Liebe Leserin, lieber Leser, mit dem heutigen Tag, dem 5. Sept. 2004, beginnen die Vorbereitungen, den Text, den Sie hier gesucht haben, in einem photomechanisch vervielfältigten Typoskriptband auf den Markt zu bringen - mit zahlreichen, nicht unfeinen Ergänzungen, mit vier vom Autor selbstgeschnittenen Gesichtern im Anhang und einer angebundenen kleinen giftigen - oder giftigen kleinen - Literaturkritik. Das kostet - natürlich - einige Zeit! Wenn Sie also über den Gang der Dinge etwas wissen wollen, bitte ich Sie bis ungefähr März/April 2005 um Geduld. Herzlichen Dank für ihr Interesse, Ihr HANS-F. TÖLKE
13. März 2005:
"Ich
schlage vor, dem Parlament ein Gesetz vorzulegen, das einem Autor, der
ein Buch ohne Index publiziert, das Copyright entzieht und ihn außerdem
für sein Vergehen mit einer Geldstrafe belegt."
Lord John Campbell
Er hat ja soo recht der olle Lord, aber das Registermachen ist ein so ätzender, langweiliger, langwieriger job!: - gar kein "Abenteuer in der Sylvesternacht" - (Allein das Register der Mottos (Ich hab' ja - schlau wie ich nun mal bin - immer "Motti" gesagt, aber im DUDEN steht "Mottos"!) enthält 43 Einträge), und nun muß ich diesen Teil der Arbeit an meinem Büchlein auch noch für einige Wochen unterbrechen - doch "Was lange gärt, wird endlich Wut!" (Oder so ähnlich).
Schauen Sie sich bitte das hier mal an:

Der Maler und
Graphiker Henri de Toulouse-Lautrec, geboren im Jahre 1864 ("'64"
(sic!): "Vor 50 Jahren" (SdA 64)) und gestorben im Jahre 1901 ("'01"
(sic!): "Alles ist Spaß auf Erden" (SdA 1) - letzteres hätte der arme
Henri wohl nicht unterschrieben!), liebte es, aus welchen Gründen auch
immer, auf seinen Plakaten die Begeisterung alter Männer für jüngere
Frauen darzustellen, wie auch auf diesem für den "DIVan JaPOnais 75 rue
des Martyrs" aus dem Jahre 1892.
Aber das ist ja nicht zu ............!! (Verb bitte selber einsetzen je nach Laune und Temperament).
ooo.....o.....ooo
......o........o.
..o..ooo.o..o.o..
.....ooo....oo...
..o.o....
3. April 2005:
Eines muß ich hier klarstellen:
Die Flunkereien, die Sie jetzt hier auf meiner homepage finden und in
Zukunft finden werden, stammen nicht aus dem oben als Projekt erwähnten
Büchlein, gehören also auch nicht zu den angekündigten, darin
untergebrachten "zahlreichen Ergänzungen"!
Wegen der Neuigkeiten, die ich demnächst einmal unter der Überschrift
"vix credendum est" hier bekanntmachen möchte, werden Sie die Hände
über'm Kopp zusammenschlagen (blödsinnige Metapher, das!) - z.B. wegen
des von mir vermuteten Hintergrunds einer Angewohnheit der Suse
Kolderup und auch wegen des Dominosteins, den Arno Schmidt in "Die
Schule der Atheisten" ganz und gar nicht im "71er Spiel" anlegen konnte
und der jetzt in "Julia, oder die Gemälde" herumflackt! (Stammt Ann'Ev'
nicht aus Garnich? - (Und kennen Sie den englischen Spielfilm "Ganz
oder gar nicht!"? ("Und die Schuld? Wie ich bin. Wie ich bin. Ganz oder
gar nicht." (Ulysses)))).
5.5.2005:
Es juckt mich in den Fingern, zu Bleistift und Papier zu greifen und mit dem Schreiben des angekündigten Kapitels "vix credendum est" zu beginnen (also - Leute, die direkt in die Maschine (ob mechanisch oder computer) tippen, kannIch nich verstehn!), aber dazu ist jetzt keine Zeit (verdammtes Register!).29. Mai 2005:
Nu isser mir wieder "beigefallen" - ach ja, richtig: Den letzten Satz meiner Eintragung vom 5. 5. 05 hab'Ich geklaut, und Demjenigen, der mir als erster mitteilt, "bei wem"und "wo", bekommt von mir ein signiertes Exemplar meines angekündigten Büchleins (wenn es denn fertig sein wird - über Seite 150 bin ich beim Registermachen hinaus!) zugeschickt -, jener "frappante casus": Ick lümmele so auf unserem superkommoden Sofa ("Wohnen Sie noch - oder leben Sie schon?") mit dem Schreibbrett auf den Knien, rühre den Bleistift und hör' dabei 'n bißken Musike (wirklich wahr - Potz Titta Ruffo und Feruccio Busoni!):2. Juli 2005:
Also ich glaub' ja, meine Mitglieds=Nummer (Oh Gott, was'n Wort wieder!) beim ASDS beginnt mit "Vier Fünf" (Warum mußte ich denn auch an der BA herummäkeln - pfui Deibel! (Hab' nich ma "richtiges" Abitur ("Eichenschule" in Scheeßel - "goodness gracious"!!))) - es hilft daher nichts - wird "Count Neitztachenitz" eben hier weiter schwadronieren, daßSe denken, Sie hör'n "radio gaga"!:


| (..... | Jajaa - schon recht, mein lieber Tieck - |
| hier aber weiß Ich sie - die Regel!) |
25. Juli 2005:
Oú - Mmann! - "Eichenschule" in Scheeßel!!: Ich hab' da mal 'nen gewissen "unsäglichen Hochstapler Dr. Hilpert" erwähnt - in BB 158-159, November 1991, S.24 -, woraufhin Herr Rathjen in Scheeßel "im Dreieck sprang" (BB 162-163, März 1992, S.31 ff.). Interessante Wirkung!| " | Nichts mehr sagen - |
| Nicht fragen - | |
| Nichts wissen - " |
| "Wartet nur, ich erzähle Euch schnurrige Sachen. Ich weiß: Ihr werdet lachen! | ||
| Faltet die Fahnen ent: | Hart Backbord! | |
| Alle Mann an die Brassen! | ||
| The whole life is vive la merde! | ||
| zumach'chn)/-: | ||
| DAS GEFECHT! | ||
| throwing semi=precious stones at each other: '!'; |
4. Sept. 2005:
| Später kam von dort ein echter, | |
| Fabelbauender Poet, | |
| Denn es hatten Urgeschlechter | |
| Guten Samen ausgesät. | |
| (Theodor Däubler, Das Nordlicht) |
nach oben
23.Oktober 2005:
!.........sei's gedankt, getrommelt und
gepfiffen!!:...äh...nà...saachmal - äh - Dingens: iss fertich (Buch
kann jetzt in'ne Produktion gehen! - Sie erfahren's, wenn's
"vorliegt"), un'dat neue Kapitel:
VIX credendum est
- Aber man sieht hier, wie ungeheuer in einem Autor alles aufwächst, und wie ein Würmchen, kaum federlang, noch ehe er vom Sessel aufsteht, sich zum Lindwurm ausstreckt und verdickt.
