und knochig, absolut ernstzunehmen und keiner unter 50, mit schwarzer Pelerine, Zylinder in den weiß=leinen behandschuhten Händen, sich gemessen und würdevoll gleichzeitig vor'm Sarg verbeugten und dann ihre vorgesehenen Plätze in der Kapelle einnahmen, hatt'Ich fast wieder das Gefühl, man müßte Kameras, Mikrophongalgen, Beleuchter und 'nen Regisseur im Safaristuhl irgendwo entdecken können! "Hierauf hoben die Lehrlinge den Deckel wieder auf den Sarg, und verschlossen ihn mit 7 Nägeln... unterdessen hob der Großmeister den eisernen Hammer, und ließ ihn dreimal fallen, auf das Kreuz von Eisen....". Das christliche Rahmenwerk (überhaupt das religiöse) denk'Ich mir immer weg, das ist "neuzeitliche" Tünche auf dem, was eigentlich passiert: Peilen Sie mal entlang Ihrer Ahnenreihe - welch' überwältigende Fülle an Beerdigungen! - da sehen Sie, daß von J.Chr. solange noch nicht die Rede dabei gewesen sein kann!
Zum "Totenschmaus" wurde nach der Beisetzung ins "Stadtidyll" geladen - so was kann man sich nicht ausdenken! - "Die Pracht des Speisesaals, worin man sich versammelte, die Menge der Wachslichter, womit er erleuchtet war, die Kostbarkeit des Tischgeräthes, die Niedlichkeit der Mahlzeit,...." - , und da kam ich in der Nähe des zuständigen Beerdigungsunternehmers zu sitzen, ich kenn'ihn von früher und werde ihn "Den Betreffenden" nennen! Ein bemerkenswert gebildeter Mann mit vielen Talenten und reich an Erfahrung: - "Na, so an die zehntausend Beerdigungen werd'Ich gemacht haben", war er zu hören, und daß er sich langsam aus dem "Geschäft" zurückziehen wolle, um jüngeren Platz zu machen: Wer weiß mehr vom Leben als so Einer!
Und dann saß nahebei noch der älteste Teilnehmer der Feier, der es sich trotz seiner 95 Jahre nicht hatte nehmen lassen, von weither anzureisen, um am Grabe des alten Freundes und Arbeitskollegen stehen zu können - wie ich trotz des Stimmengewirrs vernehmen konnte, hatten sie sich 1932 kennengelernt (Goethe war gerademal 100 Jahre tot!).
Einmal glaubte ich im Durcheinandergerede von einer nicht mehr ganz so jungen Dame gehört zu haben: "Mein Opa war'n Freund von B. Traven - bei mir gibt's 'ne neue Idee!" - aber da lag wegen des Missingsch, das dort von einigen gesprochen wurde, wohl 'ne Täuschung vor. Klar und deutlich hingegen kam vom "Betreffenden": "Die Kirche war da gnadenlos - Katholiken zahlten doppelte Gebühr!" (Die genossen aber offenbar noch das Privileg, die Kapelle benutzen zu dürfen, was den "Sekten" verwehrt war).
Indessen log sich der Alte warm mit Geschichten von "früher" und dem großen Halloo des ersten Wiedersehens mit dem jetzt Betrauerten nach dem 2. Weltkrieg, den beide wohl von Anfang bis Ende mitgestalten durften - "Keine Flucht, keine Vertreibung, keine Bomben, kein Verlust an Hab und Gut, Familien vollzählig und gesund" - im ländlichen Niedersachsen war das Schicksal wohl (statistisch gesehen) milder als z.B. in Hamburg oder in Schlesien!

Später kam von dort ein echter,
Fabelbauender Poet,
Denn es hatten Urgeschlechter
Guten Samen ausgesät.
(Theodor Däubler, Das Nordlicht)

(Was hat Unsereins denn schon erlebt! - Das konnte ich wieder erkennen, als auf der Heimreise in Thüringen ein alter Herr den kleinen Dänemark=Aufkleber am Heck unseres Wagens entdeckte und sofort erzählen mußte: Wie er mit nur notdürftig versorgten schweren Schußwunden an Arm und Oberkörper im Frühjahr '45 aus dem belagerten Königsberg entkam, zu Fuß das zugefrorene Haff überquerte und dann mit einem der Schiffe, die in allen kleinen Häfen auf Flüchtlinge und Verwundete warteten, nach Dänemark gelangte. Nach einer Odyssee durch Lazarette fuhr er schließlich für die britische Armee Lastwagen in Schleswig-Holstein, arbeitete mit beim Bau von Behelfsheimen für Flüchtlinge und kehrte irgendwann im Jahr 1946 nach Thüringen zu seinen Eltern zurück: - Glaube jaa niemand, ich sei irgendwie neidisch auf das, was dieser Mann, Arno Schmidt & Co. und die beiden Alten, haben mitmachen müssen - nee, wirklich nich!).
"Der Betreffende" (übrigens aus einer Flüchtlingsfamilie) war ebenfalls bei der Statistik angelangt: "O Nain, so selten gaa'nich, wohl zwischen 30 und 40, die 100 Jahre und mehr waren!" (Ergänze "alt", auch er genoß sichtlich die merkwürdig angeregte, ja geradezu heitere Atmosphäre dieser Feier, murmelte einmal allerdings was wie "Erinnern Se mich nicht an Kinds=Beerdigungen!"), konnte natürlich uns Laien mit seiner Berufserfahrung leicht verblüffen, so mit den "Körperform=Särgen": - "...die sind aber viel flacher als bei uns." - - : "Karl schnob verächtlich: alles "Nasenquetschel"! Erklärte auch den Ausdruck: wenn ein Gemeindearmer starb, lieferte man den Sarg aus Billigkeitsgründen grundsätzlich so flach, daß dem betreffenden Toten eben - :aha!" (StH)
"Autorassen: ungefähr so verschieden wie Hunde (und die Nase oft am Gesäß des Vordermannes; siehste: auch das soeben erschienene:...." (StH): So war ich beim Verlassen des Parkplatzes an der Lindenstraße, um zu jenem "Stadtidyll" zu kommen, hinter einem Wagen mit OHZ-Kennzeichen hergefahren. Am unteren Rand des Kennzeichens war zu lesen, daß das dazugehörige Fahrzeug bei einem Händler in Lilienthal gekauft worden war, und da wußte ich, dieser "seltsame Tag" wollte beschrieben sein! (In Lilienthal hab'Ich 1957 mal die Schulferien verbracht und später dann sogar kurzzeitig dort gewohnt! (Daß der Fahrer am Lenkrad jenes OHZ-Autos Meyer heißt und in einem Haus an der Lindenstraße aufwuchs, gehört in ein anderes Dominospiel).

 

 

 

 

nach oben
23.Oktober 2005:
!.........sei's gedankt, getrommelt und gepfiffen!!:...äh...nà...saachmal - äh - Dingens: iss fertich (Buch kann jetzt in'ne Produktion gehen! - Sie erfahren's, wenn's "vorliegt"), un'dat neue Kapitel:

VIX credendum est

  1. Aber man sieht hier, wie ungeheuer in einem Autor alles aufwächst, und wie ein Würmchen, kaum federlang, noch ehe er vom Sessel aufsteht, sich zum Lindwurm ausstreckt und verdickt.
    (Jean Paul, Leben Fibels)

  2. ...: je schnakischer die Einfälle sind, die der närrische Kerl, der Autor, auf die Bahn bringt, desto mehr lach' ich, und das ist Alles, was ich dabei suche.
    (Christoph Martin Wieland, Die Abenteuer des Don Sylvio von Rosalva)

  3. - das Genie, das artistische Stürme bewegen - kurz jeder Mensch mit einem großen Entschluß oder auch nur mit einer perennirenden Leidenschaft (und wär' es die, den größten Folianten zu schreiben),....
    (Jean Paul, Quintus Fixlein, Billet an meine Freunde vom 29. Juni 1795)

  4. "Siebzehn Predigten wurden anno 1541 gehalten und ediert, bloß damit sie Luthers Lebenslauf vortrügen ... Herr, Sie sollten etwas von sich drucken lassen!"
    (Jean Paul, Leben Fibels)

  5. An wen woll' er sich wenden, um den Hintergrund des Freimaurer=Geheimnisses auszuhorchen, als an seine zwei eignen? Auf diese an seinen eignen Kopf angeöhrten hör' er sehr und indem er die Freimaurer=Reden, die er schreibe, genau durchlese und zu verstehen trachte: so merk' er zuletzt allerhand Wunderdinge und komme weit und rieche im Ganzen genommen Lunten.
    (Jean Paul, Schulmeisterlein Wuz)

Na? - ham' Sie Lunte gerochen? - am Ende des letzten Kapitels "Sieben!" (:"Nachbarin Ihr Fläschchen!")?
Lunte (niederd. "Fetzen"), mit Salpeter getränkter und mit Bleizucker gebeizter, langsam glimmender Hanfstrick, einst Zündmittel bei Handfeuerwaffen und Geschützen.
Und die stank beim Glimmen - daher, wenn's roch, war was im Busch (die Hanfstrick=Assoziationen unterdrück'Ich!).
Denkn Se jaa nich, das mit der "Manipulation der 3 "N"=Primzahlen" sei man nur so eine Vacuität, um in einer Art elegant=witzigem Schlenker zum Schluß zu kommen: Nein nein, diese "Manipulation" führt zu einer Jahreszahl, die ich mit "Hiram" assoziiere, und die mit einem Gedankengang William T. Kolderups zusammenhängt (alles im Rahmen dieser speziellen Dominovariante "71er Spiel"), der für mich gleich beim ersten Lesen ein Gefühl für "Hinweischarakter" auslöste wie jene Szene mit dem "GEFECHT" (s.o.):
(Demnächst würdn Wir sogar noch 'n paar alte=ausgediente Maschin'nGewehre anfordern müssn; (gegn 'Wölfe' und sonstije Rude'l)). (SdA 6u., 7o.).
So - jetzt kommt wieder was aus der Rubrik "Der Tölke spinnt!" (Wie? - Schärfer fassen? - : "Völlig durchgeknallt!!" (:"Kann er nicht mit den Kälbern und Stieren draußen seine Conversation führen? Besser noch mit Dornen, Disteln und stachlichtem Unkraut im Felde, mit dem giftigen Bilsengewächs, welches die Menschen wahnwitzig macht.")).
Ridi, Orlando:
Die "Manipulation": Primzahlfaktoren lassen sich auch "addieren"!: 3+7+23=33!
Oh Schreck, kommt "1.8." jetzt auch noch ins Spiel?: Dieser Herr der Finsternis, der "maßlos unterschätzte Teufel" (Willy Brandt) und "Berliner Berserker" (Philip Roth), dieses personifizierte Grauen, dieser Un=Mann mit Eigenschaften, "Titan der Zerstörung" (Martin Broszat), bei dessen Beschreibung alle sprachlichen Möglichkeiten versagen und aus dessen Schatten hervorzutreten uns vielleicht nie gelingen wird: "Denn der ist und bleibt - und bleibt - die Leiche, die jeder Deutsche im Keller hat." (Rolf Hochhuth, Die Leiche im Keller).
Leider ja! Es folgt ein mit Tod und Verderben ("Der 18/18-Staat", Eugen Kogon, *1913 (S = "18. Buchstabe in der Rubricirung"!: Arno Schmidt ist also "1.18.", geboren am 18.1.!)) zu assoziierender Part im "71er Spiel", bei dem eben, trotz aller Unvergleichbarkeit, "1.8." und "N" die wesentlichen Rollen spielen und offensichtlich die "3er Folge" (Auch für Arno Schmidt war mit "'33" sein Schicksal als Teilnehmer der größten "Reiseveranstaltung", als Soldat des GröFaZ, das ihn zum Schluß als POW in die Nähe von Brüssel brachte, besiegelt: "...: der Grundirrtum liegt immer darin, daß die Zeit nur als Zahlengerade gesehen wird, auf der nichts als ein Nacheinander statthaben kann. "In Wahrheit" wäre sie durch eine Fläche zu veranschaulichen, auf der Alles "gleichzeitig" vorhanden ist; denn auch die Zukunft ist längst "da"....." (Arno Schmidt, Seelandschaft mit Pocahontas)):
"Vor fünfzig Jahren" bezüglich 1933: Da wurde das Maschinengewehr erfunden, von Hiram Maxim, und bevor wir obiges Zitat von "schule 6/7" , in dem dieses Tötungsgerät (wohlgemerkt nie für die Jagd auf Tiere geplant, gedacht, erfunden - die Autobiographie jenes "Hiram" müssen Sie mal lesen!) nur aus diesem Grunde (Jahreszahl!) von Arno Schmidt genannt wurde, wie ich hiermit behaupte, weiter untersuchen, drei Zeilen von Adelbert v. Chamisso:

"Als Anno dreiundachtzig sich zum Krieg
Gerüstet Engelland und Niederland,
Ward beiderseits gebetet um den Sieg...."

(Daß die in meiner Chamisso-Gesamtausgabe, die laut Widmung an Weihnachten 1913 verschenkt wurde, auch noch auf Seite 253 stehen, iss auch wieder so'n Ding - von '13 und '53 wird noch zu reden sein!).
"...'Wölfe' und sonstije Rude'l..."
Seltsame Zeichensetzung - gell, Mr. Woods?! - , es geht hier nämlich gar nicht um Wilde Tiere!:
'Wölfe': "Wolf wollte er genannt werden und nicht Adolf, sein Autowerk hieß Wolfsburg, Wolfschanze sein Hauptquartier" (Michael Stürmer, Sein Ort in der Zeit), und hieß sein Deutscher Schäferhund nicht "Wolf"?
Bei Rude'l (Es gehört "Weltkenntnis" dazu, Herr Wollschläger!) denken wir sofort einerseits an die Marseillaise und den Arc de Triomphe in Paris und andererseits an einen jener stahlgewittrigen Helden, wie sie in Kriegszeiten so aufzusteigen pflegen und die auch "N" so liebte! ("Ich kenne auch den Menschen und bin in der Beobachtung desselben alt geworden, ich habe in vielen Büchern geforscht und deren Lehren ergründet, und darum weiß ich auch, daß Dasjenige, was Ihr mir da beibringen wollt, völlig unsinnig und unmöglich ist." (Tieck)).
"1.8." und "Marseillaise" und "Napoleonisches Zeitalter"? - Dominospiel mit Jahreszahlen!:
"100 Jahre Französische Revolution": Wird jener Unnennbare geboren - schreiben wir's "1.8.:'89"!
"1.8.:'13": Mit der Völkerschlacht bei Leipzig begann der Weg der Deutschen - über das Datum 18. Januar 1871 ("71er Spiel": Der schwergefeierte "2.9." war Sedanstag!: "29"!) - , der schließlich im Unbeschreibbaren endete!
Und es ist nicht Arno Schmidt allein, der "N" und "1.8." gedanklich assoziiert (Denken Sie an die merkwürdigen Parallelen in den Kriegen, die sie führten: Der Versuch, England in Nordafrika zu "treffen", vorbereitete und dann doch abgebrochene Invasion Englands, Scheitern in (vor) Moskau!):
"....Er rückte die historischen Fakten noch konsequenter in das aktuelle Bezugsfeld, indem er die Parallelen zwischen der Napoleonischen Invasionspolitik und den Plänen des Führers für den Rußlandfeldzug verdeutlichte. ...." (Dieser Tod passt zu mir, hrsgb. von Hans Coppi und Geertje Andresen. Harro Schulze-Boysen hatte die Flugschrift "Napoleon Bonaparte. Sein politischer Weg kurz dargestellt in Auszügen aus bekannten Werken der Geschichtsschreibung " im Frühjahr 1941 erarbeitet. Sie kursierte dann in Berliner und Münchener Widerstandskreisen. In "Der lautlose Widerstand" von Günther Weisenborn, Hamburg 1954, wurde der Text nachgedruckt!)
"Denn dieser Eine hatte ja in unserem Jahrhundert das Recht, dem einst auf St.Helena sitzenden Napoleon nachzusprechen: "Solange man von Gott redet, wird man auch von mir reden!" Die Unsterblichkeit des Auschwitzers, des Endlösers können nicht einmal der Sänger Flüche "ausradieren", nicht Heines:

Nicht gedacht soll seiner werden,
nicht im Liede, nicht im Buche -
dunkler Hund im dunklen Grabe,
du verfaulst mit meinem Fluche!

nicht Uhlands:

Dein Name sei vergessen,
in ewge Nacht getaucht,
sei wie ein letztes Röcheln
in leere Luft verhaucht ...."