(Jean Paul, Leben Fibels)
- ...: je schnakischer die Einfälle sind, die der närrische Kerl, der Autor, auf die Bahn bringt, desto mehr lach' ich, und das ist Alles, was ich dabei suche.
(Christoph Martin Wieland, Die Abenteuer des Don Sylvio von Rosalva)
- - das Genie, das artistische Stürme bewegen - kurz jeder Mensch mit einem großen Entschluß oder auch nur mit einer perennirenden Leidenschaft (und wär' es die, den größten Folianten zu schreiben),....
(Jean Paul, Quintus Fixlein, Billet an meine Freunde vom 29. Juni 1795)
- "Siebzehn Predigten wurden anno 1541 gehalten und ediert, bloß damit sie Luthers Lebenslauf vortrügen ... Herr, Sie sollten etwas von sich drucken lassen!"
(Jean Paul, Leben Fibels)
- An wen woll' er sich wenden, um den Hintergrund des Freimaurer=Geheimnisses auszuhorchen, als an seine zwei eignen? Auf diese an seinen eignen Kopf angeöhrten hör' er sehr und indem er die Freimaurer=Reden, die er schreibe, genau durchlese und zu verstehen trachte: so merk' er zuletzt allerhand Wunderdinge und komme weit und rieche im Ganzen genommen Lunten.
(Jean Paul, Schulmeisterlein Wuz)
Na? - ham' Sie Lunte gerochen? - am Ende des letzten Kapitels "Sieben!" (:"Nachbarin Ihr Fläschchen!")?
Lunte (niederd. "Fetzen"), mit Salpeter getränkter und mit
Bleizucker gebeizter, langsam glimmender Hanfstrick, einst Zündmittel
bei Handfeuerwaffen und Geschützen.
Und die stank beim Glimmen - daher, wenn's roch, war was im Busch (die Hanfstrick=Assoziationen unterdrück'Ich!).
Denkn Se jaa nich, das mit der "Manipulation der 3 "N"=Primzahlen"
sei man nur so eine Vacuität, um in einer Art elegant=witzigem
Schlenker zum Schluß zu kommen: Nein nein, diese "Manipulation" führt
zu einer Jahreszahl, die ich mit "Hiram" assoziiere, und die mit einem
Gedankengang William T. Kolderups zusammenhängt (alles im Rahmen dieser
speziellen Dominovariante "71er Spiel"), der für mich gleich beim
ersten Lesen ein Gefühl für "Hinweischarakter" auslöste wie jene Szene
mit dem "GEFECHT" (s.o.):
(Demnächst würdn Wir sogar noch 'n paar alte=ausgediente
Maschin'nGewehre anfordern müssn; (gegn 'Wölfe' und sonstije Rude'l)).
(SdA 6u., 7o.).
So - jetzt kommt wieder was aus der Rubrik "Der Tölke spinnt!"
(Wie? - Schärfer fassen? - : "Völlig durchgeknallt!!" (:"Kann er nicht
mit den Kälbern und Stieren draußen seine Conversation führen? Besser
noch mit Dornen, Disteln und stachlichtem Unkraut im Felde, mit dem
giftigen Bilsengewächs, welches die Menschen wahnwitzig macht.")).
Ridi, Orlando:
Die "Manipulation": Primzahlfaktoren lassen sich auch "addieren"!: 3+7+23=33!
Oh Schreck, kommt "1.8." jetzt auch noch ins Spiel?: Dieser Herr
der Finsternis, der "maßlos unterschätzte Teufel" (Willy Brandt) und
"Berliner Berserker" (Philip Roth), dieses personifizierte Grauen,
dieser Un=Mann mit Eigenschaften, "Titan der Zerstörung" (Martin
Broszat), bei dessen Beschreibung alle sprachlichen Möglichkeiten
versagen und aus dessen Schatten hervorzutreten uns vielleicht nie
gelingen wird: "Denn der ist und bleibt - und bleibt - die Leiche, die jeder Deutsche im Keller hat." (Rolf Hochhuth, Die Leiche im Keller).
Leider ja! Es folgt ein mit Tod und Verderben ("Der 18/18-Staat", Eugen
Kogon, *1913 (S = "18. Buchstabe in der Rubricirung"!: Arno Schmidt ist
also "1.18.", geboren am 18.1.!)) zu assoziierender Part im "71er
Spiel", bei dem eben, trotz aller Unvergleichbarkeit, "1.8." und "N"
die wesentlichen Rollen spielen und offensichtlich die "3er Folge"
(Auch für Arno Schmidt war mit "'33" sein Schicksal als Teilnehmer der
größten "Reiseveranstaltung", als Soldat des GröFaZ, das ihn zum Schluß
als POW in die Nähe von Brüssel brachte, besiegelt: "...: der
Grundirrtum liegt immer darin, daß die Zeit nur als Zahlengerade
gesehen wird, auf der nichts als ein Nacheinander statthaben kann. "In
Wahrheit" wäre sie durch eine Fläche zu veranschaulichen, auf der Alles
"gleichzeitig" vorhanden ist; denn auch die Zukunft ist längst
"da"....." (Arno Schmidt, Seelandschaft mit Pocahontas)):
"Vor fünfzig Jahren" bezüglich 1933: Da wurde das Maschinengewehr erfunden, von Hiram
Maxim, und bevor wir obiges Zitat von "schule 6/7" , in dem dieses
Tötungsgerät (wohlgemerkt nie für die Jagd auf Tiere geplant, gedacht,
erfunden - die Autobiographie jenes "Hiram" müssen Sie mal lesen!) nur
aus diesem Grunde (Jahreszahl!) von Arno Schmidt genannt wurde, wie ich
hiermit behaupte, weiter untersuchen, drei Zeilen von Adelbert v.
Chamisso:
"Als Anno dreiundachtzig sich zum Krieg
Gerüstet Engelland und Niederland,
Ward beiderseits gebetet um den Sieg...."
(Daß die in meiner Chamisso-Gesamtausgabe, die laut Widmung an Weihnachten 1913 verschenkt wurde, auch noch auf Seite 253 stehen, iss auch wieder so'n Ding - von '13 und '53 wird noch zu reden sein!).