(Rolf Hochhuth, Die Leiche im Keller)
"Ist die Weltgeschichte Zufall oder bloßer Unsinn?" (Arno Schmidt, Die Umsiedler)
"1.8.:'89": Die in DER SPIEGEL so hochnäsig belächelte "schule 8 u. 9" könnte schon "Bedeutung" haben!: Stellt Euch doch erst eine Frage, bevor Ihr "schnellfingrig" (Schmidt) mal wieder die voreilige, bequeme, zur Gewohnheit gewordene Formel herbetet: "Also was Der, der Schmidt, da schon wieder gemacht hat!" (Und das, was Er da gemacht hat, möglicherweise dann noch "korrigiert"!).
"Wer will wissen, was einzig schön ist, und wer kann es lehren? Und wer, was geistiger Natur ist, Grenzen setzen und Regeln dafür geben? O ihr trockenen, ledernen Alltagsmenschen, ersinnt immerhin Regeln! Die Menge wird euch loben für die dargebotenen Krücken, wer aber eigene Kraft fühlt, verlacht euch."
(Caspar David Friedrich)
Schau'n wir uns "schule 6" an, wo unten die "Maschin'nGewehre" steh'n:
"('L'École des Vieillards')":
"Die Schule der Alten", Komödie (1823) von Casimir-Jean-Francois Delavigne (1793 bis 1843).
"Dräi-dräi-dräi: Jaab's bei Issos Käilerräi!" ("Wenn er spielt Jäije - das iss so wie wenn wääint äiner!" ("Dann ist er aber auch fertig, ja?!" - "Näi, dann mäiht'er auf der anderren Säite!" (So Erinnerungen eines Fahrschülers))) - - : Es siegte Alexander über Dareios III.
Ko=domannos!
"-(?): was auf dem Börd huscht? 1 SilberFischchin, (daß die erst aus Amerika gekomm' sein soll'n, muß OKEN Andern erzähl'n!).":
Lorenz OKEN, 'Allgemeine Naturgeschichte für alle Stände', 13 Bde., Stuttgart (Hoffmann) 1833 - 1843.
(Dank dem "Hausgespenst"!: Damit kann's auch der dusseligste Hans-Eff Tee!)
"Das - heut erfreulich dünne - Amtsblättchen...:tz!: der Kollege, in Heide, hatte'n 13=jährijn Jungn, wegn 'ChausseeBeschädijung', zu 8 Tagn Gefängnis verurteilt?!"
13?: - Chaussee?: - "napoleonische Zeiten"! Vielleicht hatte Arno Schmidt diese Geschichte sogar aus jener Zeit - und auch hier gibts ja eine gewisse "Parallele": "N" und seine "Chausseen", "1.8." und die immer wieder, bis zum Erbrechen, herbeizitierten "Autobahnen" (Sehen Sie? - schon wieder!).
"'Echte Gemälde' oder Stiche: dieser Guide war ja ...!(dh Einiges wäre schon... -: ein schöner=früher SCHLOTTER, 'Hügel um Hildesheim'. GISELA ANDERSCH, 'Haus des Umsiedlers', Tempera."
"Tempera"! - genau!!: "temporibus servire - ex tempore - tempori cedere - tempus est!": Die Prosastudie "Die Umsiedler" von Arno Schmidt erschien 1953! - und damit gehen wir ganz kühn (Vetter "Schorse Kühn" aus Hohja!) zu:
"'EVGSB' - warum hatt'er, mit Kreide, gerade=diese Buchstabm auf d's Glas geschriebm?"
Glas iss für'n Durchblick!: Die EVG = Europäische Verteidigungs-Gemeinschaft (s. "Das steinerne Herz") war nur während eines ganzen Kalenderjahres aktuell: 1953! Und wenn wir unter "SB" ein "Siehe Brüssel" verstehen dürfen, kommen wir einerseits zu "'45" (dazu unten mehr, "POW" s.o.), und andererseits zu 1949 ("Brüsseler Verträge"), einem der "Schlüssel"-Jahre in "Die Schule der Atheisten".
Aus dieser "3er-Folge" hatten wir ja schon früher auf dieser "Seite" - ohne sie als solche anzusprechen - die Jahre 1853 (Tod Ludwig Tiecks, Entdeckung des Planetoiden "Proserpina") und 1963 (Tod Gustaf Grüngens', am 7. Okt.!) genannt, und werden sie jetzt hier anhand der 3er-Jahreszahlen des 19ten Jahrhunderts (merkwürdig viele Todesjahre!) ohne das oben schon erwähnte mal entwickeln:

  1. Stirbt Johann Gottfried Herder (*1744): "Bewahre mich, GOtt, vor Wundern!" (SdA 11)
    Tod Friedrich Gottlieb Klopstocks (*1724): "... umschwebt von zierlichen Metten,..." (SdA 42)
    Heiratet Friedrich de la Motte-Fouqué die Caroline Philippine v. Rochow, geb. v. Briest, (+1831), s.u. "1833"!
  2. Christoph Martin Wieland stirbt (*1733!): "'Ländliches Gehöft mit offenem Holztor am Seeufer'" (SdA 21)
    Wieland hatte den Diktator, der in der Person Napoleons dann tatsächlich erschien, aufgrund der politischen Entwicklungen nach 1789 für Frankreich vorhergesagt: "When the guillotine has done its work, they'll patch up the timbers into a throne." Weshalb "N", der davon wußte, ihn auch treffen und mit ihm sprechen wollte, als er im Herbst 1808 nach Weimar kam!:

  3. (1913: *Hans Egon Holthusen und Willy Brandt)
  4. Es stirbt der Papst Pius VII., der im Jahre 1804 Napoleon zum Kaiser aller Franzosen krönte.
    (323 v.Chr.: + Alexander d. Gr.)
    Und ein Dominostein, den Arno Schmidt in "Die Schule der Atheisten" wohl nicht "anlegen" konnte oder wollte, der aber in "Abend mit Goldrand" Verwendung fand (zum Dominostein in "Julia" komm'wa noch!): Diogenes von Sinope stirbt im Jahre 323 v.Chr.: Die 51 überlieferten Briefe (Paris 1873) sind unecht: "... den 7 Weisen Griechenlands." (SdA 159).
    "Die ersten Riesenfässer im Heidelberger Schloß wurden 1591 und 1664 angefertigt"!
    (1923: putscht jener "1.8." hier in München).
  5. Heiratet Friedrich de la Motte-Fouqué seine Albertine Maria Tode (s.o. im Zusammenhang mit Josephine Beauharnais!).
    Hier, bei den Fouqués, könnte einer der Ausgangspunkte für Arno Schmidts Idee mit den "Dominosteinen", mit der speziellen "Chrono"=Metrie, liegen: Der Dichter stirbt 1843, und auch seine vier Kinder haben im hier betrachteten Zusammenhang bemerkenswerte Lebensdaten:
    Marie Luise Caroline, (1803 bis 1864)
    Ohne Namen, (geb. und gest. 1834)
    Karl Friedrich Wilhelm, *1839 ('39 Geburtsjahr Kolderups und Beginn des Krieges von "1.8.")
    Friedrich Wilhelm Waldemar, (1843 bis 1921)
  6. Johann Friedrich Kind, der das Textbuch zur Oper "Der Freischütz" (1821! - dazu unten mehr!) von C.M. v. Weber schrieb, stirbt am 25. Juni.
    (Im Frühjahr 1943 Kapitulation der Deutschen in Stalingrad - s. Eintragung vom 25.Juli 05! Im selben Jahr *Andreas Baader)
  7. Wird in Harburg das Segelschiff "Kandace" gebaut.
    ("Aber machten denn diese beiden allein die ganze Kosmopolitenbande aus? - nein, es gehörte noch ein Schneider und ein Friseur dazu,..."*
    *Wahrscheinlich Anspielung auf Johann Schweighäuser (1753 - 1801) und.... (Karl Philipp Moritz, Andreas Hartknopf).
    Francois Rabelais, dessen "Gargantua", die Geschichte von Pantagruel's Vater, im Jahre 1534 erschien, starb 1553!: "Rabelais' Vater: iss auch Apotheker gewesn! Manche Biografen sagen allerdings 'Gastwirt'" (SdA 17)).
  8. William Makepeace Thackeray (geb.1811!) stirbt am 24. Dezember: "'Nichts ist geheim', hat schon Thackeray;..." (SdA 34).
    Am 29. Jan. wird Frederick Delius in Bradford geboren (+1934!).
    (Josephine Beauharnais wurde 1763 geboren wie auch Jean Paul!).
  9. Am 18.1.(!) stirbt Edward Bulwer-Lytton (*1803!): ISIS: "The Last Days of Pompeii" (1834!).
    Napoleon III., Kaiser der Franzosen (1852 bis 1870), geboren am 20.4.(!), stirbt am 9. Januar.
    (1773 ist das Geburtsjahr Ludwig Tiecks!)
  10. Siehe oben! (1983: *Cosmo Schweighäuser: 17+14=31!).
  11. Die Lyrische Komödie "Falstaff" von Giuseppe Verdi (1813 bis 1901), aus der das Motto für "Die Schule der Atheisten" stammt (SdA 1), wurde in diesem Jahr uraufgeführt.
    James Thorne Smith ("Cosmo") wird in Annapolis, Maryland, geboren (gest. 1934 im Alter von 41 Jahren!).
    "Satan und Ischariot" von Karl May.
    (1793: Tod des Karl Philipp Moritz!).

Diese "schule 6" (1+2+3=1x2x3=6!) hat's "in sich" - AN DEN GRENZEN DER SPRACHE! Mit den Jahreszahlen sind wir nämlich durchaus noch nicht am Ende:
"'Echte Gemälde' oder Stiche: dieser Guide war ja o..! (dh Einijes wäre schon o..-: ein schöner=früher SCHLOTTER, 'Hügel um Hildesheim'."
Ein erstes Jahreszahlen=Trio lesen wir heraus mithilfe des "Hausgespensts": "Dieses Bild von Eberhard SCHLOTTER, einem Freund von AS, ist n.i.. Es erscheint weder im 'Werkverzeichnis der Radierungen' (1969), noch in der Schlotter-Monographie von M.P. MAASS (1971)."
Daß die genannte Monographie 1971 erscheinen würde, hat Arno Schmidt zur Zeit der Niederschrift von "Die Schule der Atheisten" durchaus wissen können! - "71er Spiel": Im Jahre 1971 feierte Eberhard Schlotter die Vollendung seines 50. Lebensjahres - also *1921, womit auch das Erscheinungsjahr des Werkverzeichnisses denselben Signalwert bekommt (1769: nicht nur * Napoleon, sondern auch "Wie die Alten den Tod gebildet" von G.E. Lessing erscheint!)!
(Über die Kreis=chen und Punkte im obigen SdA-Zitat: o.. o.. = dräi dräi ("33"!) werden Sie im angekündigten Buch die notwendigen Hintergrundinformationen finden!).
Das für "Die Schule der Atheisten" so wichtige "'21" (Entstand der "Ulysses" von James Joyce nicht in '14 bis '21?) kann auf "schule 6" ganz leicht noch drei=mal entdeckt werden, ein viertes=mal auf "schule 7" (wieviele der versteckten Hinweise ich nicht fand, weiß'Ich natürlich nicht!):
Jaja; die mietenbildende Kraft des LandVolks! (SdA 6 u.).
"Hausgespenst" (Band 2, S.17): "Die mythenbildende Phantasie des Landvolks,...". Aus den einführenden Bemerkungen zu 'Der Freischütz' von Richard SPECHT. Hier erscheint zum ersten Mal in der SdA (wenn auch indirekt) ein Hinweis auf Carl Maria von WEBERs 'Der Freischütz' (1821), einer Oper, aus der AS im Verlauf des Buches noch häufig zitieren wird.
('Namen merkn';(:ob es tatsächlich 'verästltn Rauch' gibt, wie DÄUBLER im 'Nordlicht' behauptet?) (SdA 6 u.).
Theodor Däubler, Das Nordlicht, Band 1 von 1921, S.518 (Quersumme 14!), - erinnern Sie sich an das Zitat von S.158 im Kapitel "wormholes"?:
Tief unten, im schattigen, windstillen Tale,
Entstanden einst Hütten nach ländlichem Brauch,
Dort richten die Mütter soeben zum Mahle,
Denn über den Bäumen verästelt sich Rauch.
Hôhóo!:
BUTT .... -: was sagt'nn der geistreiche DÄUBLER dazu? -:?"
(Kolderup produziert aus d Tasche d 2 DünndruckBände des 'Nordlicht';(welche, zusamm'mit 1 SammelBand JEAN PAUL, seine Reisebiblio ausmachn). Der Professor öffnet 1 aufs G'rotewohl:? -
'denn oft wohnen Denker in marmornem Bau!-) (SdA 150 u.).
Das Nordlicht, Band 1, S. 185 (sic!):
Wie Inseln, umbrandet von schäumenden Wässern,
Erscheinen die Villen, in blühender Au,
Und bergen die Träume von Daseinsvergessern,
Denn oft wohnen Denker in marmornem Bau.
(Jaa - Napoleon und die von schäumenden Wässern umbrandeten Inseln!)
"Doch schweift der Sinn ....":

518
158
185

* 15.8. und + 5.5. und dreimal eins=acht! - klingt wie'ne Beschwörung! Die Summe aller Ziffern im Quadrat ist 2x21 = 3x14 = 6x7 = 42: Addieren wir 3x18 und 3x5, ergibt sich 69!: Und 1969 sind sowohl Butt als auch Schmidt 55 Jahre alt!

.......
Löst der Geist die großen Ordnungsknoten,
Hat in Euch sich Chaos aufgebäumt?

Und noch'n Gedicht:
O Menschheit, wie bist du mit Rätseln geschwängert!
Dadá, dadadá dadadáda dadáda:
.......

Zurück zu 2x21 = 3x14 = 6x7 = 42 ("In der Gnosis repräsentiert die Zahl sieben das Schicksal, im Märchen ist sie Ausdruck der Vollständigkeit" (Heribert Prantl, Otto Schily, der Verkannte, S.Z. 17. Sept. 2005)):
Many many millions of years ago a race of hyperintelligent pandimensional beings (whose physical manifestation in their own pandimensional universe is not dissimilar to our own) got so fed up with the constant bickering about the meaning of life which used to interrupt their favorite pastime of Brockian Ultra Cricket that they decided to sit down and solve their problems once and for all.
And to this end they built themselves a stupendous super computer which was so amazingly intelligent that even before its data banks had been connected up it had started from "I think therefore I am" and got as far as deducing the existence of rice pudding and income tax before anyone managed to turn it off.
...........
"O Deep Thought computer," he said, "the task we have designed you to perform is this. We want you to tell us..." he paused, "the Answer!"
"The Answer?" said Deep Thought, "The Answer to what?"
"Life!" urged Fook.
"The Universe!" said Lunkwill.
"Everything!" they said in chorus.
Deep Thought paused for a moment's reflection.
"Tricky," he said finally.
"But can you do it?"
Again, a significant pause.
"Yes," said Deep Thought, "I can do it."
"There is an answer?" said Fook with breathless excitement.
"A simple answer?" added Lunkwill.
"Yes," said Deep Thought. "Life, the Universe, and Everything. There is an answer. But," he added, "I'll have to think about it."
............
"Seven and a half million years our race has waited for this Great und Hopefully Enlightning Day!" cried the Cheerleader. "The Day of the Answer!"
............
"Tell us!"
"All right," said Deep Thought. "The Answer to the Great Question..."
"Yes...!"
"Of Life, the Universe and Everything..." said Deep Thought.
"Yes...!"
"Is..." said Deep Thought, and paused.
"Yes...!"
"Is...!"
"Yes...!!!...?"
"Forty-Two," said Deep Thought, with infinite majesty and calm.
(Douglas Adams, The Hitchhiker's Guide to the Galaxy).
Das Beispiel von "schule 7":
Jaja die ThalerWährung, (à 24 Groschen, zu 12 Pfennijn; ('6 Siebzehner'))
"Hausgespenst" Band 1, S.34: "Diese Einteilung galt bis zum Münzgesetz vom 30.9.1821."
So - bleibt noch das dritte von "schule 6" zu "erledigen":
Und gleich wieder der, altmodigen, elektischn Uhr zunikkn 3 44 : !; (Zeit in Zahlen).
Nich daß'Se denk'n, mit den Zahlen "3 44" käme ich nu' in Erklärungsnot: Dazu ließe sich schon einiges sagen, auch weil sie zu den Paaren 14-64 und 34-84 passen, aber das ist noch nicht "gargekocht"! Zunächst folgen wir dem Mitarbeiter am "Hausgespenst" Hans-Michael Bock - wir betrachten "verdammt Paralleles"!:
Wann wird es endlich Uhren geben, auf denen man klipp und flink 21/34 ablesen kann?! (StH).
!: ...? -:....! - Aber natürlich vertrau'Ich d'rauf, daß Arno Schmidt in "Die Schule der Atheisten" ganz bewußt, gezielt, absichtlich, mit der Hoffnung, auch dieser oder jener Leser würd's merken, auf diesen "Koprolithen" angespielt hat - den er vermutlich damals schon mit dem Gedanken an eine "Napoleon"=Erledigung dort "abgesetzt" hat - , also nicht nur steinernes "Herz"! Denn dieses hier aus "Die Vogelscheuche" von Ludwig Tieck - verknüpft bekanntlich mit "'34" - war ihm ja wohl bestens vertraut:
"Bedenke, daß an demselben Tage, an welchem das große Lissabon durch das ungeheuerste Erdbeben, von welchem die neuere Geschichte weiß, vernichtet wurde, die unglückselige Maria Antoinette in Wien geboren wurde. An demselben Tage, an welchem der zu strenge Hohenstaufe, Heinrich der Sechste, so viele seiner Vasallen in Italien, und unter diesen auch manchen nur halb Schuldigen auf grausame Art hinrichten ließ, sein großer Sohn, der zweite Friedrich, zur Welt kam."
Das Jahr "'34" hat schon eine besondere Funktion als "Weiche": Die Ermordung der Vasallen läßt in Verbindung mit diesem Jahr natürlich sofort wieder die Erinnerung an den schrecklichen "1.8." aufsteigen! ("Hall Freitod" (Harry Mulisch, Siegfried (Lesen Sie mal diesen Kurzroman - auch bei dem hat "Die Vogelscheuche" Pate gestanden)): "... jenes lederne Scheusal, jener Garten-Unhold, jener vogelscheuchende bairische Hiesel,..." (Die Vogelscheuche)): Der wurde in dem Jahr 45 Jahre alt - und '45 ist sein Todesjahr! Über die Zahlen 45 und 450 wurde im Kapitel "Die Tschei=Na - Konneckschn" ja schon ein Zusammenhang mit dem Artilleristen E.A. Poe hergestellt - "Fünfundvierzig" also nicht nur Zahl der größten "Rohrerhöhung" und damit "Reichweite", sondern wegen der Atombomben (Jeweils abgeworfen von einer "B 29" (sic!), auf Nagasaki am 9.8.: "8 und 9"!) auch Zahl der größten "Wirkung"!
Doch bleiben wir noch bei "Die Vogelscheuche". Es findet sich dort nämlich die "Wurzel" für "Exarch" - "ExArsch" - "HexArsch" (Was Edschmid recht war, sollte Timon d'Arsch billig sein! (" -:'and none can read the text, not even I; and none can read the comment but myself'. TIMON d'ARSCH.-" (SdA 139 o.).) Erinnern Sie sich bitte an Felix Dahn (*1834!) und "Ravenna"):
"Mit Hanswurst erfahren wir eine Lieblingsspeise des Volkes, und nennen noch traulich den Spaßmacher so; dummer Hans, Hans Dumm ist schon anstößiger, aber Hans - vereinbart mit jenem furchtbaren einsylbigen Laut, den man in der edlen Gesellschaft nie nennen soll, verletzt, zerschmettert, vernichtet und bringt auch den Stärksten aus seiner Fassung .... Sonderbar, in der Einsamkeit, unter Vertrauten, oder gar in etwas rohen Zirkeln, verliert dieser magische Laut wieder seine Kraft und seine Bedeutung,.... Aber, wie schon Zettel in der Sommernacht sagt: "Die Damen können so etwas nicht vertragen",...." (Aus dem Kapitel "Wunder. Magie." des "Vetter Martin": denken Sie an Martin Schmidt aus "AmG"!).
Und weiter im eigentlichen Text der "Mährchen-Novelle":
"Am auffallendsten aber betrug sich die geschminkte Witwe, die sogleich nach dem deutlich ausgeprochenen Zauberwort mit einem lauten Schrei in Ohnmacht gefallen war.../.../..., und da fuhr mir dann eine etwas unbedachte Aeußerung aus dem Munde, ein altes Wort, was den großen Anstoß gab und den Tumult veranlaßte, das aber auf diesen Lohbrenner, wie eigens für ihn gegossen, paßte.
Ein Wort? sagte Peterling erstaunt, wie kann ein einziges Wort eine so gewaltige Kraft in sich führen?....
Und von dem Theil, den gemeines Volk unpassend und grob zum Schimpf erniedrigt, und den im Gegentheil unser Wieland in Idris und Zenide so lieblich und schalkisch besungen hat, den die höchst gebildeten Griechen selbst in Statuen verherrlichten, geht das unsägliche, herzbrechende Elend von vier Liebenden aus.....
Das ganze Feenreich wurde ernsthaft und zitterte für mein Schicksal, und - da fuhr mir ein Schimpfwort heraus, ein abscheuliches, welches ich in dem niedrigsten Zirkel der Sterblichen gehört und mir eingeprägt hatte, welches mein Elend entschied. Ach! darin sind wir wie die Kinder der Sterblichen, dergleichen Unanständiges behält man gar zu leicht und wendet es nur gar zu gern wieder an. Ach! weißt Du denn, lieber Rohrdommel, die gräßliche Geschichte,....
Ich kenne wohl das Wort, sagte Rohrdommel,...."
" -(?): ja; so'n Duzznd Chinoiserien; (soga alte=ächte) - :tz; Ihr hetzt Mir sämtliche diesbezüglich'n RohrDommln auf'n Hals!" (SdA 106 u.).
Was mit einem Kunstwerk passiert, in das eine Fee, wie eben auch "Rohrdommel" eine ist, "hineinfährt", ist ja Thema von "Die Vogelscheuche"!
"'m'Arsch der finnischen Reiterei" fällt mir unweigerlich ein - da sowieso noch eine Wieland-Quelle betrachtet werden muß, setzen wir den von Ludwig Tieck erwähnten Riemel von dem gleich hierher:

Wie wenig fällt in diesem Augenblicke
Der Nymf' ein Argwohn ein, daß sie verrathen ist,
Und daß, durch Amors Hinterlist,
Was Zefyr nur bisher gesehen und geküßt,
Das unbescheidne Aug' von einem Mann entzücke!
Hier, lieben Leute, zeigt sich eine kleine Lücke
Im Manuskript. - "Warum denn eben hier?" -
Das weiß ich nicht, allein wer kann dafür?

Die Unterstreichungen sind von mir - soviel Plattdeutsch wird ihm wohl geläufig gewesen sein! Von Nymphen, Sylphen, (sogar von Centauren) ist in dem romantischen Gedicht die Rede - ham'Se die in "Die Schule der Atheisten" schon entdeckt?:
MARJORIE (trumphbewußt): "Sie flehte ständig=nur um die 1 Gnade: zu einer Lampe werdn zu dürfn;: um immerdar vor dem HochAltare zu leucht'n! - Diese Bitte ward Ihr gewährt..."
CHADBAND: "Das Wunder ist unbezweiflt. -: Ich habe DIE Lampe sèlbst=gesehen! -:DÀ! -:BITTE! -:!"

(denn Marjorie erscheint; id Händ'n 1 treu=herzich ÖlLämpchin: -.- Sie stellt es, behütsamst, auf eine Kante des FreßTisches: -!- . -(Um=blikknd) : 'Das ìst Sie.-'./(Worauf doch=Alle, irr'dWind'wie 'beeindrukkt'...)/ -: das LammpnFlämmchin fängt aber auch an, sich Zoo=bewegin; 'wirrt unru- h(l)ich'.../....
DIE FLAMME (beginnt plötzlich, unter feinem SingGezisch, sich zu verlängern, -, bis sie mantlblau ist, mit einer spitz'n grauweißn Seele, ^ , Sie nickt 2 Mal, bedeutsam mit der Spitze: ´´ - Und sinkt dann auf ihre ursprüngliche Größe zusammen,....
MARJORIE (haucht): "... das hat SIE noch nie gethan! -" (SdA 177 m.).
EINE TASSE THEE ERSCHEINT (die Tasseté spricht): Also der CHADBAND hat Sie wirklich=ä o.o"
(SdA 250 m.).
"Weil er nun dießmal nicht glücklicher war als vorher, so begab er sich wieder in das Cabinet mit dem Ruhebette, zog seine Kleider aus und war im Begriff, sich niederzulegen; als eines der unvermeidlichsten Bedürfnisse der menschlichen Natur ihn nöthigte, sich unter dem Bette umzusehen. Er fand wirklich ein zierliches Gefäß von Krystall, an welchem noch Merkmale zu sehen waren, daß es vor Zeiten zu einem solchen Gebrauch gedient hatte. Der Prinz fing an es mit Pomeranzenblüthwasser zu begießen, als er, o Wunder! das krystallene Gefäß verschwinden und an dessen Statt - eine junge Nymphe vor sich stehen sah, die so schön war, daß er in einem wundervollen Gemisch von Schrecken und Freude auf etliche Augenblicke das Bewußtseyn seiner selbst verlor.... "Lassen Sie sich's nicht verdrießen, einer jungen Fee einen Dienst gethan zu haben, die ein barbarischer Eifersüchtiger über zwei Jahrhunderte lang zu einem Werkzeuge der niedrigsten Bedürfnisse gemißbraucht hat." .../.../...
"Herr Biribinker, rief ihm der Kürbis zu, ein ander Mal seyen Sie so gut und schauen ein wenig unter Ihre Füße, eh Sie einem ehrlichen Kürbis auf den Nabel treten.... Er ließ sich durch eine Anzahl Salamander einen Palast darin erbauen, und damit sie ihn nicht verrathen könnten, so verwandelte er sie, nebst mir, in eben so viele Kürbisse, mit der Bedingung, es so lange zu bleiben, bis der Prinz Biribinker uns unsere erste Gestalt wieder geben würde. Ich war der einzige von allen, dem er den Gebrauch der Vernunft und der Sprache ließ,...."
(Christoph Martin Wieland, Die Abenteuer des Don Sylvio von Rosalva).
Ein mit der Flamme Signale gebendes "ÖlLämpchin" und die sprechende "Tasseté" - Zauberei, Feen=Reich!
Jáadoch!: - Ich komm'schonn'och zum Angekündigten - jetz' iss'oweit: Betrachten Sie bitte das erste Wort der Überschrift dieses Kapitels und bilden ein Anagramm durch einfache Umkehrung der Buchstabenfolge: XIV - Vierzehn! Ein im ZahlenWust meiner meschuggenen Deutungsmethode nicht unwichtiges Element in "Die Schule der Atheisten", und da Dr. MacIntosh und auch D. Martin Ochs sowie Moni Raditsch, wie wir wissen, viel Freude am Spiel dieser Art hatten, kommen wir zum Beispiel einer Anagrammbildung aus uralten Zeiten: Den Römern galt die Zahl "Siebzehn = XVII" als fatidique, weil sich aus ihr das Anagramm "VIXI = vixi = Ich habe gelebt!" bilden läßt, und da Suse Kolderup 17 Jahre alt ist - mußte der Schmidt das denn so deutlich und ausführlich schildern? (Wird so Manch=er und Manch=sie gedacht/gesagt haben) - ....:? ...:!! - - (Kopfschütteln!).
Und jetzt die Überschrift nochmal im Ton der Empörung oder wie ein Verzweiflungsschrei - - - : `!´ - :jáa! wùndabáa!! (Kenn'Sie das?: "Und aus der Isar steiget der weiße Neger Wumbaba"): "Ich glaub' Es hackt!" würde mein alter Freund Lothar jetzt sagen!
Tjaah - und dann noch der in "Julia, oder die Gemälde" einsam herumliegende Dominostein (wie das Faß in "Abend mit Goldrand", wobei ich den dringenden Verdacht hege, das die dazugehörige Ann'Ev' ihr Dasein auch den "Dominostein"=Studien des Herrn und Meisters verdankt und aus "Die Vogelscheuche" stammt!):
NINO (angeblich ein SonntagsSohn; sieht man'm ooch nich an) das haarichte Haupt modisch ungekämmt, gähnend zwischen Sein und Nichtsein; er grüßt weder beim Gehen noch beim Sitzen, ('lieber tot als höflich'), .....
RAUCH (begütigend; ....: ".... - und so träge ist er die zwei letzten Tage doch gar nicht gewes'n -" (er weist auf Nino's Computerlein: - )
NINO (....): "...."
(Er wendet sich, ohne weiter auf 'den Alten' zu achten, an Ihering - (der ihm die Hinrichtung des VEGA=HÜLSSE von 1849, der oftgerühmten großen LogarithmenTafel, empfohlen hat, als das zunächst einzige Mittel, den Rebellendrang der Halbwüchsigen in Arbeitslust zu verwandeln) - ....

Diese Geschichte mit NINO und seinem "Computerlein" ist mir gleich beim ersten Lesen unangenehm gewesen, erschien mir irgendwie "unpassend", ja beinah' etwas peinlich - aber deuten kann'Ich das damit verbundene unklare, dumpfe Gefühl nicht! Mit dem Interesse, das Arno Schmidt an Logarithmen hatte, sind die Leser seiner Werke ja früh schon von ihm bekannt gemacht worden:
Arm um die Schultern: "Unser Haus hat eine Seele bekommen." (=Bücher. Cicero.). Sie neigte sich und fingerte und las: Cooper, Wieland, Jean Paul: Moritzcervantestieckundsoweiter. Schopenhauerlogarithmentafeln. "Wie das?" (Die Umsiedler, erschienen 1953).
Und spätestens seit Erscheinen von "Wu Hi?" konnte das Maß der wohl zugrundeliegenden - ja - "Besessenheit" auch eingeschätzt werden. Damit ergab sich nach meinem Empfinden aber noch immer keine zureichende Begründung dafür, daß dieses eigentlich doch nur biographisch wichtig erscheinende Element von Arno Schmidt so breit und ausladend in "Julia, oder die Gemälde" abgehandelt wurde:
"Neben der schematischen, ja stumpfsinnigen Tätigkeit frönte Arno Schmidt seiner Leidenschaft der Präzisierung und Stellenerweiterung der dekadischen Logarithmen. Im Schubfach seines Schreibtisches - das meist einen Spaltbreit offen stand und bei "Feind"-Annäherung, d.h. bei Annäherung eines Vorgesetzten, rasch zugeschoben wurde - lagen Logarithmentafeln und Rechen-Unterlagen griffbereit; die kleine, von Hand betriebene Rechenmaschine brauchte er nicht zu tarnen oder zu verstecken, da sie ihm auch für seine "legale" Arbeit zur Verfügung stand." "Diese verteufelte, diese verdammte - ein Pfahl im Fleische! - Logarithmentafel! Hunderte von Stunden hat sie ihn gekostet!" (Johannes Schmidt).
"Schmidts Arbeit an seiner Logarithmentafel erinnern Niehausens nicht; wohl aber seine mechanische Rechenmaschine Marke "Archimedes", die er für 50 Reichsmark den Greiff-Werken abkaufte, als diese ihre alten Maschinen gegen elektrische austauschten."
Der im Laufe der Zeit wegen der zunehmenden Erkenntnisse geschärfte Sinn für die Bedeutung und das Gewicht gewisser Aussagen Arno Schmidts - "Wer die Sein=setzende Kraft von Namen, Zahlen, Daten, Grenzen, Tabellen, Karten, nicht empfindet,..." (StH) - mußte anläßlich einer Wiederholung der Lektüre von "Julia, oder die Gemälde" schließlich "Signal geben" bei der Jahreszahl "1849" - und in Verbindung mit dem Wissen, daß Arno Schmidt im Jahre "1934" Zugang zu Rechenmaschinen bekam, eine Untersuchung im Rahmen der "Jahreszahlen=Theorie" empfehlen:
Lord Napier, geboren 1550 auf Merchiston Castle bei Edinburgh und 1617 dort gestorben, erfand im Jahre 1614 nahezu zeitgleich mit Jost Bürgi (gest. 1632!) die Logarithmen, und dann kam noch dieses:
"Für Leibniz waren die Differential- und die Integral-Rechnung Schritte auf dem Weg zu seinem jugendlichen Traumziel der "Characteristica universalis", eines Denk-Kalküls. Aber zu diesem Ziel hatte er noch einen ganz anderen Weg eingeschlagen: er hatte nämlich Pläne für eine Rechenmaschine, die wohl schon aus dem Jahre 1671 stammten, auf die Reise nach Paris mitgenommen, in der Hoffnung, dort Handwerker zu finden, die ihm diese Maschine bauen könnten."
(Hans Kaufmann, Die Ahnen des Computers).
Oijóijoijoi! Jetzt schießt wieder einiges zusammen - in "Die Schule der Atheisten" ist doch vom englischen Dichter George Gordon Noel Byron die Rede:
"Sie habm's nöthich, Uns ein 'possierliches niedrijes Zutrauen auf Engl & Geister' vorzuwerfn: ist Ihn'n bekannt, daß LORD BYRON - (also 'Einer von Ihrer Sorte'!) - lebmslänglich, in einer Kapsl, auf dem nakktn Körper, ein Amulett getragen hat?: einen 'TeufelsPakt zwischen Satan & Salomo'!; der den Träger vor Teufels Tükkn schützen sollte! -:?! -" (SdA 159 u.).
!Von dem komm'Ich glatt zu!: "Nachdem er alle ihm zugänglichen Informationen über den Fürsten der Finsternis ausgewertet hatte, stieg der Schüler der Alpington-Akademie nachts auf einen Dachboden der Privatschule, schnitt sich in den Finger und zog mit dem Blut einen Kreis auf den Fußboden: "Im Zentrum jenes zauberischen Kreises" wartete er, ob sich Luzifer nun als "Eule, Rabe, schwarze Katze oder ein Mann mit Pferdefuß" offenbaren würde - " - - - :?
-: "Vix...!! - wieso Das!"
Ganz einfach - weil Butt, der bekanntlich auch 'nen Zauberkreis in'n Sand malte, auf "schule 240" eine rätselhafte Bemerkung macht:
"...; und Ich hatt'Mich zu gebärdn wie Lovelace der Schlimmere; (tz da iss Mir n'mal ein Quid pro Quo unterlaufn ... Ich weiß nich, ob's id Mattematik den Begriff der 'gestörtn Nummer' gibt?; ..."
Jetzt tut's langsam weh im Kopp - wà? - Nun, der blutende Finger gehörte dem späteren Mathematiker Charles Babbage, geb. 1791 ("'91"!) und gest. 1871 ("'71"!), der wegen seiner Rechenmaschinen-Projekte bekannt wurde - "According to Babbage's accounts, which vary somewhat, the impetus behind the invention of his first machine, which he called the Difference Engine, was the need to produce error-free numerical tables of various kinds, a task that seemed beyond the capabilities of fallible human beings. As skillful and inventive in practical matters as in theory, by 1822 he had constructed a small model that worked well enough to prompt him to write an open letter to Sir Humphrey Davy, then president of the Royal Society, in which he also mentioned that he had thought of several other types of machine as well, suited for different types of mathematical computation."
(Dorothy Stein, Ada A Life and a Legacy).
In den Jahren 1832 ("'32"!) bis 1834 ("'34"!) entwickelte Charles Babbage die Pläne für seine durch Lochkarten gesteuerte, programmierbare Rechenmaschine "Analytical Engine" und lernte in dieser Zeit, nämlich am 5. Juni 1833 ("'33"!), Augusta Ada Byron kennen, die am 10. Dez. 1815 geborene Tochter des Dichters Byron! Diese nun heiratete am 8. Juli 1835 einen gewissen Lord King, durch dessen Ernennung zum Earl of Lovelace am 30. Juni 1838 sie zur Countess of Lovelace wurde. Im Sommer 1840 begann sie mit einem Mathematik-Studium bei Augustus De Morgan und entwickelte zunehmendes Interesse an Babbage's Rechenmaschinen. Sie übersetzte eine Studie des Italieners L.F. Menabrea, "Officer of the Military Engineers", die im Jahre 1843 ("'43"!) unter dem Titel "Sketch of the Analytical Engine Invented by Charles Babbage, Esqu." erschien, und hatte wohl auch unmittelbaren Einfluß auf die Entwicklung dieser nie verwirklichten Rechenmaschine:
"She exerted an encouraging and stabilizing influence on Babbage ... She set out to study his designs for the analytical engine in depth, filling in any blank spots by pulling them out of his head in conversation ... , she published everything in a long series of "Notes" entitled "Observations on Mr. Babbages Analytical Engine" ... and Babbage himself said she "seems to understand it better than I do and is far, far better at explaining it" .../.../... and assured me that in it she had produced a sophisticated and polished computer program - the first in the world - and that no comparable, similar, or related work existed, either published or among her papers, leading up to or following this unique achievement."
Weil wegen der allgemein "reduzierten" Lebensbedingungen im Ei=Dèr-Reservat ein Logarithmentafeln korrigierender Schlaumeier dort nicht gut untergebracht werden konnte (denken Sie z.B. an die Versorgung mit Batterien für den Kleincomputer!), hat Arno Schmidt diesen Dominostein dann eben in "Julia, oder die Gemälde" abgelegt! - Und jetzt hab'Ich auch keine Probleme mehr damit!
Wie können Sie erwarten, daß der flüchtige, unachtsame und ungefähre Blick, den die Gleichgültigkeit auf einen Gegenstand wirft, so viel an ihm entdecken oder die Grade seines Werthes so richtig bemerken soll, als der Affect, der ihn mit der äußersten Aufmerksamkeit von allen Seiten und Gesichtspunkten betrachtet?
"Aber die Einbildung, die sich unvermerkt in seine Beobachtung mischt - "
Belieben Sie zu bedenken, mein Herr, daß nur ein verrückter Mensch seine Einbildungen für Empfindungen hält. Warum wollen Sie lieber auf einer Voraussetzung bestehen, wodurch Sie die Gesundheit meines Gehirns verdächtig machen, als bekennen, daß es eine Sache geben kann, die ich besser kenne, als Sie, oder die zum wenigsten mir aus guten Ursachen anders vorkommt, als Ihnen?