"...'Wölfe' und sonstije Rude'l..."
Seltsame Zeichensetzung - gell, Mr. Woods?! - , es geht hier nämlich gar nicht um Wilde Tiere!:
'Wölfe': "Wolf wollte er genannt werden und nicht Adolf, sein
Autowerk hieß Wolfsburg, Wolfschanze sein Hauptquartier" (Michael
Stürmer, Sein Ort in der Zeit), und hieß sein Deutscher Schäferhund
nicht "Wolf"?
Bei Rude'l (Es gehört "Weltkenntnis" dazu, Herr Wollschläger!)
denken wir sofort einerseits an die Marseillaise und den Arc de
Triomphe in Paris und andererseits an einen jener stahlgewittrigen
Helden, wie sie in Kriegszeiten so aufzusteigen pflegen und die auch
"N" so liebte! ("Ich kenne auch den Menschen und bin in der Beobachtung
desselben alt geworden, ich habe in vielen Büchern geforscht und deren
Lehren ergründet, und darum weiß ich auch, daß Dasjenige, was Ihr mir
da beibringen wollt, völlig unsinnig und unmöglich ist." (Tieck)).
"1.8." und "Marseillaise" und "Napoleonisches Zeitalter"? - Dominospiel mit Jahreszahlen!:
"100 Jahre Französische Revolution": Wird jener Unnennbare geboren - schreiben wir's "1.8.:'89"!
"1.8.:'13": Mit der Völkerschlacht bei Leipzig begann der Weg der Deutschen - über das Datum 18. Januar 1871 ("71er Spiel": Der schwergefeierte "2.9." war Sedanstag!: "29"!) - , der schließlich im Unbeschreibbaren endete!
Und es ist nicht Arno Schmidt allein, der "N" und "1.8." gedanklich
assoziiert (Denken Sie an die merkwürdigen Parallelen in den Kriegen,
die sie führten: Der Versuch, England in Nordafrika zu "treffen",
vorbereitete und dann doch abgebrochene Invasion Englands, Scheitern in
(vor) Moskau!):
"....Er rückte die historischen Fakten noch konsequenter in das
aktuelle Bezugsfeld, indem er die Parallelen zwischen der
Napoleonischen Invasionspolitik und den Plänen des Führers für den
Rußlandfeldzug verdeutlichte. ...." (Dieser Tod passt zu mir, hrsgb.
von Hans Coppi und Geertje Andresen. Harro Schulze-Boysen hatte die
Flugschrift "Napoleon Bonaparte. Sein politischer Weg kurz dargestellt
in Auszügen aus bekannten Werken der Geschichtsschreibung " im Frühjahr
1941 erarbeitet. Sie kursierte dann in Berliner und Münchener
Widerstandskreisen. In "Der lautlose Widerstand" von Günther
Weisenborn, Hamburg 1954, wurde der Text nachgedruckt!)
"Denn dieser Eine hatte ja in unserem Jahrhundert das Recht, dem einst
auf St.Helena sitzenden Napoleon nachzusprechen: "Solange man von Gott
redet, wird man auch von mir reden!" Die Unsterblichkeit des
Auschwitzers, des Endlösers können nicht einmal der Sänger Flüche
"ausradieren", nicht Heines:
Nicht gedacht soll seiner werden,
nicht im Liede, nicht im Buche -
dunkler Hund im dunklen Grabe,
du verfaulst mit meinem Fluche!
nicht Uhlands:
Dein Name sei vergessen,
in ewge Nacht getaucht,
sei wie ein letztes Röcheln
in leere Luft verhaucht ...."
(Rolf Hochhuth, Die Leiche im Keller)
"Ist die Weltgeschichte Zufall oder bloßer Unsinn?" (Arno Schmidt, Die Umsiedler)
"1.8.:'89": Die in DER SPIEGEL so hochnäsig belächelte "schule 8 u.
9" könnte schon "Bedeutung" haben!: Stellt Euch doch erst eine Frage,
bevor Ihr "schnellfingrig" (Schmidt) mal wieder die voreilige, bequeme,
zur Gewohnheit gewordene Formel herbetet: "Also was Der, der Schmidt,
da schon wieder gemacht hat!" (Und das, was Er da gemacht hat, möglicherweise dann noch "korrigiert"!).
"Wer will wissen, was einzig schön ist, und wer kann es lehren? Und
wer, was geistiger Natur ist, Grenzen setzen und Regeln dafür geben? O
ihr trockenen, ledernen Alltagsmenschen, ersinnt immerhin Regeln! Die
Menge wird euch loben für die dargebotenen Krücken, wer aber eigene
Kraft fühlt, verlacht euch."
(Caspar David Friedrich)
Schau'n wir uns "schule 6" an, wo unten die "Maschin'nGewehre" steh'n:
"('L'École des Vieillards')":
"Die Schule der Alten", Komödie (1823) von Casimir-Jean-Francois Delavigne (1793 bis 1843).
"Dräi-dräi-dräi: Jaab's bei Issos Käilerräi!" ("Wenn er spielt
Jäije - das iss so wie wenn wääint äiner!" ("Dann ist er aber auch
fertig, ja?!" - "Näi, dann mäiht'er auf der anderren Säite!" (So
Erinnerungen eines Fahrschülers))) - - : Es siegte Alexander über
Dareios III.
Ko=domannos!
"-(?): was auf dem Börd huscht? 1 SilberFischchin, (daß die erst aus Amerika gekomm' sein soll'n, muß OKEN Andern erzähl'n!).":
Lorenz OKEN, 'Allgemeine Naturgeschichte für alle Stände', 13 Bde., Stuttgart (Hoffmann) 1833 - 1843.
(Dank dem "Hausgespenst"!: Damit kann's auch der dusseligste Hans-Eff Tee!)
"Das - heut erfreulich dünne - Amtsblättchen...:tz!: der Kollege,
in Heide, hatte'n 13=jährijn Jungn, wegn 'ChausseeBeschädijung', zu 8
Tagn Gefängnis verurteilt?!"
13?: - Chaussee?: - "napoleonische Zeiten"! Vielleicht hatte Arno
Schmidt diese Geschichte sogar aus jener Zeit - und auch hier gibts ja
eine gewisse "Parallele": "N" und seine "Chausseen", "1.8." und die
immer wieder, bis zum Erbrechen, herbeizitierten "Autobahnen" (Sehen
Sie? - schon wieder!).
"'Echte Gemälde' oder Stiche: dieser Guide war ja ...!(dh Einiges
wäre schon... -: ein schöner=früher SCHLOTTER, 'Hügel um Hildesheim'.