 

 

 

 

nach oben

15. Dezember 2005

Sie könn'n's mà gloobm!

  1. So spricht der Scheich, der Preiswürdige,
    Einzige,Abu Mohammed Elkasem, Ben Ali Ben
    Mohammed Ben Othman, Hariri von Basra:
    Gott! Dir danken wir, wie für jede Habe,
    also auch für die Redegabe.
    Lenke, wie unsern Schritt,
    auch unseres Schreibekieles Tritt,
    daß er nicht walle die Irrbahn
    und nicht falle in Wirrwahn!

    (Friedrich Rückert, Die Makamen des Hariri)


  2. Eine 'Geliebte mit Holzbein', in SCHMIDT's
    'Umsiedlern' - (die freche Ruchlosigkeit des
    Scharlatans besteht ja darin, daß er Worte
    zusamm'setzt, die völlich unmögliche Operati-
    onen des Geistes, wie des Leibes suggerieren!)

    (Arno Schmidt, Abend mit Goldrand)


  3. "Vers=tees Du ihn, mein Kint?"
    Aber die schüttelte sich auch nur,
    als hätte sie's länxd auf=gegeebm.
    "Hoffnunx=los."
    Kleinpause.
    "Aber mein'n tut er was! - "

    (Arno Schmidt, Kaff auch Mare Crisium)


Sicher tut Er was meinen!: Wenn es auf "goldrand 195" heißt: "nu was denksDe: was iss '......ichtat......papo.....'?";(laß sein, kommsD nich drauf. -
(Jeder der "Punkte" ein "Kreis=chen"!: o ) - dann wer'CK mir'n Kopp nich zerbrechn! Aber bei dem hier von "goldrand 33":

(Martina erhebt sich so unvermittelt=
resolut .oo -/(Grete): 'Wo wills'D'nn
hin?'/:'Bloß ma sehn, an was ich
denk'. ':-/o..o.....o..o...oo/
Kehrt langsam, tief in Gedankn, zurück.

muß Ich mir doch "Gedankn machen"! In der Folge von achtzehn (18!) Punkten erscheinen sechs als "Kreis=chen" - also gerade soviel, wie ich Buchstaben brauche um MARTIN zu schreiben. Und da Martina auf dem gekachelten Fußboden des Bades sehen wollte "an was" sie denkt, fiel mir "Stein von Rosette" ein (Gefunden 1799 von Boussard, "commandant" in Napoleons I. Ägypten-Armee, in der Stadt Rosette (arab. Raschid) im westlichen Nil-Delta - in dem Jahr erreichte J.W.v. Goethe bekanntlich das Alter von 50 Jahren! (Er kannte sich nicht wieder und erschrak, als die Schöne das Fenster öffnete, ihm die magische steinerne Tafel reichte und die wenigen Worte sprach: "Nimm dieses zu meinem Angedenken." - "Wie der Wahnsinnige beim Anblick des Wassers sich entsetzt und das empfangene Gift noch giftiger in ihm wird, so geschieht es mir bei allen eckigen oder gezogenen Figuren, bei jeder Linie, bei jedem Strahl, alles will die inwohnende Gestalt entbinden und zur Geburt befördern,..." - "Mein Sohn, mir schaudert recht im Herzen, wenn ich die Lineamente dieser Steine betrachte und ahndend den Sinn dieser Wortfügung errate;..." (Ludwig Tieck, Der Runenberg, 1802)) - trage ich also die Buchstaben M,A,R,T,I,N in dieser Reihenfolge für die Kreis=chen ein, läßt sich das übrige zu

MON-AMOUR-ERRAT-STEIN

vervollständigen! (Nich wie in "errat tempora circum manes" - von "erraten"!).

Muß mich zusammennehmen; sonst komm' ich noch auf die tollsten Einfälle. Durch 'Infektion'.
(AmG 186, "Pharos").

Wegen einer interessanten Beobachtung, die Martina machte 

MARTINA (spielt sich unterdessn nebm Olmers. Laut): "Notier Dir ma für die Bibliografie: PFAFF Band ii, sind die Seiten 959 und 960 je zweimal gezählt".
(AmG 133).

muß ich nochmal auf Seiten="Zahlen" zurückkommen - 'das sei eine ganz dunkle & umstrittene Sache' (AmG 197):

A&O: "Ich leg nur schon immer den aufgeschlagnen DÄUBLER auf's Fensterbrett: daß der Mond drin les'n kann -";(und d Seite beschweren mit dem MessingGewicht, 125 g ooo)

MARTINA (gleich eins davon Ann'Ev' zeigend): "Kuck ma: iss das nich süß?; diese Kränzchen aus eingeschlagenen AichMark'n - (von 1921 an, bis '67; alle Jahreszahlen (dh die ungradn ja nur)) - ach: was mögn die für Zukker abgewogn habm!"
(AmG 77).

Ich zukk' zusamm'! - die = 495:

Der Jünglingsmensch war überglücklich, als er fühlte:
Ich trage zartverknüpft das Weltall im Verstand;
Er wußte nur, wieviel sein Lichtgefühl bespülte,
Und daß er holden Sonnenstolz in sich empfand!

Und was aus seinem Innern sich zur Klarheit wühlte,
Fand stets in der Erinnrung ruhigen Bestand,
Und wenn er sich im Walde mit seinem Weibe kühlte,
Was er auch tat, Erfahrung ging ihm sanft zur Hand!

Am liebsten blickte seine Seele in die Ferne,
Und einer Tiefe Widerspiel war ihm die Nacht:
Er wählte, zählte oben seine Lieblingssterne
Und hat die ruhigen zu Freunden sich gemacht.

Doch einen goldnen sah er ganz besonders gerne,
Denn stets hat der vom gleichen Fleck ihn angelacht:
Er wollte, daß sein Weib zum gleichen Lichte lerne,
Und da ist beider Treue hold und voll erwacht.

Erste AichMarke von 1921, und die nächste Aichung hätte 1969 stattfinden müssen! UND: "Wiege"=Gewichte von 125 g gibbes doch gaa'nich - sin'doch gestükkelt wie's Geld: 5, 10, 20, 50, 100, 200, 500! Also iss 125 - behaupte ich ganz frech - ein Hinweis darauf, was der Mond lesen soll, und so schlage ich Seite 125 vom Band 1 "Das Nordlicht" auf:

Dir, Artemis, der Erstgebornen
Von Letos hohem Zwillingspaar,
Dem reinsten Weib, dem zuchterfrornen,
Bringt mein Gemüt den Nachtsang dar.

Dein Speer, der Silberpanzer blinken.
Auf wildem Schimmel, ohne Zaum,
Die Halbmondfackel in der Linken,
Durchschweifst du hell den Sternenraum.

...............

Sie sprengt den Troß, der sie begleitet,
Erzürnend ins Getümmel ein:
Soweit das Mondgewölk sich breitet,
Ergrellt der Kampf im Fackelschein.

...............

Der Himmel muß als Mond erscheinen:
Er hat das Sternenall erstreckt,
Denn hinter Federn und Gebeinen
Liegt nun der Kampfplatz weiß versteckt.

Hoch oben jagen Kraterschlacken,
Von Silbersäumen sacht umhellt,
Und kahl bestarrt von Mondlichtzacken,
Vergraut ein fahles Totenfeld.

Ereist, zergrellt besteht der Himmel:
Ein Mond eroberte ihn ganz,
Und siegreich flicht das Jagdgewimmel
Sich seinen Rieseniriskranz.

.................

Gleich Pfeilen von entspannter Sehne,
Als Lichtbild, herrlich die Idee:
So tritt aus Nebel jetzt Selene,
Ganz Hellas glänzt in Silberschnee!

Das Mondlichtnetz umschlingt uns wieder!
Der Himmel träumt sich wolkenfrei,
Und Leleithia steigt hernieder:
Sie hilft des Nachts von eins bis drei!

Stets westwärts wehn die Jägerscharen,
Im Mond Muchion übers Meer:
Wie sie Italiens Strand bewahren,
Fliegt flinker noch das freie Heer.

..................

Ich weiß was Sie jetzt denken: Kommt der Narr doch, nachdem er einen "Dominostein" (Faß! - "Carry me out and bury me!") in "Abend mit Goldrand" gefunden zu haben glaubt, schon wieder mit sowas an! Also - - -:.....!

Wie lieblich um meinen entfesselten Busen der holde Wahnsinn spielt!
Wer schlang das magische Band um meine Stirne?
Wer treibt von meinen Augen den Nebel .......?
(Christoph Martin Wieland, Oberon).

O.K.: Wenn es sich um "Abend mit Goldrand" handelte, müßte ich Tanndte Heete's Frage "Vers=tees Du ihn?" mit klarem Nein beantworten - kann mir keinen "Vers" drauf machen! Für "Die Schule der Atheisten" habe ich eine Antwort: "Absage" an, "Abrechnung" mit Napoleon I. - "Anti"=Massenbach - , genauso wie für "Kaff auch Mare Crisium": Bewältigung der Katastrophe eines Scheiterns am "Lilienthal"-Roman=Projekt, "Abgesang" auf dieses. Eine interessante Arbeitshypothese verfolge ich im Zusammenhang mit "Seelandschaft mit Pocahontas" - aber "Abend mit Goldrand"?: "Null Ahnung"! Aber glauben Sie mir, es wird sich was finden lassen, irgendwas in der Art, wie es zu "Kaff auch Mare Crisium" in "Abend mit Goldrand" vorliegt: Auf "goldrand 58" gibt es einen ersten Hinweis auf "Lilienthal":

(Wieder unten, in A&O's Zimmer. /SCHROETER's RiesenFernrohr, der alte Stich vom TISCHBEIN: 1=Minutn=Gedanknspiel, 'Mit ANN'EV' id FachwerkTurm, der als Stativ etc fd Instrument diente; selenotoPograpschige Fragmente, (oder gar aphro=dito=grAffige),...).

Fast 100 Seiten weiter, auf "goldrand 153" unten, kommt ein zweiter:

A&O hat ooch wieder 4 soiche Broschür'n vor sich liegn! - 1).......
- 2) vergleicht er J.H. SCHROETER's 'Beschreibung des Lilienthalischen 27füssigen Telescops' (?: fast immer angebundn ad 'Aphroditographischen Fragmente' von 1796), mit.....

Kurz danach, auf "goldrand 154" oben, folgt:

Oder eben auch was die Konstruktion, das 'Gerüst', anbelangt: ich meine, HOFFMANNS's 'Prinzessin Brambilla' ist imgrunde genau so ein ZweispaltenBuch wie 'Kaff';....

Iss wohl klaa - Ich halte diese "Nähe" nicht für Zufall, so wie ich die schon angeführten Zusammenhänge mit "Die Schule der Atheisten" nicht für einen solchen halte! Eines ist doch sicher: Nach jahrelangem Zusammensuchen, Sammeln, "Einheimsen" von "Material" für die "Novellen-Comödie" wird schließlich bei Gestaltung und Niederschrift manches aus der ungeheuren Menge sich als nicht geeignet herausgestellt haben (z.B. Ann'Ev''s "Faß" oder die "Logarithmen", die in "Julia, oder die Gemälde" unterkommen mußten) oder wegen sonstiger, verschiedenster Gründe nicht verwendbar gewesen sein. Möglichst vieles vom Übriggebliebenen dann in eine "MärchenPosse" einfließen zu lassen, war nicht zuletzt "ökonomisch" sinnvoll. Daß Arno Schmidt diese "Bausteine", immer gekennzeichnet durch "Zahlen", in großem Umfang für "Abend mit Goldrand" nutzte und sie dabei nicht nur nicht "tarnte", sondern durch fleißiges Nennen der zugehörigen Zahlen geradezu "markierte", um dem Leser den Zugang zu erleichtern, ist doch wohl alles andere als abwegig:

(AmG 111).
unerschöpflich haltn solle!"
72 bezeichnet: daß er ihre Bibl'othek für
se besitzt, hintn uff'm Rükkn mit Nr. 3471 u.
fangn; und hat die beidn einz'jen Bücher, die
"Stell Da vor, die Ulrike will mein'n Boy

MARTINA (kauend): "Leidlich flau. Keine der von Ensisheim zu vergleichn; (die TIECK's 'Vogelscheuche' belebte)."; (Aber): "In der 'Martina' hab'ich dén Cometn gefundn: läßt sich der bestimm'm?"
(je nun. -/(J.CHR. NÜRNBERGER, 'Astronomische Abendunterhaltungen auf einem Waldschlosse'; Berlin 1831)/ - '2. Hälfte 13. Jahrhundert'? Da'ss in den 'Berliner Tafeln' n gutes Dutznd angegebm; der auffälligste wohl der von 1264, der 4 Monate lang sichtbar gewesn sein soll....)
(AmG 116).

"Du, das mit dem Kometn von 1264 wird woll doch nich stimm'm: er sagt, an einer Stelle, er sei 33 1/2; das heißt aber, wenn die 'Martina' um 1293 geschriebm sein sollte:......"
(AmG 117). 

Eines wunderbahren Kornstengels
Mit etlichen Zwantzig Aehren,
Welcher allhier in Sachsen, ohnweit Mügeln,
Bey dem Dorffe Krostewitz,
Auf dem Felde, nahe an der Straße,
Den 21. Jun. dieses 1741sten Jahres,
Angetroffen und gefunden worden,
So noch biß ietzo ganz frisch stehet,
Und biß zur Erndte-Zeit bewachet wird...
(AmG 140).

...: der Alguacil...., außer Dienst abergläubisch bis zum Exceß: seine Wärmflaschen durften nur mit erhitzten Kirschkernen gefüllt werden; gegen Gicht sind 14 (oder 21) Kastanien (aber vd rotblühenden Sorte) id Hosentaschen zu tragen,.....
(AmG 196)

Und jetzt komm'Wa zu einem besonders interessanten Dominostein, dem Zauberspiegel der Ann'Ev' ("goldrand 145" ff.), mit dessen Herkunft uns Günter Jürgensmeier schon im Mai 1982 bekannt machte: "Faust in der Geschichte und Tradition" von Carl Kiesewetter aus dem Jahre 1893 (sic! - BB 61-62, S.21 ff.). Auffällig ist, daß offenbar weder der olle Kiesewetter noch Herr Jürgensmeier sich fragten, welche Bedeutung denn die Anordnung der Ziffern 1 bis 9 im Quadrat haben mag, und letzterer wohl auch keine Überlegungen darüber anstellte, was Arno Schmidt an dieser Geschichte denn so faszinierte und ihn bewog, sie zu verwenden (Lesen Sie dazu doch mal die Märchenerzählung "Der Pokal" von Ludwig Tieck, erschienen 1812 im "Phantasus"!):


In "Abend mit Goldrand" finden wir's um 90° gegen den Uhrzeigersinn gedreht


und vermuten mal, daß Arno Schmidt damit die Aufmerksamkeit des Lesers allgemein auf "Anordnung" lenken wollte (Er konnte davon ausgehen, daß über kurz oder lang jemand auf die Quelle stoßen würde!) und andererseits auf die "7", die ja bei den Signalflaggen dann wieder eine Rolle spielte, und sie deshalb in die Position "1" rückte. Daß Er sich für das Geheimnis dieser Zahlen interessierte, halte ich für sicher!:

"Du gestehst aber mit alldem ein: daß Du ein (meintwegn literarischer) Sklave jedes dunklen Wortes seist. Und außerdem von einer AllNeugier, die noch viel schlimmer iss, als jede Allwissnheit."
(AmG 119)

Ja - da müssn wa uns auch damit auseinandersetzen: In das bei Kiesewetter angegebene Quadrat malen wir mal ein "S" hinein (Sanctus Schmidt Satanas SEX Sechs Sekt ... :?: - Ja!: auch Suff!), beginnend also bei Sieben -


und da fällt uns die untere Zeile auf: 1 und 8 (1.8.!) und 18 ("S = 18. Buchstabe bei der Rubricierung"), Seite 518 in "Das Nordlicht" von 1921 (!), und, in Richtung der Schreibung des "S" - 815 : Aug. 15. (* Napoleon!). - (Nee - nich 08/15! - - (?): oda filleicht doch?).

In dem (von Schmidt) "gedrehten" Quadrat


sieht's dann aus wie eine Leseanweisung für "goldrand 110" bis "goldrand 113"! 

"Die Figuren, welche durch verschlungene Rechenexempel gebildet wurden, jede einzelne Ziffer darin, schwebte ihm deutlich vor der Seele." (Es ist vom Schüler Ludwig Tieck die Rede!)

Die Zahl 123456789, deren Ziffern im Quadrat des Zauberspiegels in einer nicht ohne weiteres deutbaren Reihenfolge stehen, hat sehr merkwürdige Eigenschaften, und für die Anordnung ihrer Ziffern im Quadrat bestehen 9! = 1x2x3x4x5x6x7x8x9 = 362 880 unterschiedliche Möglichkeiten, also auch diese:


Es handelt sich um ein "magisches" Quadrat, bei dem die Summen der Ziffern auf den Balken der zwei Kreuze x und + immer gleich 15 sind (Gesamtsumme: 45!): 1.5. = A.E. (Ann'Ev'!). -

Simon. "Manchmal muß ich einen halben Tag hintereinander immer funfzehn zählen." (Ludwig Tieck, Ritter Blaubart).
.............
Der König. "Nun wollen wir also die Generale zusammenstellen, und ein Schicksal machen."
Curio. "Ein Schicksal?"
Der König. "Ja. Ich zähle immer Funfzehn ab; und wen die Zahl funfzehn trifft, bei dem bedeutet's, daß er todt ist - und sodann immer weiter." ..../.../....
Der König. "Wenn wir die "Funfzehn", die geheime Regel der Mächte doch erforschen könnten, die wir nur 'die himmlischen' zu nennen pflegen, weil 'himmlisch' uns das Unbekannte ausdrückt."
.............
... - erfinden wir die passende Situation: auf der Flucht durch ein Städtlein kommend; ein Zwangsaufenthalt ergibt sich ob verstopfter Straßen; schon werden die Gefährten ob der nahenden "Funfzehn" nervös - .... (Arno Schmidt, "Funfzehn" oder: Vom Wunderkind der Sinnlosigkeit).