GISELA ANDERSCH, 'Haus des Umsiedlers', Tempera."
"Tempera"! - genau!!: "temporibus servire - ex tempore - tempori
cedere - tempus est!": Die Prosastudie "Die Umsiedler" von Arno Schmidt
erschien 1953! - und damit gehen wir ganz kühn (Vetter "Schorse Kühn"
aus Hohja!) zu:
"'EVGSB' - warum hatt'er, mit Kreide, gerade=diese Buchstabm auf d's Glas geschriebm?"
Glas iss für'n Durchblick!: Die EVG = Europäische Verteidigungs-Gemeinschaft (s. "Das steinerne Herz") war nur während eines
ganzen Kalenderjahres aktuell: 1953! Und wenn wir unter "SB" ein "Siehe
Brüssel" verstehen dürfen, kommen wir einerseits zu "'45" (dazu unten
mehr, "POW" s.o.), und andererseits zu 1949 ("Brüsseler Verträge"),
einem der "Schlüssel"-Jahre in "Die Schule der Atheisten".
Aus dieser "3er-Folge" hatten wir ja schon früher auf dieser
"Seite" - ohne sie als solche anzusprechen - die Jahre 1853 (Tod Ludwig
Tiecks, Entdeckung des Planetoiden "Proserpina") und 1963 (Tod Gustaf
Grüngens', am 7. Okt.!) genannt, und werden sie jetzt hier anhand der
3er-Jahreszahlen des 19ten Jahrhunderts (merkwürdig viele Todesjahre!)
ohne das oben schon erwähnte mal entwickeln:
- Stirbt Johann Gottfried Herder (*1744): "Bewahre mich, GOtt, vor Wundern!" (SdA 11)
Tod Friedrich Gottlieb Klopstocks (*1724): "... umschwebt von zierlichen Metten,..." (SdA 42)
Heiratet Friedrich de la Motte-Fouqué die Caroline Philippine v. Rochow, geb. v. Briest, (+1831), s.u. "1833"!- Christoph Martin Wieland stirbt (*1733!): "'Ländliches Gehöft mit offenem Holztor am Seeufer'" (SdA 21)
Wieland hatte den Diktator, der in der Person Napoleons dann tatsächlich erschien, aufgrund der politischen Entwicklungen nach 1789 für Frankreich vorhergesagt: "When the guillotine has done its work, they'll patch up the timbers into a throne." Weshalb "N", der davon wußte, ihn auch treffen und mit ihm sprechen wollte, als er im Herbst 1808 nach Weimar kam!:
![]()
(1913: *Hans Egon Holthusen und Willy Brandt)- Es stirbt der Papst Pius VII., der im Jahre 1804 Napoleon zum Kaiser aller Franzosen krönte.
(323 v.Chr.: + Alexander d. Gr.)
Und ein Dominostein, den Arno Schmidt in "Die Schule der Atheisten" wohl nicht "anlegen" konnte oder wollte, der aber in "Abend mit Goldrand" Verwendung fand (zum Dominostein in "Julia" komm'wa noch!): Diogenes von Sinope stirbt im Jahre 323 v.Chr.: Die 51 überlieferten Briefe (Paris 1873) sind unecht: "... den 7 Weisen Griechenlands." (SdA 159).
"Die ersten Riesenfässer im Heidelberger Schloß wurden 1591 und 1664 angefertigt"!
(1923: putscht jener "1.8." hier in München).- Heiratet Friedrich de la Motte-Fouqué seine Albertine Maria Tode (s.o. im Zusammenhang mit Josephine Beauharnais!).
Hier, bei den Fouqués, könnte einer der Ausgangspunkte für Arno Schmidts Idee mit den "Dominosteinen", mit der speziellen "Chrono"=Metrie, liegen: Der Dichter stirbt 1843, und auch seine vier Kinder haben im hier betrachteten Zusammenhang bemerkenswerte Lebensdaten:
Marie Luise Caroline, (1803 bis 1864)
Ohne Namen, (geb. und gest. 1834)
Karl Friedrich Wilhelm, *1839 ('39 Geburtsjahr Kolderups und Beginn des Krieges von "1.8.")
Friedrich Wilhelm Waldemar, (1843 bis 1921)- Johann Friedrich Kind, der das Textbuch zur Oper "Der Freischütz" (1821! - dazu unten mehr!) von C.M. v. Weber schrieb, stirbt am 25. Juni.
(Im Frühjahr 1943 Kapitulation der Deutschen in Stalingrad - s. Eintragung vom 25.Juli 05! Im selben Jahr *Andreas Baader)- Wird in Harburg das Segelschiff "Kandace" gebaut.
("Aber machten denn diese beiden allein die ganze Kosmopolitenbande aus? - nein, es gehörte noch ein Schneider und ein Friseur dazu,..."*
*Wahrscheinlich Anspielung auf Johann Schweighäuser (1753 - 1801) und.... (Karl Philipp Moritz, Andreas Hartknopf).
Francois Rabelais, dessen "Gargantua", die Geschichte von Pantagruel's Vater, im Jahre 1534 erschien, starb 1553!: "Rabelais' Vater: iss auch Apotheker gewesn! Manche Biografen sagen allerdings 'Gastwirt'" (SdA 17)).- William Makepeace Thackeray (geb.1811!) stirbt am 24. Dezember: "'Nichts ist geheim', hat schon Thackeray;..." (SdA 34).
Am 29. Jan. wird Frederick Delius in Bradford geboren (+1934!).
(Josephine Beauharnais wurde 1763 geboren wie auch Jean Paul!).- Am 18.1.(!) stirbt Edward Bulwer-Lytton (*1803!): ISIS: "The Last Days of Pompeii" (1834!).
Napoleon III., Kaiser der Franzosen (1852 bis 1870), geboren am 20.4.(!), stirbt am 9. Januar.
(1773 ist das Geburtsjahr Ludwig Tiecks!)- Siehe oben! (1983: *Cosmo Schweighäuser: 17+14=31!).
- Die Lyrische Komödie "Falstaff" von Giuseppe Verdi (1813 bis 1901), aus der das Motto für "Die Schule der Atheisten" stammt (SdA 1), wurde in diesem Jahr uraufgeführt.
James Thorne Smith ("Cosmo") wird in Annapolis, Maryland, geboren (gest. 1934 im Alter von 41 Jahren!).
"Satan und Ischariot" von Karl May.
(1793: Tod des Karl Philipp Moritz!).
Diese "schule 6"
(1+2+3=1x2x3=6!) hat's "in sich" - AN DEN GRENZEN DER SPRACHE! Mit den
Jahreszahlen sind wir nämlich durchaus noch nicht am Ende:
"'Echte Gemälde' oder Stiche: dieser Guide war ja o..! (dh Einijes
wäre schon o..-: ein schöner=früher SCHLOTTER, 'Hügel um Hildesheim'."
Ein erstes Jahreszahlen=Trio lesen wir heraus mithilfe des
"Hausgespensts": "Dieses Bild von Eberhard SCHLOTTER, einem Freund von
AS, ist n.i.. Es erscheint weder im 'Werkverzeichnis der Radierungen'
(1969), noch in der Schlotter-Monographie von M.P. MAASS (1971)."
Daß die genannte Monographie 1971 erscheinen würde, hat Arno
Schmidt zur Zeit der Niederschrift von "Die Schule der Atheisten"
durchaus wissen können! - "71er Spiel": Im Jahre 1971 feierte Eberhard
Schlotter die Vollendung seines 50. Lebensjahres - also *1921, womit
auch das Erscheinungsjahr des Werkverzeichnisses denselben Signalwert
bekommt (1769: nicht nur * Napoleon, sondern auch "Wie die Alten den
Tod gebildet" von G.E. Lessing erscheint!)!
(Über die Kreis=chen und Punkte im obigen SdA-Zitat: o.. o.. =
dräi dräi ("33"!) werden Sie im angekündigten Buch die notwendigen
Hintergrundinformationen finden!).
Das für "Die Schule der Atheisten" so wichtige "'21" (Entstand der
"Ulysses" von James Joyce nicht in '14 bis '21?) kann auf "schule 6"
ganz leicht noch drei=mal entdeckt werden, ein viertes=mal auf "schule
7" (wieviele der versteckten Hinweise ich nicht fand, weiß'Ich
natürlich nicht!):
Jaja; die mietenbildende Kraft des LandVolks! (SdA 6 u.).
"Hausgespenst" (Band 2, S.17): "Die mythenbildende Phantasie des
Landvolks,...". Aus den einführenden Bemerkungen zu 'Der Freischütz'
von Richard SPECHT. Hier erscheint zum ersten Mal in der SdA (wenn auch
indirekt) ein Hinweis auf Carl Maria von WEBERs 'Der Freischütz'
(1821), einer Oper, aus der AS im Verlauf des Buches noch häufig
zitieren wird.
('Namen merkn';(:ob es tatsächlich 'verästltn Rauch' gibt, wie DÄUBLER im 'Nordlicht' behauptet?) (SdA 6 u.).
Theodor Däubler, Das Nordlicht, Band 1 von 1921, S.518 (Quersumme
14!), - erinnern Sie sich an das Zitat von S.158 im Kapitel
"wormholes"?:
Tief unten, im schattigen, windstillen Tale,
Entstanden einst Hütten nach ländlichem Brauch,
Dort richten die Mütter soeben zum Mahle,
Denn über den Bäumen verästelt sich Rauch.
Hôhóo!:
BUTT .... -: was sagt'nn der geistreiche DÄUBLER dazu? -:?"
(Kolderup produziert aus d Tasche d 2 DünndruckBände des
'Nordlicht';(welche, zusamm'mit 1 SammelBand JEAN PAUL, seine
Reisebiblio ausmachn). Der Professor öffnet 1 aufs G'rotewohl:? -
'denn oft wohnen Denker in marmornem Bau!-) (SdA 150 u.).
Das Nordlicht, Band 1, S. 185 (sic!):
Wie Inseln, umbrandet von schäumenden Wässern,
Erscheinen die Villen, in blühender Au,
Und bergen die Träume von Daseinsvergessern,
Denn oft wohnen Denker in marmornem Bau.
(Jaa - Napoleon und die von schäumenden Wässern umbrandeten Inseln!)
"Doch schweift der Sinn ....":
518
158
185
* 15.8. und + 5.5. und dreimal eins=acht! - klingt wie'ne Beschwörung! Die Summe aller Ziffern im Quadrat ist 2x21 = 3x14 = 6x7 = 42: Addieren wir 3x18 und 3x5, ergibt sich 69!: Und 1969 sind sowohl Butt als auch Schmidt 55 Jahre alt!
.......
Löst der Geist die großen Ordnungsknoten,
Hat in Euch sich Chaos aufgebäumt?
Und noch'n Gedicht:
O Menschheit, wie bist du mit Rätseln geschwängert!
Dadá, dadadá dadadáda dadáda:
.......
Zurück zu 2x21 =
3x14 = 6x7 = 42 ("In der Gnosis repräsentiert die Zahl sieben das
Schicksal, im Märchen ist sie Ausdruck der Vollständigkeit" (Heribert
Prantl, Otto Schily, der Verkannte, S.Z. 17. Sept. 2005)):
Many many millions of years ago a race of hyperintelligent
pandimensional beings (whose physical manifestation in their own
pandimensional universe is not dissimilar to our own) got so fed up
with the constant bickering about the meaning of life which used to
interrupt their favorite pastime of Brockian Ultra Cricket that they
decided to sit down and solve their problems once and for all.
And to this end they built themselves a stupendous super computer
which was so amazingly intelligent that even before its data banks had
been connected up it had started from "I think therefore I am" and got
as far as deducing the existence of rice pudding and income tax before
anyone managed to turn it off.
...........
"O Deep Thought computer," he said, "the task we have designed you
to perform is this. We want you to tell us..." he paused, "the Answer!"
"The Answer?" said Deep Thought, "The Answer to what?"
"Life!" urged Fook.
"The Universe!" said Lunkwill.
"Everything!" they said in chorus.
Deep Thought paused for a moment's reflection.
"Tricky," he said finally.
"But can you do it?"
Again, a significant pause.
"Yes," said Deep Thought, "I can do it."
"There is an answer?" said Fook with breathless excitement.
"A simple answer?" added Lunkwill.
"Yes," said Deep Thought. "Life, the Universe, and Everything.
There is an answer. But," he added, "I'll have to think about it."
............
"Seven and a half million years our race has waited for this Great
und Hopefully Enlightning Day!" cried the Cheerleader. "The Day of the
Answer!"
............
"Tell us!"
"All right," said Deep Thought. "The Answer to the Great Question..."
"Yes...!"
"Of Life, the Universe and Everything..." said Deep Thought.
"Yes...!"
"Is..." said Deep Thought, and paused.
"Yes...!"
"Is...!"
"Yes...!!!...?"
"Forty-Two," said Deep Thought, with infinite majesty and calm.
(Douglas Adams, The Hitchhiker's Guide to the Galaxy).
Das Beispiel von "schule 7":
Jaja die ThalerWährung, (à 24 Groschen, zu 12 Pfennijn; ('6 Siebzehner'))
"Hausgespenst" Band 1, S.34: "Diese Einteilung galt bis zum Münzgesetz vom 30.9.1821."