(Und scho'widder 08/15! - Die 4 Kreuzbalken ha'm ja 8 Enden!).

Da Sie jetzt schonn uff'm Kopp stehn, drehen wa dat Dingen um 180° (So Rum oder so Rum!) und vertauschen 1 und 2, weil in dem "S" oben beim Schreiben die 7 auch vor der 6 kommt, den einzigen Ziffern mit gleichen Anfangsbuchstaben! - (Kam "Deep Thought" (s. "VIX credendum est!") deshalb auf "42"?):


Geben'S Acht: Diese Zahl 987654312 (konventionell aus dem Quadrat gelesen) dividiert durch 8 ergibt 123456789!
Dieses Quadrat in zwei Kreuze geteilt wie oben erwähnt (x und +):


schreiben wir ins erste ein spiegelverkehrtes z ("Zahl") und lesen dem Schriftzug folgend:

7923

und ins zweite 'ne verkehrte "Bekreuzigung":

46815

Damit ham'wa die Zahl 792346815, die oben beim "S" schreiben und "bustrophedón" lesen entstand!
Um die zweite mit S beginnende Ziffer zu berücksichtigen, schreiben wir die obigen Ziffern in eine spiegelverkehrte "6", beginnend am "Kreuz"=ungsPunkt:


Dieses Quadrat drehen wir jetzt um 90° gegen den Uhrzeigersinn und erhalten


Die Zahl 864197523 (wieder konventionell gelesen) dividiert durch 7 ergibt - wen wundert's? - 123456789!

Leander. "Der menschliche Geist wächst mit den Zahlen." (Ludwig Tieck, Der gestiefelte Kater).

"Mensch, sag mal: Glaubst Du denn das wirklich Alles?" (Ludwig Tieck zu Friedrich Schlegel).

Man kann natürlich auch umgekehrt vorgehen: Multiplizieren der Zahl 123456789 mit 7, Ergebnis konventionell ins Quadrat schreiben, um 90° im Uhrzeigersinn drehen, spiegelverkehrte 6 einschreiben und dann Ziffern lesen vom "Kreuz"=ungsPunkt aus - voilà!
Die Dreier=Gruppen dieser Zahl 792 346 815 "benehmen" sich ooch seltsam!:


Schon wieder "8 u. 9"! und 10 = Oktober! wobei wir uns an die von Arno Schmidt in die Position "1" gebrachte 7 erinnern!: 7.10.!!

(Nun - Scherz beiseite: Das Ergebnis 1089 erhalten Sie beim Einsatz jeder dreistelligen Zahl mit einer Differenz von mindestens 2 zwischen erster und dritter Ziffer - probieren Sie's!)

Ich wage nicht mehr, die Beschreibungen meiner früheren Tage hier nachzulesen; aus Furcht, ich möchte nun endlich erkennen, daß ich seit längerem wahnsinnig bin!
(AmG 189, "Pharos" - (Hilfe!: Schon wieder "8 u. 9"!!)). 

" ... - Da kömmt der Arzt schon wieder und meint, wenn ich nur seine Pulver nehmen wollte, würde es schon besser mit mir werden."
(Ludwig Tieck, Ritter Blaubart).

 

 

 

 

nach oben

16. Mai 2006

Me, me, adsum, qui feci!

  1. Ah, Corydon, Corydon,
    quae te dementia cepit.

    (Vergil, Eclogen)

  2. Nature hath fram'd
    strange fellows in her time.

    (William Shakespeare, The
    Merchant of Venice)

  3. Better a witty fool,
    than a foolish wit.

    (William Shakespeare, As
    You like it)

  4. Ein gewöhnlicher Kopf wagt
    selten etwas Kindisches.

    (Jean Paul, Bemerkungen)

  5. Rara avis.

    (Horaz, Satiren)

  6. Off with his head!

    (Colley Cibber, Richard III.)
Nu' mà' langsam mit "Birne runter!". Es hat tatsächlich auch Vorteile, wenn mir die "Spalten" im "Bargfelder Boten" und im "Zettelkasten" nicht bzw. nicht mehr "offen stehen" (Keene "Mitglieds=Nummer" mehr - wà?!) - hier kann Ich sagen was Ich will und wie Ich's will, ohne daß mir kommentarlos=überheblich professoral über's Maul gefahren wird oder daß man mich "mundtot" macht!:
'Ein Jüngling mag auch wohl reden einmal oder zwey, wenns ihm not ist. Und wenn mann ihn fraget, soll er's kurz machen. Und sich halten, als der nicht viel wisse, und lieber schweigen. Und soll sich nicht den Herren gleich achten, und wenn ein Alter redet nicht drein waschen.' (AmG 62).
"Die Gedanken sind frei!" - ja sicher, aber mit Äußerungen Deiner Gedanken, die nicht in's vorgegeben=vorgeschriebene Schema passen, muß De zu "Speaker's Corner" im Hyde Park, wo De automatisch als närrischer Querkopf giltst! Als solcher hab'Ich also das Internet schätzen gelernt und sage hiermit ein "Dreifach Hoch" dieser wahrhaft demokratischen Einrichtung - Wer hören will, Der höre!:
"De mortuis nil nisi bene" - trotzdem will ich hier mit Wolfgang Hildesheimer (1916 - 1991) ein wenig "ins Gericht gehen": Der war ehrlich entrüstet, muß wohl auch aus allen Wolken gefallen sein, daß Arno Schmidt mit seiner kodderigen Vulgär=Schnauze einfach so herausposaunt, was "Sache ist" mit "Finnegans Wake" von James Joyce - "..., und darin sind Schmidts Thesen absolut unhaltbar" - , und teilte in seinem Brief vom 5. Feb. 1970 (BB 288/9, S.11) noch einen schrägen, klar unfair gemeinten Seitenhieb aus bezüglich der Schmidt'schen Karl May-Deutungen - "..., vielleicht sind sie Karl-May-Lesern aus der Seele gesprochen, ich kenne keinen." Im Brief vom 10. Feb. 1970 (BB 288/9, S.12 f.) ging er dann konkret auf die fragliche These - "..., es handle sich primär um eine Chronik familiärer Streitigkeiten, durch Obscönes gewürzt und durch Kalauer verschlüsselt." - ein und bemühte den Vergleich mit der Musik: "Schmidts Deutung kommt mir vor, als analysiere einer die neunte Symfonie von Mahler anhand der Fagottstimme." Soll das heißen, Arno Schmidt habe tatsächlich eine "Stimme" gehört, die jene "Chronik" besinge, und deren Existenz er, Wolfgang Hildesheimer, gar nicht leugnen könne? Was aber, wenn von dieser "Stimme" die "eigentliche Melodie", das "eigentliche Thema" zu Gehör gebracht wird?: - (?: klâ; da komm' se doch zusamm' an: fortzt wie'n FaGott). (AmG 58).
Herr Hildesheimer wollte nicht, daß Arno Schmidt hier eine tragfähige Hypothese anbot, es sollte nicht sein - "(das kànn/dárf nich wahr sein!)" (AmG 73): Ich wüßt' gern, welches Bild sich Wolfgang Hildesheimer vom "Großen Ungewaschenen" (AmG 60), dem heimatlos gewordenen, einsamen, alkoholkranken und darum mißtrauischen Witzbold und "frühalternden Nervösen" (AmG 63) James Joyce machte! Und wie er wohl über Arno Schmidts sogenanntes "Spätwerk" dachte? (Wenn er es denn überhaupt wahrgenommen hat!). Aber immer wieder diese unnötige, willkürliche Grenzziehung: "Volker Weidermanns literarische Vorliebe ... gehört ... auch modernen Klassikern wie Thomas Bernhard, Max Frisch und Arno Schmidt (vor "Zettels Traum"),..." (Christoph Bartmann, Wilde Männer mitten im Leben, Rezension, S.Z., 28.3.06). "Wir halten es da wie das Publikum im Theater, von dem Tristan Bernard gesagt hat: «Es will überrascht werden, aber nur durch das, was es schon kennt.»" (Kurt Tucholsky).
Bei Jürgen Lodemann (Mit der Bagdadbahn durch unbekannte Türkei, S.65) finden wir dazu den passenden Witz: "Bever, der ja unentwegt Witzchen absondert, erzählt mir nun auch einen, der mir den Literaturbegriff unserer "Kritiker" exakt zu treffen scheint: »Ich kann nicht länger mit ansehen, wie Du Dich abquälst. - Ich mach die Tür zu.«" (Ist der nicht von Insterburg & Co. - "Mutter, mach' die Küchentür zu, ich kann nicht mitansehen wie Du Dich abquälst!" - verbreitet worden?). Auf S.97/8 gibt's dazu noch 'nen scharfen Kommentar!
Der "Stand der Dinge" betreffs der "Wake"-Deutungen Arno Schmidts ist wohl die Gebetsmühle "Krude Theorie" des Herrn Rathjen und der einer Deutung der Novellen-Comödie "Die Schule der Atheisten" die Feststellung Rudi Schweikerts: "»Die Schule der Atheisten« verweigert sich. Sie weicht ins »Nachweisbare-Unüberprüfbare« aus. Sie bleibt offen." (BB 288/9, S.22). "Als Denker ungekannt oder verlacht;..." (Gadir oder Erkenne dich selbst). Ich mit meiner "Trugschlußsucht" (AmG 50) aber sage Euch: Ihr werdet letztendlich dastehen wie Kosmas mit sei'm blöden "Berg des Nordens", auch wenn dieser oder jener mir immer noch ein "'Du hast umsonst gesucht Zusammenhang des Sinns, wo mir genügt des Tons Zusammenklang'" (AmG 85) zuruft!
Wer unter Ihnen meiner "ZickZackiana" (AmG 70) und Vitilitigia noch nich müde iss - "beating the devil's tattoo" - mag hier weiterlesen: Zur Einstimmung noch'n paa interessante "Dominosteine" in "Abend mit Goldrand", der MärchenPosse, die, wie ich hier schon mal verrate, sich durchaus nicht "verweigert" und "offen bleibt"!:
"...Oder (ich hab's grad auf'm Schreibtisch liegen), etwas Spezielleres, also praktischeres: die 'Schwimmenden Dörfer' der Chinesen - , -" (Man begiebt sich also, Selbviert, dorthin; wo der alte NEUHOFF liegt von 1669;.... (AmG 60 u.).
"Das'ss ebm der 'Fluch des Ehebettes': und das wiederum ein dialogisierter RitterRoman von R. Roos, (der nb auch schon 1821 'Bunte Steine' geschriebm hat).'-" (AmG 53 o.).
Junge verliebte Pärchen: standen nebeneinander, auf's Geländer gelümmelt, und spuckten, unermüdlich, in das bißchen Flut:.... Der Zwang ist unglaublich!:.... (AmG 193 o.):
Die Luft lag unbeweglich, drückend, sie schritten über eine Brücke, darunter das Wasser grün und schleimig abfloß. Sie blickten hinunter. Blätter schwammen vorbei, kleine Zweige, Hölzchen...
"Wolfgang?"
"Claire?"
"Erlaubsus mir? Ja? Nur einmal! Bitte! Bitte!"
Sie drängte sich an ihn, umkoste ihn, ging ihm um den Bart, sozusagen...
"Was denn, was denn, Kind?" Er machte sich frei.
"Erlaubs mir doch! Nie nich erlaubsu mir wen! Ich möcht' doch soo gern..."
"Aber was denn?"
Sie schwieg. Sie sahen wieder von der Brücke in das dahinschleichende Wasser.
"Wolfgang", sagte die Claire träumerisch, "ich möcht' einmal in das Wasser
spucken..." Und in den höchsten Tönen: "Erlaubs du mir?" Und piepsend: "Ja?"
Er erlaubte es ihr.
(Kurt Tucholsky, Rheinsberg, erschienen 1921!).
A&O: "....: ja; das'ss'n LitteraturGrüppchen für sich, diese 'SternReisen der Somnambulen': GOETHE's 'Makarie'; Hans Engelbrecht; das Buch der Philippine Demuth Bäuerlein, (Augsburg 1834: ich geb's Ihn'n gern ma' zu lesn)." (AmG 39 u.).
Was die Jahre '69, '21 und '34 im "71er Spiel, mit Chikanen" bedeuten, wissen Sie ja!
EGG (etws piquirt): "Nomadn auf der Tundra des Irrtums: das ist Unser Los!"
(spöttlich: "Aber, da das Gnäj'j Fräulein so weise ist, werden Sie ja sicher auch das kennen: '''''' - " (er pfeift ein OpernMotiv.:?)
...........
MARTINA (sachlich): "Das'ss von AUBER. 'Die WeißKappm', ja?" (AmG 10 m.)
(Warum ich den Namen "Egg" nach dem Vorbild des Komponisten Werner Egk ("Ein großer Künstler" - geboren 1901!) als "Ein großer Gauner" lese, werden Sie weiter unten noch erläutert finden!)..
Roland Burmeister schrieb zu dieser "Stelle": "Eine für AS' Musik-Rezeption bezeichnende Stelle:....." - , und das war absolut nicht freundlich gemeint - dies' "bezeichnende"!
Der Komponist Daniel Francois Esprit Auber (1782 - 1871), auf den in "Die Schule der Atheisten" natürlich auch "angespielt" wird - "Fra Pozzo" (SdA 150) und "Fra Diavolo" (SdA 225) - , verbindet mit seinen Geburts- und Sterbejahren die Goethe- und Joyce-Jahre '82 im "71er Spiel" mit '71! - Wie? Auch wieder an den Haaren herbeigezogen?? - Sicher! Kann man so seh'n, aber folgen Sie bitte weiter:
HEINRICH CORDES, 'Historisch-Algebraische NebenStunden; bestehend in 100 sehr raren u seltsamen historischen Begebenheiten, in die edle Algebram verfasset u zwar solchergestalt, daß allein v Arithmetrie, Geometrie und harmonischen Progressionibus gehandelt wird ... u zu einer zeitverkürzenden Lust u Ergetzung vorgestellet.' (AmG 43 o.).
Zahlen- und Buchstaben-"Spielereien", wie ich sie in Arno Schmidts "Spätwerk" glaube sehen zu dürfen, tauchen meiner Meinung nach schon in seinen frühesten Werken auf!:
Ich erwachte, und empfand wieder, wie nach früheren ähnlichen Vorgängen, ein herrliches Gefühl von Stolz und Erleichterung, lachte befreit, den Kopf im Nacken (muß eine feine Kindheit gehabt haben, der Pytheas. Und ist auch selbst ganz scheen radikal geworden, wie?!) -
Der große Hagere schien Arzt zu sein; faßte verächtlich mit Spitzfingern nach meinem Puls, drückte dann die buschigen Brauen, horchte, fragte kurz: "Alter?", drehte bei "achtundneunzig" die Augen zu Mago, der unmerklich nickte. (Gadir oder Erkenne dich selbst).
"98": "schule 8&9" und "'89"!
Und der Verbrecher in Berlin hetzte das ganze Volk in Tod und Grauen, um immer "größer" und "einmaliger" zu werden, ein Zwitter von Nero und Savonarola;.... (Leviathan).
"Nero und Savonarola": abgekürzt N.S. - "N"=13. und "S"=18. Buchstabe bei der Rubricierung - läßt sich leicht "1813" und "13:1.8." assoziieren!
Auf dem Innenraum ein breites Geflamme: entlassene Veteranen aus Babylon; sie prahlten und johlten: "18 Jahre bin ich dabei!" (Alexander oder Was ist Wahrheit).
Lampon von Samos ist zur Zeit der Erzählung (323 v.Chr.!) gerade 18 Jahre alt, und nur zwei der genannten Namen werden auch abgekürzt verwendet: Agathyrsos und Hipponax!
"Aber gern!": schritt elastisch zum Nachttischchen und telefonierte: "Ä=Flushing? - Jahörnsiemich?: Nummer 18: Acht:Zehn./ Jawohl!... (Die Gelehrtenrepublik).
Bitte erinnern Sie sich an die Nr.81 ("Dreher" von 18!) am Automobil des Guiden in "Die Schule der Atheisten" ("Guide" Goethe - "G"= 7. Buchstabe bei der Rubricierung!) und die daran geknüpfte "Berechnung": Im Jahre 1781 (Lessings Todesjahr) wurde J.W.v.G. 32 Jahre alt und '32 ist sein Todesjahr! Die im Kapitel "VIX....." schon erwähnte Rechnung dieser Art für "1.8." kann ergänzt werden: Als er im Jahre 1923 putschte, war er 34 Jahre alt, und im Jahre 1934 fand der "Vasallenmord" statt!: - weiter siehe dort! Damit Sie sehen, daß dergleichen durchaus nicht auf meinem Mist gewachsen ist, folgen zwei Beispiele aus einer anderen Quelle:


1830  1830  1830
1  1  1
7  7  8
7  8  0
3  2  9
1848  1848  1848
    
1852  1852  1852
1  1  1
8  8  8
0  2  5
8  6  3
1869  1869  1869


Versuchen Sie ma selbst herauszubekommen, was diese Jahreszahlen bedeuten - die Lösung finden Sie in "Die Frau mit den Regenhänden" von Wolfram Fleischhauer.
Meine Behauptung "... - dann wer'CK mir'n Kopp nich zerbrechn!" zu Beginn des vorigen Kapitels war natürlich nicht ehrlich gemeint - ich habe für die Frage nach "......ichtat......papo....." eine Antwort gefunden, die mich zu einem Ansatz für die Auslegung der MärchenPosse "Abend mit Goldrand" führte. Damit wird's mir gehen wie Arno Schmidt mit seiner FW-Theorie - aber warum sollt's für mich besser laufen?
A&O's Hinweis "laß sein, kommsD nich drauf" an den alten Olmers ist auch einer des Autors Arno Schmidt an den Leser, die Lösung nicht auf naheliegenden oder gewohnten Assoziationsfeldern zu suchen. Nur der Schluß, dieses von A&O so beiläufig hingeworfene Rätsel habe weiter kein Gewicht und keine Bedeutung außer vielleicht in Hinsicht auf eine "Punkt-Kreis=chen"-Statistik, ist mit Sicherheit falsch wie auch die Vermutung, es handle sich um einen irgendwie "leeren" Scherz des Spaßvogels Schmidt, gewissermaßen um einen "shot to nothing"! Erst einmal zu dieser Erkenntnis gelangt drängte sich mir der Gedanke auf, mit der Lösung des Rätsels könne vielleicht ein Beitrag zur Auslegung der MärchenPosse gewonnen werden. Wegen des "kommsD nich drauf" sollte jede in sich "sinnvolle" Wortkombination, die aus "......ichtat......papo....." gebildet werden kann, in Frage kommen - , und darum habe ich als erste und bisher einzige "VielleichtAtomEuropaPolitik" auf ihre "Brauchbarkeit" untersucht (-Iss doch alles "Z/T inn ober/eff!" (AmG 70)):
A&O ...."...-: Ach Martinchen: politische und religiöse Ideen sind nie 'wahr'. Die Wahrheit widerfährt solchen Ideen; sie werden von Ereignissen wahr gemacht, indem ...." (AmG 24 m.).
Soso - "politische Ideen", die wahr gemacht werden!:
ANN'EV': "Berufe ha'm Wa keine. (Versteh schon: mein Opapp war Cheminde=Ferriste; und der Papp iss bei der CECA...? - D's weiß'Du nich?, was de 'CECA' iss?) Was lernt'nn Ihr in der Schul?"; (sie wundert sich. Und erklärt's dann): "'Communauté : Européenne: du Charbon: et de l'Acier'. Sagt Ihr etwa anders?" (AmG 12 m.).
Martina erklärt daraufhin "daß man's hierzulande 'MontanUnion' heiße", aber nicht, daß auch die Abkürzung EGKS gebräuchlich ist - und das dürfte im Zusammenhang mit dem Gespräch über Egg, das ja gerade von Martina mit Ann'Ev' geführt wird, nicht ohne Bedeutung sein (s.o.)! - ("Ein Großer Künstler Schmidt!"??).
MARTINA: "...."/ Ein Arrowplan drüber weg, (Aluminjum, leicht vergüldet; (kann auch ein Europlan sein; ... (AmG 13 m.).
EUGEN: (methodisch gabulierend): "Allein um der Uns durch sie bescheertn herrlichn Französischn Käse willen müßt' ich für de EWG sein.-" (AmG 66 m.).
EUGEN: (ablehnend: "M=m.'Überrolln' geht nich in Null=Kommu=Nischt: nich, solange Europa mit Eisn beschlagen iss." (AmG 100 m.l.).
EUGEN (sinnend): "Das in unsrer Zeit Intressanteste ist ja das Phänomen: daß es den großn politischn Richtung'n ähnlich zu ergehen anfängt. Überall spaltn sich TerrorGruppm und =Grüppch'n ab; Communen und GroßFamiljn; Hippies und SpiritistnClüblein - ... " (AmG 122 m.).
Asta (....): "Barbarische Preise!: dieser Zúkker hat aufgeschlagn!"; (Grundsorte EWG Qualität II): "... (AmG 136 o.).
...................

Am 11. April 2006 saß ich gemeinsam mit meiner Frau Regina und dem befreundeten Ehepaar Gerlach in der Pizzeria "L'Angolo" - "Zur Scharfen Ecke" - ("Alle Winkel sind gleich" (Arno Schmidt)) - hier in Haidhausen beim Abendessen und trank dazu einen feinen "Bardolino". Dem Genuß des roten Weins folgt bei mir als "Strafe" immer Schlaflosigkeit in der folgenden Nacht ab etwa 2 bis 3 Uhr für die Dauer von etwa 2 Stunden (Kann nicht am Alkohol liegen, da Weißwein, Bier und andere alkoholhaltige Getränke diese Wirkung nicht haben!). Weil ich die Unvermeidbarkeit längst einzusehen gelernt hatte, gab ich mich diesem Wachzustand - als hätt'Ich 'ne ganze Kanne Kaffee leergesoffen - friedlich hin ohne mich zu wehren und nutzte ihn also auch ab 2 Uhr morgens am 12. April zum Grübeln (Sie kenn'n ja mein "Bedürfnis nach kraus'n Fax'n" (AmG 157 u.)):
"Wènn die Elisabett - nich so schöne Beine hätt!" - also "Beene" und "Saub'res Mad'l": - ...lange Beine mit breitn SchaumMustern (AmG 175 o.): - "Ein Mädchen, das sich gewaschen hat!" - bene! - nach "LUX" duftend: "Handtuch hatte ich noch, ein Stück Seife (Lux: in der Hinsicht waren die Engländer ganz groß zu uns gewesen;...)" (BrH: POW bei Brüssel!): - 'nFaGott? (AmG 58): - "bene looks?" - "Beene looks?" - "Benelux!!" - na klaa Mensch: darum also "Luxemburg" - "Belgische Pralinen" - "Holländischer Prinzgemahl aus Hitzacker an der Elbe":
Da wohnen sechs Personen in einem eigenartigen, irgendwie "modernen", allerdings für's Auge un="fertigen" Haus mit "flachem" Dach!: Die "EWG" (gleichzeitig "EURATOM"!) ist gemeint, das "Europa der Sechs"!!: Asta und Grete also Belgien und Niederlande, Martina (die "Kleine") stellt Luxemburg dar (daß Ann'Ev' aus Luxemburg stammt (auf "Leseebene I"), ist als Einwand dagegen nicht brauchbar, die Bewohner des "Hauses" werden auf dieser Ebene ja auch als Deutsche anzusehen sein!). Den wertvolle Antiquitäten hütenden alten Olmers setzen wir mit Italien gleich, A&O Gläser mit dem geistvollen Frankreich und den Artilleristen und Major Eugen Fohrbach mit der Bundesrepublik Deutschland. Daß letzterer als "Amputierter" (nach dem 2.Weltkrieg geschehen, wie ausdrücklich von Martina der Ann'Ev' auf "goldrand 4" erzählt!) in der MärchenPosse auftreten muß, ist damit auch erklärt.
Und Ann'Ev'?: Sie "wohnt" außerhalb des "Hauses der Sechs" in einem Weinfaß, das aus Le Havre (AmG 18 u.) stammt. Havre?: - Port!: - Hafenstadt Porto!!: - Portwein!!!: - Portugal!!!! (Mitglied der EFTA = European Free Trade Association - gegr.1960).
Und EGG?: "Ein großer Gauner"?: "Ganz=schlau bin ich aus ihm noch nich - : he does even better with his clothes on, sagt er.-" (AmG 124 o.). - Wie denn überhaupt immer wieder im Zusammenhang mit ihm englisch zitiert wird: Großbritannien ("Führungs"=Nation der EFTA).
Und der Bastard Marwenne?: - der "Haarige", der seine primären Geschlechtsmerkmale so freimütig vorzeigt?:
EUGEN (noch tief in Sinn'n): "Tcha.: Uff der een'n (=uns'rer) Seite 'bedrücknde Freiheit'; man kann kaum mehr scheinen & wenijer sein, als dieser Marwenne, (surnommé le Chevelu) ..." (AmG 101 m.).
(Gebrüll über d Straße? - : BM hat auf eine schlafende Kuh getretn; und stößt greuliche selbsterfundne Flüche aus,....
EGG (stolpernd): "(Welch unangenehme Verteilung der Schatt'n!) -: BisDús,
den/r der/n Mond auf die Hörner nimmt?"; (ahja, Du bisD's; ich hör schon: der ZuchtStier wittert seinen NebmBuhler in Dir. ... (AmG 123 u.).
Schalten Wà schomma das allen Spanienreisenden ("Hackländer"!: AmG 30 o.) mehr als geläufige Markenzeichen der Firma "Osborne" (gegr. 1772) ein:

Una Horrida de Torus: BM, in jeder Hand eine Keule; ... ; Brummröcheln ... (AmG 124 u.l.).
Und endlich, hastig Marwenne,... Er tritt auf den - (beim Anblick seines Formats doch einigermaßn betroffenen) - Gegner zu: 'Beim Cid! Ich werde Dich totschlagen, und Niemandem erlauben, Dich zu beerdijen:.... Also!: Spanien (Nicht Mitglied der EFTA).
Die früheren Deutungen der literarischen Figur des BM, die sich aus dem Namen ergeben ("Bestimmt wieder aus Celle, das Biest!" AmG 12 u.) und der Tatsache, daß er Kokosnüsse mit der Schale frißt, werden dadurch nicht nur nicht aufgehoben, sondern im Gegenteil gestärkt und überhöht!
Jetz dürf'n Se uff=stöhn'n: "Sóo ein Käse!!"
nach oben

26. September 2006

Denk'Ich an Europa in der Nacht,....

(Der Rythmus stimmt so natürlich nicht, aber nehm' Se's mal so hin (Auf Harry Heine werden wir in einem zukünftigen Kapitel noch zurückkommen))
  1. Wahrlich, wäre der sparsame Gebrauch der Donnerkeile, und die Art, wie die
    Welt regiert wird, überhaupt die schwächste Seite der Götter, sie würden von
    mir immer unangefochten geblieben seyn! Denn ich wüßte wirklich nicht wie
    sie es angreifen müßten, um die ungeheure Menge von Narren, Thoren und
    Schelmen, womit die Erde überdeckt ist, besser zu regieren, als wir im
    Ganzen regiert werden; aber eben daraus, daß wir so gut regiert werden, als
    es unsre Narrheit und Verkehrtheit nur immer zuläßt, schließe ich, die Welt
    werde nicht von unsern Göttern regiert.
    (Chr. M. Wieland, Aristipp)

  2. "Zehn Uhr - der Wolf kommt noch nicht!
    Elf Uhr - der Wolf kommt noch nicht!
    Zwölf Uhr - der Wolf kommt!"
    (Maria Mathi, Wenn nur der Sperber nicht kommt)

  3. Europa erfuhr mit Hilfe von George W. Bush ein politisches
    Todeserlebnis. Als der amerikanische Präsident den Irak-Krieg konstruierte,
    überstrapazierte er wie beiläufig den europäischen Zusammenhalt und führte
    die Union an den Rand des Kollapses.
    (Stefan Kornelius, Die Entdeckung Europas)

Erst einmal zurück zu "Me, me,...!" - es kommen mehr Schwatzschweifigkeiten!: über die Bücher des Arno Schmidt, des "Primzahlmenschen" (Dürften auch weiterhin als "Rauschen" im Hirn des Autors abgetan werden - versteh'n Sie das als Nicht=TechNicker? (:"Jaja du Depp! Du Depp! Du Depp! Du depperter Depp Du! - Jaja du Depp! Du Depp! Du Depp! - Du depperter Depp!!")):

Der Dreher "89" ("8&9") zum Lebensalter des Pytheas ergibt sich ganz "organisch" ja aus der Besonderheit deutscher Zahl="Wörter" - 98 = "Acht und Neun ... zig"!: "Das ist weiter nichts, als das wörtlich=nehmen, und schriftlich=abbilden der Sprechweise: ... also wie die Zahlen im Munde aufeinander folgen, ... so daß es sich vielmehr um den jugendlich=genialen Versuch einer Versöhnung von Sprech- und Schreibweise handelt." (julia 58).

Das "Gewicht", die "Wichtig"=Keit dieser einen Zahl "89", es folgt unten noch ein weiterer Beleg dafür, läßt fast den Verdacht auf="keimen", Arno Schmidt könnte etwas über den Voynich-Code gewußt haben (Schauen Sie mal auf dessen Seite 78). - Aber zu den "98 Jahren" des Pytheas eine kühne, gewagte Behauptung: Arno Schmidt strebte ganz bewußt als Erscheinungsjahr seines "Erstlings", seines ersten Buches, das Jahr 1949 an, als "100 Jahre Goethe" zum 2=tenmal "voll" wurden (Der "Große Goethe", geboren im Jahre '7x7, in dem der Epi=Gone das Alter von 5x7 Jahren erreichte! - ("Wir sind eben nich Epi= sondern Progonen, (wenn nicht gar Gonen selbst)...") (julia 5). Als also '49 zum zweitenmal "lief" nach Goethes Geburt, konnte in Schmidts "Leviathan" etwas über den 98(=2x49)jährigen Pytheas gelesen werden! Hier noch empört "Zufall!" zu rufen: "Verschon' Uns doch mit derlei Haarspaltereien!" - sei Ihnen zugestanden, aber bitte beantworten Sie doch ma' diese Frage: Warum schrieb Arno Schmidt: "Vor zwei Tagen verstarb endlich der Unreine,...; tief in die linke Handfläche hatte er sich einen alten Schuhbelag gedrückt; die teure Decke war von dem Hunde in Streifen gerissen worden, wie auch sein Kittel; seinen Bart verstümmelte der Ungläubige: er war hundert Jahre." - im Brief des Aufsehers Abdichiba an den Suffeten Giskon? - Ob nun "hundert" oder "fast hundert"! - - Wie richtig das "So genau kommt's nich drauf an!" sonst auch in der Welt sein mag, in Schmidts Büchern ist's nicht! Und da Pytheas von Massilia auch als Mathematiker vorgestellt wird: "Meine mathematischen und geometrischen Hefte nehmen sie mir regelmäßig weg und schicken sie nach Karthago ein, ob etwas Brauchbares drin ist " - in "Gadir" schon gar nicht!!:

...weißgestrichene Zahlen kilometersteinten gefällig (wenn ich in die Algebra gerate, ists aus für heute Nacht);...
(Faun)

"56. IV.Aufgabe. Man suche solche Zahlen, deren Quadrat doppelt genommen, wenn dazu 2 addirt wird, wieder ein Quadrat giebt, wie z.B. die Zahl 7, deren doppeltes Quadrat 98, um 2 vermehrt, das Quadrat 100 giebt. Es muß also diese Formel 2x2 + 2 ein Quadrat sein, wo a = 2, b = 0 und c = 2, also weder a noch c ein Quadrat ist, auch ist b2 - 4ac oder -16 kein Quadrat, und es kann also die dritte Regel hier nicht angewandt werden.

Nach der vierten Regel aber läßt sich unsere Formel also darstellen.

Man setze den ersten Theil = 4, so wird der zweite sein:

2x2 - 2 = 2(x + 1).(x - 1),

und daher unsere Formel

4 + 2(x + 1).(x - 1).

Davon sei die Wurzel

2 + m(x + 1)/n,

woraus die Gleichung entsteht:

4 + 2(x + 1).(x - 1) = 4 + 4m(x + 1)/n + m2 (x + 1)2 /n2 ,

wo sich die 4 aufheben, die übrigen Glieder aber durch x + 1 theilen lassen, also daß

2n2 x - 2n2 = 4mn + m2 x + m2

und daher

x = (4mn + m2 + 2n2 )/(2n2 - m2).

Setzt man m = 1 und n = 1, so wird X = 7, und 2x2 + 2 = 100. (Leonhard Euler (1707 - 1783), Vollständige Anleitung zur Algebra, St. Petersburg 1770 (zitiert nach einer späteren Ausgabe mit modernisierter Orthographie). Zweiter Abschnitt. Von der unbestimmten Analytik. Kapitel 4. (Von der Art, irrationale Formeln Wurzel von (a + bx + cx2) rational zu machen.)).

In Ilmenau auf Goethes Spuren - - "da sah ich es! ... und fühlte schon das kühle gebogene Metall zwischen den Fingern,..."

Da fällt mir Max Bill ein, der zu Arno Schmidt gesagt haben soll: "Das, was Sie schreiben, Herr Schmidt, das habe ich mit 19 Jahren auch geschrieben." - Kommt mir vor, als hätte Lothar Matthäus beim Gespräch über Albert Einstein geprahlt: "Bevor ich Fußballspieler wurde, hab' ich mir auch immer sowas ausgedacht wie der olle Albert!"

Falls es Ihnen noch nicht klar geworden sein sollte: Ich zweifle nicht einen Moment lang daran, daß Albert Einstein, James Joyce und Arno Schmidt in einundderselben Liga spielten, und ich scherze nicht!: "...; und bei dem Alten gar iss etwas nich richtich im Leibe: der soll mit SchloßGespenstern gesehen wordn sein - " (julia 81) - "Dann iss das aber kein 'einfacher' Mensch, der Herr dort! ... Du, dann muß das aber ein erheblich bedeutender grand old man sein - ..." (julia 93) - Genau!!

"Ich muß eilends nach der nächsten Palästra laufen, um das tolle Zeug wieder aus dem Leibe zu schwitzen."
(Chr. M. Wieland, Aristipp)

Nach dieser Verschnaufpause die nächste Zumutung: Ich nehme mir den Bargfelder Boten Nr. 100 vom 18. Jan. 1986 vor ("Das 'Monogramm' dreht sich übrigens, wie eine ächte Schicksalstragödie à la '28. November' um den '18. Januar'.)(julia 28) - '... - wie ist er glücklich, dieser Narr! ... Er wünschet nimmer, daß man ihn vergessen möge; daß das Jahr nie einen achtzehnten Januar gehabet habe.' (julia 70) - und lese zunächst auf Seite 25 in Ulrich Goerdtens tiefschürfender (nicht ironisch gemeint!) Untersuchung "Isses zu glaubm?" der KiH-Erzählung "Kundisches Geschirr":

"Die Schmidt-Forscher hingegen sind seit langem bemüht, ihre Werkzeuge zu schärfen, um versteckte Dubiositäten in Schmidts Schriften zu entschlüsseln." Hätte er meine Aktivitäten auf diesem Gebiet damals schon gekannt, wär' wohl von dubiosen Schmidt-Forschern und/oder dubiosen Werkzeugen die Rede gewesen - und dubios, verlassen Sie sich drauf, geht's fröhlich weiter!:

Unter der Kapitelüberschrift "Figurenkonstellation" beklagt sich Herr Goerdten auf S.41 über ein Problem mit der "Anzahl" der Figuren: "Hier drängt sich die Hypothese auf, daß in der Gestalten-Vierheit die psychischen Instanzen Es, Ich und Über-Ich dargestellt seien (mit der mann-weiblichen Doppelung Karl und Ida). Es läßt sich mit dieser Hypothese aber kein widerspruchsfreies Gesamtbild herausinterpretieren; es bleibt unklar, wem die Instanzen Ich und Über-Ich zuzuordnen wären. Die Einzelfiguren sind auch derart plastisch ausmodelliert, daß in jeder von ihnen die Instanzen-Dreiheit nachgewiesen werden könnte. Hinzu kommt noch Fräulein Seidel als fünfte Figur, die nur mit äußerst gezwungener Argumentation auf eine der Instanzen festgelegt werden könnte.