So - bleibt noch das dritte von "schule 6" zu "erledigen":
Und gleich wieder der, altmodigen, elektischn Uhr zunikkn 3 44 : !; (Zeit in Zahlen).
Nich daß'Se denk'n, mit den Zahlen "3 44" käme ich nu' in
Erklärungsnot: Dazu ließe sich schon einiges sagen, auch weil sie zu
den Paaren 14-64 und 34-84 passen, aber das ist noch nicht
"gargekocht"! Zunächst folgen wir dem Mitarbeiter am "Hausgespenst"
Hans-Michael Bock - wir betrachten "verdammt Paralleles"!:
Wann wird es endlich Uhren geben, auf denen man klipp und flink 21/34 ablesen kann?! (StH).
!: ...? -:....! - Aber natürlich vertrau'Ich d'rauf, daß Arno
Schmidt in "Die Schule der Atheisten" ganz bewußt, gezielt,
absichtlich, mit der Hoffnung, auch dieser oder jener Leser würd's
merken, auf diesen "Koprolithen" angespielt hat - den er vermutlich
damals schon mit dem Gedanken an eine "Napoleon"=Erledigung dort
"abgesetzt" hat - , also nicht nur steinernes "Herz"! Denn dieses hier
aus "Die Vogelscheuche" von Ludwig Tieck - verknüpft bekanntlich mit
"'34" - war ihm ja wohl bestens vertraut:
"Bedenke, daß an demselben Tage, an welchem das große Lissabon
durch das ungeheuerste Erdbeben, von welchem die neuere Geschichte
weiß, vernichtet wurde, die unglückselige Maria Antoinette in Wien
geboren wurde. An demselben Tage, an welchem der zu strenge
Hohenstaufe, Heinrich der Sechste, so viele seiner Vasallen in Italien,
und unter diesen auch manchen nur halb Schuldigen auf grausame Art
hinrichten ließ, sein großer Sohn, der zweite Friedrich, zur Welt kam."
Das Jahr "'34" hat schon eine besondere Funktion als "Weiche": Die
Ermordung der Vasallen läßt in Verbindung mit diesem Jahr natürlich
sofort wieder die Erinnerung an den schrecklichen "1.8." aufsteigen!
("Hall Freitod" (Harry Mulisch, Siegfried (Lesen Sie mal diesen
Kurzroman - auch bei dem hat "Die Vogelscheuche" Pate gestanden)): "...
jenes lederne Scheusal, jener Garten-Unhold, jener vogelscheuchende
bairische Hiesel,..." (Die Vogelscheuche)): Der
wurde in dem Jahr 45 Jahre alt - und '45 ist sein Todesjahr! Über die
Zahlen 45 und 450 wurde im Kapitel "Die Tschei=Na - Konneckschn" ja
schon ein Zusammenhang mit dem Artilleristen E.A. Poe hergestellt -
"Fünfundvierzig" also nicht nur Zahl der größten "Rohrerhöhung" und
damit "Reichweite", sondern wegen der Atombomben (Jeweils abgeworfen
von einer "B 29" (sic!), auf Nagasaki am 9.8.: "8 und 9"!) auch Zahl
der größten "Wirkung"!
Doch bleiben wir noch bei "Die Vogelscheuche". Es findet sich dort
nämlich die "Wurzel" für "Exarch" - "ExArsch" - "HexArsch" (Was
Edschmid recht war, sollte Timon d'Arsch billig sein! (" -:'and none
can read the text, not even I; and none can read the comment but
myself'. TIMON d'ARSCH.-" (SdA 139 o.).) Erinnern Sie sich bitte an
Felix Dahn (*1834!) und "Ravenna"):
"Mit Hanswurst erfahren wir eine Lieblingsspeise des Volkes, und
nennen noch traulich den Spaßmacher so; dummer Hans, Hans Dumm ist
schon anstößiger, aber Hans - vereinbart mit jenem furchtbaren
einsylbigen Laut, den man in der edlen Gesellschaft nie nennen soll,
verletzt, zerschmettert, vernichtet und bringt auch den Stärksten aus
seiner Fassung .... Sonderbar, in der Einsamkeit, unter Vertrauten,
oder gar in etwas rohen Zirkeln, verliert dieser magische Laut wieder
seine Kraft und seine Bedeutung,.... Aber, wie schon Zettel in der
Sommernacht sagt: "Die Damen können so etwas nicht vertragen",...."
(Aus dem Kapitel "Wunder. Magie." des "Vetter Martin": denken Sie an
Martin Schmidt aus "AmG"!).
Und weiter im eigentlichen Text der "Mährchen-Novelle":
"Am auffallendsten aber betrug sich die geschminkte Witwe, die
sogleich nach dem deutlich ausgeprochenen Zauberwort mit einem lauten
Schrei in Ohnmacht gefallen war.../.../..., und da fuhr mir dann eine
etwas unbedachte Aeußerung aus dem Munde, ein altes Wort, was den
großen Anstoß gab und den Tumult veranlaßte, das aber auf diesen
Lohbrenner, wie eigens für ihn gegossen, paßte.
Ein Wort? sagte Peterling erstaunt, wie kann ein einziges Wort eine so gewaltige Kraft in sich führen?....
Und von dem Theil, den gemeines Volk unpassend und grob zum Schimpf
erniedrigt, und den im Gegentheil unser Wieland in Idris und Zenide so
lieblich und schalkisch besungen hat, den die höchst gebildeten
Griechen selbst in Statuen verherrlichten, geht das unsägliche,
herzbrechende Elend von vier Liebenden aus.....
Das ganze Feenreich wurde ernsthaft und zitterte für mein
Schicksal, und - da fuhr mir ein Schimpfwort heraus, ein abscheuliches,
welches ich in dem niedrigsten Zirkel der Sterblichen gehört und mir
eingeprägt hatte, welches mein Elend entschied. Ach! darin sind wir wie
die Kinder der Sterblichen, dergleichen Unanständiges behält man gar zu
leicht und wendet es nur gar zu gern wieder an. Ach! weißt Du denn,
lieber Rohrdommel, die gräßliche Geschichte,....
Ich kenne wohl das Wort, sagte Rohrdommel,...."
" -(?): ja; so'n Duzznd Chinoiserien; (soga alte=ächte) - :tz; Ihr
hetzt Mir sämtliche diesbezüglich'n RohrDommln auf'n Hals!" (SdA 106
u.).
Was mit einem Kunstwerk passiert, in das eine Fee, wie eben auch
"Rohrdommel" eine ist, "hineinfährt", ist ja Thema von "Die
Vogelscheuche"!
"'m'Arsch der finnischen Reiterei" fällt mir unweigerlich ein - da
sowieso noch eine Wieland-Quelle betrachtet werden muß, setzen wir den
von Ludwig Tieck erwähnten Riemel von dem gleich hierher:
Wie wenig fällt in diesem Augenblicke
Der Nymf' ein Argwohn ein, daß sie verrathen ist,
Und daß, durch Amors Hinterlist,
Was Zefyr nur bisher gesehen und geküßt,
Das unbescheidne Aug' von einem Mann entzücke!
Hier, lieben Leute, zeigt sich eine kleine Lücke
Im Manuskript. - "Warum denn eben hier?" -
Das weiß ich nicht, allein wer kann dafür?
Die
Unterstreichungen sind von mir - soviel Plattdeutsch wird ihm wohl
geläufig gewesen sein! Von Nymphen, Sylphen, (sogar von Centauren) ist
in dem romantischen Gedicht die Rede - ham'Se die in "Die Schule der
Atheisten" schon entdeckt?:
MARJORIE (trumphbewußt): "Sie flehte ständig=nur um die 1 Gnade:
zu einer Lampe werdn zu dürfn;: um immerdar vor dem HochAltare zu
leucht'n! - Diese Bitte ward Ihr gewährt..."
CHADBAND: "Das Wunder ist unbezweiflt. -: Ich habe DIE Lampe sèlbst=gesehen! -:DÀ! -:BITTE! -:!"
(denn Marjorie erscheint; id Händ'n 1 treu=herzich ÖlLämpchin: -.- Sie stellt es, behütsamst, auf eine Kante des FreßTisches: -!- . -(Um=blikknd) : 'Das ìst Sie.-'./(Worauf doch=Alle, irr'dWind'wie 'beeindrukkt'...)/ -: das LammpnFlämmchin fängt aber auch an, sich Zoo=bewegin; 'wirrt unru- h(l)ich'.../....DIE FLAMME (beginnt plötzlich, unter feinem SingGezisch, sich zu verlängern, -, bis sie mantlblau ist, mit einer spitz'n grauweißn Seele, ^ , Sie nickt 2 Mal, bedeutsam mit der Spitze: ´´ - Und sinkt dann auf ihre ursprüngliche Größe zusammen,....
Diese Geschichte
mit NINO und seinem "Computerlein" ist mir gleich beim ersten Lesen
unangenehm gewesen, erschien mir irgendwie "unpassend", ja beinah'
etwas peinlich - aber deuten kann'Ich das damit verbundene unklare,
dumpfe Gefühl nicht! Mit dem Interesse, das Arno Schmidt an Logarithmen
hatte, sind die Leser seiner Werke ja früh schon von ihm bekannt
gemacht worden:
Arm um die Schultern: "Unser Haus hat eine Seele bekommen."
(=Bücher. Cicero.). Sie neigte sich und fingerte und las: Cooper,
Wieland, Jean Paul: Moritzcervantestieckundsoweiter.
Schopenhauerlogarithmentafeln. "Wie das?" (Die Umsiedler, erschienen
1953).
Und spätestens seit Erscheinen von "Wu Hi?" konnte das Maß der
wohl zugrundeliegenden - ja - "Besessenheit" auch eingeschätzt werden.
Damit ergab sich nach meinem Empfinden aber noch immer keine
zureichende Begründung dafür, daß dieses eigentlich doch nur
biographisch wichtig erscheinende Element von Arno Schmidt so breit und
ausladend in "Julia, oder die Gemälde" abgehandelt wurde:
"Neben der schematischen, ja stumpfsinnigen Tätigkeit frönte Arno
Schmidt seiner Leidenschaft der Präzisierung und Stellenerweiterung der
dekadischen Logarithmen. Im Schubfach seines Schreibtisches - das meist
einen Spaltbreit offen stand und bei "Feind"-Annäherung, d.h. bei
Annäherung eines Vorgesetzten, rasch zugeschoben wurde - lagen
Logarithmentafeln und Rechen-Unterlagen griffbereit; die kleine, von
Hand betriebene Rechenmaschine brauchte er nicht zu tarnen oder zu
verstecken, da sie ihm auch für seine "legale" Arbeit zur Verfügung
stand." "Diese verteufelte, diese verdammte - ein Pfahl im Fleische! -
Logarithmentafel! Hunderte von Stunden hat sie ihn gekostet!" (Johannes
Schmidt).
"Schmidts Arbeit an seiner Logarithmentafel erinnern Niehausens
nicht; wohl aber seine mechanische Rechenmaschine Marke "Archimedes",
die er für 50 Reichsmark den Greiff-Werken abkaufte, als diese ihre
alten Maschinen gegen elektrische austauschten."
Der im Laufe der Zeit wegen der zunehmenden Erkenntnisse
geschärfte Sinn für die Bedeutung und das Gewicht gewisser Aussagen
Arno Schmidts - "Wer die Sein=setzende Kraft von Namen, Zahlen, Daten,
Grenzen, Tabellen, Karten, nicht empfindet,..." (StH) - mußte anläßlich
einer Wiederholung der Lektüre von "Julia, oder die Gemälde"
schließlich "Signal geben" bei der Jahreszahl "1849" - und in
Verbindung mit dem Wissen, daß Arno Schmidt im Jahre "1934" Zugang zu
Rechenmaschinen bekam, eine Untersuchung im Rahmen der
"Jahreszahlen=Theorie" empfehlen:
Lord Napier, geboren 1550 auf Merchiston Castle bei Edinburgh und 1617 dort gestorben, erfand im Jahre 1614 nahezu zeitgleich mit Jost Bürgi (gest. 1632!) die Logarithmen, und dann kam noch dieses:
"Für Leibniz waren die Differential- und die Integral-Rechnung
Schritte auf dem Weg zu seinem jugendlichen Traumziel der
"Characteristica universalis", eines Denk-Kalküls. Aber zu diesem Ziel
hatte er noch einen ganz anderen Weg eingeschlagen: er hatte nämlich
Pläne für eine Rechenmaschine, die wohl schon aus dem Jahre 1671
stammten, auf die Reise nach Paris mitgenommen, in der Hoffnung, dort
Handwerker zu finden, die ihm diese Maschine bauen könnten."
(Hans Kaufmann, Die Ahnen des Computers).
Oijóijoijoi! Jetzt schießt wieder einiges zusammen - in "Die Schule
der Atheisten" ist doch vom englischen Dichter George Gordon Noel Byron
die Rede:
"Sie habm's nöthich, Uns ein 'possierliches niedrijes
Zutrauen auf Engl & Geister' vorzuwerfn: ist Ihn'n bekannt, daß
LORD BYRON - (also 'Einer von Ihrer Sorte'!) - lebmslänglich, in einer
Kapsl, auf dem nakktn Körper, ein Amulett getragen hat?: einen
'TeufelsPakt zwischen Satan & Salomo'!; der den Träger vor Teufels
Tükkn schützen sollte! -:?! -" (SdA 159 u.).
!Von dem komm'Ich glatt zu!: "Nachdem er alle ihm zugänglichen
Informationen über den Fürsten der Finsternis ausgewertet hatte, stieg
der Schüler der Alpington-Akademie nachts auf einen Dachboden der
Privatschule, schnitt sich in den Finger und zog mit dem Blut einen
Kreis auf den Fußboden: "Im Zentrum jenes zauberischen Kreises" wartete
er, ob sich Luzifer nun als "Eule, Rabe, schwarze Katze oder ein Mann
mit Pferdefuß" offenbaren würde - " - - - :?
-: "Vix...!! - wieso Das!"
Ganz einfach - weil Butt, der bekanntlich auch 'nen Zauberkreis
in'n Sand malte, auf "schule 240" eine rätselhafte Bemerkung macht:
"...; und Ich hatt'Mich zu gebärdn wie Lovelace der Schlimmere;
(tz da iss Mir n'mal ein Quid pro Quo unterlaufn ... Ich weiß nich,
ob's id Mattematik den Begriff der 'gestörtn Nummer' gibt?; ..."
Jetzt tut's langsam weh im Kopp - wà? - Nun, der blutende Finger
gehörte dem späteren Mathematiker Charles Babbage, geb. 1791 ("'91"!)
und gest. 1871 ("'71"!), der wegen seiner Rechenmaschinen-Projekte
bekannt wurde - "According to Babbage's accounts, which vary somewhat,
the impetus behind the invention of his first machine, which he called
the Difference Engine, was the need to produce error-free numerical
tables of various kinds, a task that seemed beyond the capabilities of
fallible human beings. As skillful and inventive in practical matters
as in theory, by 1822 he had constructed a small model that worked well
enough to prompt him to write an open letter to Sir Humphrey Davy, then
president of the Royal Society, in which he also mentioned that he had
thought of several other types of machine as well, suited for different
types of mathematical computation."
(Dorothy Stein, Ada A Life and a Legacy).
In den Jahren 1832 ("'32"!) bis 1834 ("'34"!) entwickelte Charles
Babbage die Pläne für seine durch Lochkarten gesteuerte,
programmierbare Rechenmaschine "Analytical Engine" und lernte in dieser
Zeit, nämlich am 5. Juni 1833 ("'33"!), Augusta Ada Byron kennen, die
am 10. Dez. 1815 geborene Tochter des Dichters Byron! Diese nun
heiratete am 8. Juli 1835 einen gewissen Lord King, durch dessen
Ernennung zum Earl of Lovelace am 30. Juni 1838 sie zur Countess of
Lovelace wurde. Im Sommer 1840 begann sie mit einem Mathematik-Studium
bei Augustus De Morgan und entwickelte zunehmendes Interesse an
Babbage's Rechenmaschinen. Sie übersetzte eine Studie des Italieners
L.F. Menabrea, "Officer of the Military Engineers", die im Jahre 1843
("'43"!) unter dem Titel "Sketch of the Analytical Engine Invented by
Charles Babbage, Esqu." erschien, und hatte wohl auch unmittelbaren
Einfluß auf die Entwicklung dieser nie verwirklichten Rechenmaschine:
"She exerted an encouraging and stabilizing influence on Babbage
... She set out to study his designs for the analytical engine in
depth, filling in any blank spots by pulling them out of his head in
conversation ... , she published everything in a long series of "Notes"
entitled "Observations on Mr. Babbages Analytical Engine" ... and
Babbage himself said she "seems to understand it better than I do and
is far, far better at explaining it" .../.../... and assured me that in
it she had produced a sophisticated and polished computer program - the
first in the world - and that no comparable, similar, or related work
existed, either published or among her papers, leading up to or
following this unique achievement."
Weil wegen der allgemein "reduzierten" Lebensbedingungen im
Ei=Dèr-Reservat ein Logarithmentafeln korrigierender Schlaumeier dort
nicht gut untergebracht werden konnte (denken Sie z.B. an die
Versorgung mit Batterien für den Kleincomputer!), hat Arno Schmidt
diesen Dominostein dann eben in "Julia, oder die Gemälde" abgelegt! -
Und jetzt hab'Ich auch keine Probleme mehr damit!
Wie können Sie erwarten, daß der flüchtige, unachtsame und
ungefähre Blick, den die Gleichgültigkeit auf einen Gegenstand wirft,
so viel an ihm entdecken oder die Grade seines Werthes so richtig
bemerken soll, als der Affect, der ihn mit der äußersten Aufmerksamkeit
von allen Seiten und Gesichtspunkten betrachtet?
"Aber die Einbildung, die sich unvermerkt in seine Beobachtung mischt - "
Belieben Sie zu bedenken, mein Herr, daß nur ein verrückter Mensch
seine Einbildungen für Empfindungen hält. Warum wollen Sie lieber auf
einer Voraussetzung bestehen, wodurch Sie die Gesundheit meines Gehirns
verdächtig machen, als bekennen, daß es eine Sache geben kann, die ich
besser kenne, als Sie, oder die zum wenigsten mir aus guten Ursachen
anders vorkommt, als Ihnen?
15. Dezember 2005
Sie könn'n's mà gloobm!
- So spricht der Scheich, der Preiswürdige,
Einzige,Abu Mohammed Elkasem, Ben Ali Ben
Mohammed Ben Othman, Hariri von Basra:
Gott! Dir danken wir, wie für jede Habe,
also auch für die Redegabe.
Lenke, wie unsern Schritt,
auch unseres Schreibekieles Tritt,
daß er nicht walle die Irrbahn
und nicht falle in Wirrwahn!
(Friedrich Rückert, Die Makamen des Hariri)
- Eine 'Geliebte mit Holzbein', in SCHMIDT's
'Umsiedlern' - (die freche Ruchlosigkeit des
Scharlatans besteht ja darin, daß er Worte
zusamm'setzt, die völlich unmögliche Operati-
onen des Geistes, wie des Leibes suggerieren!)
(Arno Schmidt, Abend mit Goldrand)
- "Vers=tees Du ihn, mein Kint?"
Aber die schüttelte sich auch nur,
als hätte sie's länxd auf=gegeebm.
"Hoffnunx=los."
Kleinpause.
"Aber mein'n tut er was! - "
(Arno Schmidt, Kaff auch Mare Crisium)
Sicher tut
Er was meinen!: Wenn es auf