Auffällig ist das konflikthafte Verhältnis, in dem sie alle zueinander stehen; immerzu gibt es Gelegenheit, sich über jemanden zu ärgern. Ich neige eher zu der Ansicht, daß hier einander widerstreitende Ich-Anteile personifiziert sind, die insgesamt den Autor Schmidt ausmachen:...."

Sagt Ihnen diese Folge von 6 Zahlen etwas?: 6, 16, 34, 64, 114, 200 - na?

6, 16-June 16. - :!
'34-A. Schmidts Eintritt in die Textilindustrie.
'64-A. Schmidt wird 50 Jahre alt, KiH erscheint.
114-Jan. '14 - :!
200-200 Jahre Goethe: A. Schmidts erster eigener Text veröffentlicht (siehe oben).

Erzeugt wird diese Folge durch N(n) = 2(n2 + 2n) für ganzzahlige n von 1 bis 6.

Und hier mein Vorschlag: Mithilfe eines Zitats aus Faust I: "Zwei Seelen wohnen, ach!, in meiner Brust,..." und der Addition der 3 psychischen Instanzen des Herrn Freud kommen wir zu 5 Persönlichkeits- ja sagen wir - "Elementen"! Und mit dieser 5 (5p - Primzahl!) ergibt sich

N(5) = 2(52 + 25) = 2(25 + 32) = 50 + 64 = 114
(Siehe oben unter '64!).

..., und ich gab ihm meine Adresse für das Nachnahmepaket: "Nein: 64! - Nummer 64."
(Faun)

Ich hab' da ma' was von "libidinöser Besetzung der Mathematik" gelesen (BB 158/9, S.13): Alles, was wir von der Welt zu sehen bekommen - (oder auch denken) - sind schnöde Vereinfachungen - best'nfalls was wie das 1. Glied einer (sehr langsam convergierenden) unendlichen Reihe. ....:... 'ne Magd vom Stamme x + 2i, die eine imaginärrische Gasse kehrt. (julia 66).

('ne Magd vom Stamme x + 2i? (In der Gauß'schen Zahlenebene die Parallele zur reellen Zahlenachse mit dem Abstand 2i - s. BB 158/9, S.25 f. und BB 197/8/9, S.39 f.) - Sie ist unsichtbar! (s. unten!)).

Hierauf - die "libidinöse Besetzung" - sollten zuständige Fachleute doch nochmal ihr Augenmerk richten!

Ich hab' erst heut' den Doktor gefragt,
Der hat mir's in's Gesicht gesagt:
"Ich weiss wohl, was dir ist, was dir ist:
Ein Narr bist du gewiß!"
Nun weiss ich, wie mir ist!

"I mean, it's hardly the kind of job where craziness is a liability." (Richard Powers, The Time of our Singing).

In einer Hinsicht bin ich allerdings anderer Auffassung als Ulrich Goerdten:

"Für unwahrscheinlich halte ich, daß er auch das eingeflossene "Mutter-Material" gesehen hat." (S.46).

Nee - das halte ich nicht für "eingeflossen" (soll ja wohl heißen "unbewußt"!), nicht beim 50jährigen Schmidt, wenn Freuds Theorien geradezu "Thema" dieser Erzählung sind, da ist ein literarischer Hintergrund allemal wahrscheinlicher! Dazu muß ich mit guten Gründen noch ein bestimmtes, schwer zugängliches Buch (in keiner öffentlichen Bibliothek Bayerns zu finden!) überprüfen, ob es als Quelle infrage kommt.

Und noch eins, Herr Goerdten, nicht nur in Lexika nachlesen (BB Lfg.100, S.30/1), auch mal zu einem Baumarkt gehen!:

Kommen Sie mir bitte jetzt nicht mit der Theorie, die Firma "suki" hätte diesen terminus technicus, den ich übrigens bereits kannte, bevor mir im Spätherbst 1966 "KiH" in die Hände, vor die Augen geriet, ausgerechnet bei Arno Schmidt geklaut!

"I know what you want. You want a story that won't surprise you. That will confirm what you already know. That won't make you see higher or further or differently. You want a flat story."
(Yann Martel, Life of Pi).

Nee - kann Ich nich mit dien'n: Ich zieh', "aus guten Gründen, immer die befremdlichsten und sinnlosesten Lesarten vor" (julia 96), und wenn Sie sich "diese meine Seite" genau angeschaut haben: "'it is a compound of the most extravagant absurdities'" (julia 97).

Bis hierher gilt, schauen Sie zur Überschrift dieses Kapitels, natürlich "Thema verfehlt", aber von der letzten der "KiH"-Erzählungen <PIPORAKEMES!> als "Sprungbrett" geht's wieder zu "SdA" und "AmG", die ja beide mit "Europa" im Zusammenhang stehen! ("Europa - dieses Wort ist zu einem Reizwort geworden, zu einem Begriff, der sofort polarisiert,....". S. Fischer-Fabian, Karl der Grosse - s. Motto III):

"Och, das'ss gans einfach," sagte er unbefangen; und hob an, visionär die weiten wogenden Roggenfelder zu begaffen, über denen es von Blütenstaub förmlich rauchte. "Graunicht Weißnicht - " hörte ich ihn zu meiner Überraschung murmeln, (hätte nie & nimmer gedacht, daß er solche feinen Feinheiten überhaupt wahrnähme); auch "7 Eichen-Alter lang - " kam noch hinterher; (was mit der vorliegenden, uns zur Bearbeitung aufgegebenen Situation ja nichts mehr zu schaffen hatte - zumindest erkannte ich einen Nexus nicht.*).

*) Inzwischen habe ich nachträglich festgestellt, daß in der neuesten, berüchtigten <Unsichtbaren Magd> des Betreffenden, gelegentlich der Schilderung eines Abendhimmels, diese beiden Ausdrücke plötzlich dicht beieinander erscheinen. (Das sich dort weiterhin vorfindende <Nihilnull. Fehlt bloß noch'n Angelengel.> habe ich seinerzeit nicht vernommen; auch ist bei der berufenen Assoziationenverwilderung des Verfassers eine Genesis solchen Zusatzes schwer, wenn nicht gar unmöglich.)

Die rätselhafte Passage wurde von Josef Huerkamp folgendermaßen kommentiert (BB 43/4, 1980, S.17): Diese "Unsichtbare Magd" taucht in den Fußnoten des "Piporakemes"-Interviewers nochmals auf; hier, ironischerweise, als bereits erschienenes Buch des interviewten Schmidt! (KiH 328). Daß es als "berüchtigtes" apostrophiert wird, mag hingehen (wir verstehen schon), aber daß daraus zur Erläuterung des vorhandenen "Piporakemes"-Textes zitiert wird, ist doch starker Tobak.

Also ich frage mich seitdem immer wieder mal: Wieso und inwiefern "starker Tobak"?

Ohne sie sofort zu nennen, weise ich mit einem Zitat auf die mögliche Quelle hin, die mit der Jahreszahl '89, der wohl wichtigsten und vieles entscheidenden in der neueren Geschichte Europas, in bestimmter Beziehung steht, und mit dem "71er Spiel, mit Chikanen" hat Arno Schmidt sich bestimmt schon vor dem Oktober 1962 beschäftigt, als <PIPORAKEMES> in <konkret> erschien!:

"Nicht weiß, nicht gelb", wisperte es in sein Ohr - es kitzelte ihn im Gehörgang, das scharfe kleine Stimmchen, wie ein haarfeiner heißer Bohrer -,"Mosche, Mosche, ihr müßt durchs Rote Meer!"

Und Sprung zu "goldrand 3":

MARTINA (erstaunt): "n 'Bommenzinnes'?!" - (Sie darf 'dreimal Ratn'; und ihr fällt 'Lampe' ein: 'BogenLampe'. Oder 'PapierKorb'? ...
ANN'EV': "M=m. So'n BrückenHeiljer: ne=Pomucenus. - ...."

Johannes von Nepomuk, Schutzheiliger von Böhmen, + 20.3.1393, ... gefoltert und in die Moldau geworfen. Seit 1693 steht sein Standbild auf der Prager Karlsbrücke!

Dazu aus der auch jetzt noch nicht genannten Quelle:

"Dem Heiligen Nepomuk steht's Wasser bis an den Hals!" Dem Heiligen mitten auf der Brücke, demütigen Hauptes auf das Kruzifix in seinem Arm niederblickend, waren zum ersten Male in seinem hundertjährigen Dasein die Füße naß geworden. Langsam hatte sich dann sein schwarzes Kleid in den Lehmbrei eingetaucht, der Spitzenüberwurf versank, die liebevolle Armbeuge, die den Gekreuzigten hielt, wurde von den Wellen überspült. Nun schwamm nur noch der bärtige Kopf auf dem Wasser - sollte er zum zweitenmal in der Moldau versinken? .../.../...

Vor soviel Bitterkeit blieb Siegfried hilflos stehen; sie waren bis zur alten Brücke gekommen, und gerade unter dem Heiligen Nepomuk verhielt Siegfried den Schritt. Michael wollte ihn weiterziehen, doch da läutete es von der Liebfrauenkirche zur Fastenandacht, und der tiefe, dumpfe Glockenton fiel schwer hinunter ins Tälchen der Elb, als wolle er die Stunde erschlagen." Vom "dumpfen Glockenton" einer Liebfrauenkirche ist in AmG zwar nichts zu hören, aber Ann'Ev' äußert ganz kurz nach oben Zitiertem einschlägig katholisches: "... 'ss ne Hitz, schwitz'D wie ne Tänzerin im Beichtstuhl...." Also auf "goldrand 3" dreimal Ratn, die versteckten Hinweise auf eine in braunen Fluten versinkende Heiligenfigur und den Tod im Jahre "dreizehndreiundneunzig"? - In unserer Quelle lesen wir: "... Erst seit jenem Augenblick ist mir's klar, was neunzehnhundertdreiunddreißig bedeutet."

Zum Rätsel auf "goldrand 10":

MARTINA (sachlich): "Das'ss von AUBER. 'Die WeißKappm', ja?" Auch hierfür scheint unsere Quelle eine Lösung zu bieten, zumindest teilweise:

"Die Inbrunst, mit der sie am letzten Versöhnungstag gemeinsam in der Synagoge diesen Vers gesprochen hatten, sie, die noch übrigen paar Männer der Gemeinde, in den weißen Sterbemänteln, mit der weißen Kappe,...."

Die seltsame Wortwahl Martinas auf "goldrand 12":

MARTINA: "Kuckma: da drübm: sonne SchilfPflückerin. - (Bestimmt wieder aus Celle, das Biest!).",

der von mir am Ende des vorigen Kapitels in bestimmtem Zusammenhang bereits eine Bedeutung zugeschrieben wurde, könnte auch auf die hier immer wieder herangezogene literarische Quelle hinweisen:

"Das Biest!" sagte der Jüngling ingrimmig, als er das Unglaubliche vernahm. Er ballte die Fäuste, doch was war da noch zu ballen? Geschlagen sank er auf seinen Stuhl. "Das Biest!" .../.../...
Kam die Rede darauf, so verschloß er seine Ohren, zeigte sich unempfindlich gegen Spott, aber ingrimmig murmelte er jedesmal: "Das Biest!"

Eine Verklammerung mit "Die Schule der Atheisten" wird möglicherweise durch folgendes vermittelt: Josef Blum - man sagte im Städtchen, er habe soviel Empfinden wie das Leder, womit er handele - ....

Wer denkt da nicht an "Die Vogelscheuche"?

Und nun muß ich Ihnen nur noch erklären, wodurch meine Aufmerksamkeit auf diese "Quelle" gelenkt wurde:

MARTINA (....): "...: Kruzi!! -" (Denn 1 Schuß iss gefall'n! Auch rauscht's id Luft - : und ein langer=schlanker Sperber saust schräg an den Pfostn des GartenTürchens. Haut noch einmal scharf mit d Flügeln umsich: !; und sackt dann danebm in's Gras: -.)
MARTINA (aufspringend): "Ach. -: das'ss der verfluchte Sperber! Der immer die klein'n Vög'l an der FutterStelle geholt hat, der Hundling: dùtzendweis'!"
(AmG 131).

Von dieser Passage auf "Wenn nur der Sperber nicht kommt" aus dem Jahre 1955 zu schließen war naheliegend. Geschrieben wurde der Roman von Maria Mathi, geboren a.D. 1889, also in dem Jahr, dem wir auch den schrecklichen 1.8. "verdanken"!

(Lesen Se's mal, vielleicht finden Se'n brauchbaren Hinweis auf "7 Eichen-Alter lang -", wobei Se das Stichwort "Genesis" aus der Fußnote in <PIPORAKEMES> im Sinn habm sollten!

"... die klein'n Vög'l": Damals nach der Jahrhundertwende waren die Bewohner des Städtchens meistens kleine Leute, bescheidene Existenzen, Grasmücken; aber wenn sie sangen, kam man aus dem Staunen nicht heraus. .../.../... In der Weißdornhecke flattert es hin und her, da zirpt es und tiriliert es, und einmal, bei Sonnenuntergang, kommt ein Mensch des Weges und kann sich nicht genug verwundern, wie schön die Grasmücke singt.

"Hey! Mr. Tambourine Man, play a song for me,
In the jingle jangle morning I'll come followin' you."

(Bob Dylan, 1964).

nach oben

18. Januar 2007

Das letzte Kapitel

    "And if you hear vague traces
    of skippin' reels of rhyme
    To your tambourine in time,
    it's just a ragged clown behind,
    I wouldn't pay it any mind,
    it's just a shadow you're
    Seein' that he's chasing."

    (Bob Dylan, Mr. Tambourine Man)

Ich weiß, Ihr hättet mich wegen meiner farraginösen Schmierereien gern nach Anticyra geschickt - zur Behandlung mit Helleborus....!

Aber es soll jetzt Schluß sein - nur noch ein letztes Kapitel zu Arno Schmidts Typoskriptbüchern - , nach mehr als 8 Jahren (Den ersten Text schickte ich am 6. März 1998 an Herrn Professor Jörg Drews (s. BB 237/8, Jan.1999, S.21.ff.)) muß und will ich mich anderen, lang vernachlässigten Aufgaben und Vorhaben zuwenden, und ich werde "Die Schule der Atheisten", "Abend mit Goldrand" und "Julia, oder die Gemälde" nur noch zu meinem Vergnügen lesen!

Kürzlich lag ich daheim in meinem Bette und mir träumte wie gewöhnlich, ich "wandle in einem schönen Garten, auf dessen Beeten lauter weiße, mit Zitaten beschriebene Papierchen wachsen, die im Sonnenlichte lieblich glänzen,...", von denen ich eines pflückte und jetzt mühsam in dieses Beet verpflanze: "Altersweise hat Jean Paul zur nachprüfenden Lektüre einst bewunderter Bücher ermahnt. Sonst spräche man "ihr Lob zwar nicht andern aber sich selber nach".

Jahrzehntelang gab es für mich keinen Zweifel an der gedankenreichen und phantasievoll-entspannten epischen Kunst der "Josephs-Tetralogie" von Thomas Mann. Das Zwanzigste Jahrhundert hat nichts Gleichrangiges hervorgebracht. Wer nach einem Lese-Tipp lechzt für lange Urlaubswochen, für den liegt hier ein tiefgründiger Schatz bereit.....

Sieht bei neuerlicher Lektüre alles vollkommen anders aus? Gewiss nicht. ..../.../....

Beklemmend wirkt nun beim zweiten Lesen,....."
(Joachim Kaiser, Beunruhigende Nachprüfung, SZ, 28.Nov.06).
".... beim zweiten Lesen ...."!: Mir fehlen die Worte!!

Apropos "Einstein, Joyce und Schmidt" (alphabetisch geordnet - Ich hätt' auch Ludwig van Beethoven, Napoleon Bonaparte, Abraham-Louis Breguet und Karl Friedrich Gauß (ebenfalls in alphabetischer Reihenfolge) hinzuziehen können, was aber an der Aussage nichts änderte!):

"Joyce und Schmidt" - "Schmidt und Joyce" - sorry, Herr Senn, die beiden in einem Atemzug genannt zu haben, aber über die Rangordnung dieser zwei Spaßvögel hab'Ich, vermut'Ich mal, eine andere Vorstellung als Sie! (Hoffentlich bekommt Martin Henkel diese Ketzerei nicht zu Gesicht!!).

"Joyce und Schmidt": Als ich kürzlich nolens volens den tschitscheróne für entfernt mit mir verwandte US-Amerikaner "machte", die auf dem Friedhof in Hermannsburg, Kreis Celle, nach Gräbern längst verschollener Vorfahren suchten, mußte ich wieder an die merkwürdige "Hermannsburger Brücke" denken, die den "Ulysses" von James Joyce mit "Die Schule der Atheisten" von Arno Schmidt verbindet!: Letzterer hat das Hermannsburger Missionsschiff "Kandace" wegen der Jahreszahl 1853 ins "Spiel" gebracht (s. "VIX credendum est!"), aber als James Joyce im "Ulysses" eine Passage aus einem Text ("Die Gottespest" von 1883 (sic!)) des deutschen Anarchisten Johann Most (1846 - 1906) parodierte -

"Brood of mockers: Photios, pseudomalachie, Johann Most.

He Who Himself begot, middler the Holy Ghost, and Himself sent himself, Agenbuyer, between Himself and others, Who, put upon by His fiends, stripped and whipped, was nailed like bat to barndoor, starved on crosstree, Who let Him bury, stood up, harrowed hell, fared into heaven and there these nineteen hundred years sitteth on the right hand of His Own Self but yet shall come in the latter day to doom the quick and dead when all the quick shall be dead already."

hat er jenes Heide-"Kaff" wohl kaum im Sinn gehabt. Aus Johann Mosts zwei autobiographischen Schriften "Acht Jahre hinter Schloß und Riegel" (1886) und "Memoiren" (1903) konnte er jedoch von dessen Abenteuern dort gewußt haben:

"In Hannover traf ich auf der Herberge einen Mann, der mich für eine Buchbinderei in Hermannsburg engagierte, wo es mir, wie er meinte, sicherlich sehr gut gefallen werde. Da er mir Reisegeld gab, beschloß ich, wenigstens eine Inspektion der betreffenden Bude vorzunehmen. Mit der Eisenbahn hatte ich bis zur Station Unterliss, mitten auf der Lüneburger Heide plaziert, zu fahren - zwei Stunden Wegs davon lag Hermannsburg. Als ich ausstieg, bemerkte ich, daß die ganze Station eigentlich nur aus einer kleinen ländlichen Schenke bestand, in die ich natürlich alsbald eintrat, umso schleuniger, als ein fürchterliches Schneegestöber herrschte. An einem Tisch saßen zwei schwarz gekleidete junge Leute mit urblöden Gesichtern. Der Wirt stand am Ofen. Ich bestellt heißen Grog. "Wann kommt hier die Postkutsche für Hermannsburg durch?" inquirierte ich den Kneiphalter.

"Postkutsche? - na sowas - Sie müssen ja recht gut bei Groschen sein - zu meiner Zeit wäre es keinem Wanderburschen eingefallen, an eine Postkutsche auch nur zu denken. Übrigens gibts hier sowas überhaupt nicht." "Auf welche Weise bekommen denn aber die Leute ihre Postsachen übermittelt?" "Oh, die besorgt jeden zweiten Tag der Landpostbote per Handwagen," "Das muß ja ein allerliebstes Kaff sein - dieses Hermannsburg", rief ich ärgerlich, trank meinen Steifen und bestellte einen zweiten. "Oho, Mann, schneiden Sie sich nur nicht in die Finger. Da ist eine große Missionsanstalt..."

"Heiliger Bimbam! Also ein Muckernest!" Die beiden Jünglinge schlugen die Augen empor, wie arme Seelen, welche der Teufel in den Hintern zwickte. "Ja," sprach der eine davon salbungsvoll, "da werden die Gnadenmittel der Kirche reichlich verabfolgt."

"Worauf aber unsereiner gern verzichtet", ergänzte ich zum nicht geringen Verdruß der zwei Schwarzen, denen auch der Wirt durch Grimassen beipflichtete. Ich machte, daß ich fortkam, tappte lange im Schnee umher, und es war nahezu dunkel geworden, ehe ich Hermannsburg erreichte, wo ich nach vielem Suchen mein Domizil endlich fand - eine in einem Bauernhof untergebrachte Buchbinderei, in der indessen beständig drei Arbeiter beschäftigt waren.

Die Sache war nämlich die: So ziemlich im Zentrum der Lüneburger Heide, einer Gegend von unsäglich trockener Beschaffenheit, auf der außer den Heidschnucken, verkrüppelten Schafen, die sich, ähnlich den Ziegen aller Länder, sogar von armseligem Laubwerk zwerghaften Gestrüppes - dort Heidekraut geheißen - zu ernähren vermögen, und Bienen, die klein, aber emsig sind und demgemäß selbst das kleinste Blütchen besagten Krautes so intensiv belutschen, daß der daraus ersprießende Honig sogar eine gewisse Berühmtheit erlangte, dort liegt Hermannsburg.

Ein gewisser Pastor Harms, der dort "Seelen" hütete, geriet auf den schnurrigen Einfall, in diesem Heidedorf eine Brutanstalt für Missionare zu errichten, mittels welcher südafrikanischen Negern das Christentum in den Leib gerieben werden sollte. Ein Bauer gab Haus und Hof her, Geld regnete es nur so herein, und an Vagabunden, die Missionare werden wollten, fehlte es auch nicht. So blühte das Geschäft famos. Es wurde ein großes Gebäude errichtet, in dem die Negerbekehrer beim Dutzend so schnell zugestutzt wurden, daß alljährlich 50 derselben auf die unglückseligen "Wilden" losgelassen werden konnten. Alsbald richtete man auch eine Druckerei ein und gab ein Missionsblatt heraus, das binnen kurzem 20 000 Abonnenten musterte. Und da jeder Missionar eine Bibliothek mit auf den Weg bekam, so brauchte man auch Buchbinder an Ort und Stelle.

Da sollte nun ein Mensch, wie ich, sein Dasein fristen. Ich suchte und fand in dem etwa 1000 Einwohner zählenden Dorf sieben "fremde" Arbeiter, die ich mir alsbald insofern "kaufte", als ich sie vom Kirchenbesuch abwendig machte und veranlaßte, gemeinsam mit mir an Sonntagen in den beiden Wirtshäusern des Ortes so viel Leben in die Bude zu bringen, daß noch nach vielen Jahren mit Entsetzen davon gesprochen wurde. ..../.../....

Als die Frühlingssonne des Jahres 1866 zu scheinen begann, ward ich "des trockenen Tones satt", und im April flog der Vogel aus."

(Johann Most, Ein Sozialist in Deutschland, hrsgb. v. Dieter Kühn, 1974).

Aber Arno Schmidt durchschaute all dies möglicherweise, denn auch für Joseph Conrads Roman "The Secret Agent", der meiner Meinung nach mit "Die Schule der Atheisten" in Beziehung steht (s. das Kapitel "Sowas von Chic ... äh ... Chikanen!"), hat Johann Mosts Leben und Schreiben in verschiedener Hinsicht "Material" geliefert:

"Conrad did not believe in political solutions, whereas the chief model for Yundt, the German anarchist Johann Most, did. But it is significant that Most, who was often imprisoned, never actually used dynamite - he just talked about it."

(Martin Seymour-Smith, "Introduction", 1963).

Doch jetzt zu Harry Heine, wie in der Überschrift des vorigen Kapitels versprochen:

"...,und ich muß tadeln, daß er jener falschen Meinung, als hätten die Göttingerinnen allzu große Füße, nicht streng genug widerspricht. Ja, ich habe mich sogar seit Jahr und Tag mit einer ernsten Widerlegung dieser Meinung beschäftigt, ich habe deshalb vergleichende Anatomie gehört, die seltensten Werke auf der Bibliothek exzerpiert, auf der Weender Straße stundenlang die Füße der vorübergehenden Damen studiert, und in der grundgelehrten Abhandlung, so die Resultate dieser Studien enthalten wird, spreche ich 1. von den Füßen überhaupt, 2. von den Füßen bei den Alten, 3. von den Füßen der Elefanten, 4. von den Füßen der Göttingerinnen, 5. stelle ich alles zusammen, was über diese Füße auf Ullrichs Garten schon gesagt worden, 6. betrachte ich diese Füße in ihrem Zusammenhang, und verbreite mich bei dieser Gelegenheit auch über Waden, Knie usw., und endlich 7. wenn ich nur so großes Papier auftreiben kann, füge ich noch hinzu einige Kupfertafeln mit dem Faksimile Göttingischer Damenfüße."
(Die Harzreise).

Das vergleichen wir mit diesem hier:
BUTT (leichthin): "...... - " (....): "Neenee, also da gibt's nischt: die Frauen Coswix sind berufn ob der Größe & Schönheit ihrer Gesäße ... (?) -"; ..../.../....
BUTT (....): "Also auch Jena zweiflte das an ...(?): nu Meine Tése vd Anhalter=Po's! - Ich, nicht=faul, mach ihm den Vorschlag: stelln Wa Uns, StoppUhr in hand, vor's Portal des ChemieKombinats ...(?): ..../.../.... Standn Wir also 3 Stundn, an SchmiedeEisernes gelehnt, (bzw. den Rükkn an die 1 Linde=da), und sahen die Tausende junger Radlerinnen vorbei=streben: -,-: -(menschnbeobachtnd: aus MenschnLiebe!)- ...(?): NEIN!; man 'verhaftete' Uns mit nichtn!; man weiß alldort sehr=wohl, wie Ich der westlichn Bassen Roßschweif kürze! - Aber, mit 1 Wort,: es ward, dreisti/ämmich, festgestellt: daß Ich mit Meiner Behauptung schlicht=recht hätte!"
(SdA 158 u., 159 o.).

Wenn wir denn ma' "glaubm" wollen, Arno Schmidt hätte hier bewußt einen "Zusammenhang" hergestellt, und nicht mehr als das, so wäre der Gegenstand unseres Glaubens nix anderes als eine weitere der unzähligen "Einzelstellen"-Erläuterungen ohne "Einbettung" in eine die ganze "NovellenComödie" übergreifende Deutungshypothese. Mit der Domino=Theorie "71er Spiel" ordne ich den oben vermuteten Zusammenhang aber bei 1824 ein, und spätestens jetzt sollte zu erwägen sein, ob die mit "4" endenden Jahreszahlen, von denen "'14" - "'64" und "'34" - "'84" ja schon so häufig zu nennen waren, nicht auch wie die "3er"-Folge vollständig zu erfassen sein müßten. (Die Gesamtstruktur überblick'Ich auch nicht annähernd!). Wie Sie im Kapitel "VIX credendum est!" nachlesen können, werden die beiden Folgen z.B. durch die Lebensdaten Klopstocks (1724 - 1803) und Herders (1744 - 1803) "Domino"=mäßig miteinander verbunden. Und so muß noch 'mal auf Kolderups Digitaluhr und deren Anzeige "3 44" hingewiesen werden (auch in "VIX..." erwähnt): Es ist nicht auszuschließen, daß mit diesen Zahlen tatsächlich auf die drei in meiner Eintragung vom 2. Juli 2005 wiedergegebenen Stahlstiche von "Phiz" verwiesen wird, die aus einem 1844 erschienenen Roman stammen. Überdies enthält dieser genau 44 Illustrationen! Und dann müßte des alten Olmers Bemerkung auf "goldrand 117" unten -

"Und sowas '3 Phalltijes' lockt die Weiblein natürlich möchtich. - (?):
..../.../....
Es gibt da einen Roman von 1844, 'The Monks of Monk Hall' ...."

auf einen möglichen Zusammenhang hin überprüft werden, - aber das überlass'Ich Ihnen!

Da habe Ich mir nun - ach! - vor vielen Jahren erlaubt, in den >RegentropfenLeistn< auf "schule 67"

o . . . . o o    . . . . . . o    o . . . o o o
  o o . o o        . . . . o        o . . . o
    o . .            . . .            . . o
      o                .                o

etwas Geheimnisvolles zu sehen (BB 237/8, Jan. 1999, S.21), war dann später bei den "DuschTropfn" von "goldrand 177"

          .     .
        . .     . .
      o . o  :  o . .
    . . . .     o . . .
  . . . . .     . . . . o
o . . . . .     . . . . . o

auf ähnliches gefaßt (s. Kapitel "'71er Spiel, mit Chikanen'!", Fußnote 1), versuchte kürzlich mit heißem Bemühen das Leere von "goldrand 33"

: - / o . . o . . . . . o . . o . . . o o /

mit Sinn zu erfüllen (Kapitel "Sie könn'n's mà gloobm!") und fand schließlich für A&O's Rätsel von "goldrand 195"

'o o o o o o ichtat o o o o o o papo o o o o o '?

eine Lösung (Kapitel "Me, me, adsum, qui feci!")! Nun können Sie zurecht von mir verlangen, auch zu "goldrand 76"

(Nach kurzem Zaudern, den Mund an AE's Ohr: '.....'.: 'o...o,oo.oo!'):
"DarfsD's aber Niemandn weitersagn, ja? - ..../.../....
(Hat'n Nam' ändern lassn.)

meinen Schlauberger="Senf" dazu zu geben - O.K., "Pack' dat": Es geht hier ganz offensichtlich darum, den richtigen Namen A&O Gläsers auszuplaudern, für den es wohl einen triftigen Grund gab, ihn ändern zu lassen, und von "goldrand 115" beziehen wir eine interessante Anregung für ein mögliches Vorgehen zum Finden dieses Namens:

Er zählt ihr ihre Namen an ihren Fingern und Zehen her: ...

Stichworte "Namen" und "Zählen"!: - Zählen wa also zunächst mal die Buchstaben, die wir brauchen: 3x5 Punkte und Kreis=chen (Den Punkt vor'm Doppelpunkt definier'Ich als "Punkt"!). Also "Fünfzehn" (A.E.!: - Ann'Ev'II: "Du, ich bin Deine Norne" (AmG 115))!

Und wieviel Buchstaben brauchte Arno Schmidt, um seinen vollständigen Namen "Arno Otto Schmidt" zu schreiben ("Es ist über alle Maaßen entsetzlich, ich zu sein!!" (Faun))? - Genau!! (Sein Geburtsdatum zeigt auch "unangenehme" Quersummen: 1+8+1+1+4=15 und 18+1+14=33).

Schreiben wir statt 5+5+5=15 ein 5x5x5, so sind wir schon wieder bei der auf der folgenden Seite, nämlich "goldrand 77", genannte "125" mit gewisser Bedeutung! ("... libidinöse Besetzung der Mathematik": "The only explanation I have for this is that playing with numbers was like a preschool kid playing with mud." (Paul J. Nahin, The Story of i)).

Die Auffassung der drei Gruppen von je fünf "Elementen" als 555 führt zu einem elektrisierenden Zitat!:

Orpheus sieht sich um. Der Unhold ist verschwunden.
Er bemerkt nun, daß er selber laut gesprochen.
Allen Lebensekel hat er überwunden,
Freude ist sogar in ihm hervorgebrochen!

(Erinnern Sie sich? - : Im Kapitel "VIX credendum est" tauchte diese Zahl "555" schon einmal auf und führte ebenfalls zu einer Zitation (Haben Sie's bemerkt?)).

Arbeiten wir also mal mit dem Ansatz: Die fünfzehn Punkte und Kreis=chen müssen mit den Buchstaben a,c,d,h,i,m,n,o,o,o,r,s,t,t,t so "besetzt" werden, daß ein gewisser Sinn entsteht - eben auch passend zum "Rahmen" einer Interpretation der "MärchenPosse"!

"... - tz ohgott: ist denn kein Wohlmeinender hier, der mich unterbricht, eh' ich noch mehr Unsinn herauslasse? - " (Amg 77).

Niemand?? - Nun denn!:

Erstens: 'MOTTO'.:
(muttire (l.): einen halblauten, vereinzelten Ton ausstoßen: "mucksen"). Es folgt darauf das Kernwort, das "Schallwort":

Zweitens: 'ARSCH,
Kein Wunder, daß er seinen Namen hat ändern lassen! Ist sich Martina wirklich sicher? - Anscheinend nicht so ganz:

Drittens: ONDIT!'
(Aus diesem läßt sich aber auch NDITO= "N" dito! machen - also wieder "AH" und "N" in bedenklicher Nähe zueinander!).

Jetzt noch eine Bitte um Nachsicht für die allfälligen Mängel meiner Darstellungen: "... bin ein armes Zwiebelchen, nehmt mir das nicht übelchen!"

   .................
.......................
   .................

Verhallend, verweht:
Schaut doch mal in Carl Sternheims "Die Hose" (Butt?) von 1911 oder auch in sein "Die Schule von Uznach" (Alternder Mann im Konflikt mit jungen Leuten! - Kolderup?)! ..., ....(?): Nein! Wir wissen noch längst nicht Alles! -

Und werft einen Blick in Johann Gottfried Herders "Journal meiner Reise im Jahr 1769", vielleicht ergibt sich daraus auch noch einiges ....,....!: - Ja, sicher, im zweiten Band des "Aristipp", Brief 27, findet Ihr eine Beschreibung der Habseligkeiten des Diogenes: Vergleicht das mit dem, was in "Abend mit Goldrand" über Ann'Ev''s "Utensilien" erzählt wird! ....,...(?):

Nein, nein, hier ist jetzt Schluß, ich hab' in Zukunft anderes zu tun: "Haltet mich nich auf!" - (?): So komm' Wa doch nie zu 'nem Ende! -

Was? Noch' Tip? - : Heinrich Clauren: *1771! - August Wilhelm Iffland (+1814!): "Die Mündel" (Suse?) von 1784 und "Die Hagestolzen" (Kolderup?) von 1791! - Heinrich Böll: "Wo warst du, Adam?" (Tukker?) von 1951 - ...., das hört nich auf, kann man doch nich alles lesen! Schluß jetzt!!

nach oben
Ende August 2008:
Hurra!
Ein Jubiläum: Vor zehn Jahren hat mir die Schmidt-Stiftung, Bargfeld, verboten, meine Erkenntnisse zu "Die Schule der Atheisten" von Arno Schmidt zu veröffentlichen.
ES LEBE DIE FREIHEIT!
nach oben
12. September 2008
!: "GOETHE und das Geschenk eines seiner Bewunderer", ISBN-13: 9783837062823, ab heute LIEFERBAR!
nach oben
22. November 2009
Lesen Sie auch:
Hans-F. Tölke: "Auf's Tischtuch gekritzelt", ISBN-13: 9783839114148
Ein Beitrag zur Beantwortung der Frage nach der wahren Identität der Familie Jacobi aus "Zettels Traum" von Arno Schmidt. 21 Seiten, 10 Abbildungen. 5,80 Euro.
nach oben
Januar 2011:
Hier folgt das Fragment einer vorläufig aufgegebenen Arbeit über "Seelandschaft mit Pocahontas", das ich wegen des darin enthaltenen Bezugs auf "Auf's Tischtuch gekritzelt" den Lesern nicht vorenthalten möchte:
...............................................
Hier endet das Typoskript. Kann fortgesetzt werden.
nach oben
29. Januar 2012:
(zum Ausdrucken: Eine PDF-Datei)
nach oben
15. August 2012:
(zum Ausdrucken: Eine PDF-Datei)
nach oben
26. September 2012:
(zum Ausdrucken: Eine PDF-Datei)
nach oben
12. März 2013:
(zum Ausdrucken: Eine PDF-Datei)
nach oben
09. September 2013:

Fortsetzung folgt...

nach oben
18. Januar 2014:
nach oben
Zum 16. Juni 2014:
nach oben
18. Januar 2015:
nach oben
05. Oktober 2015: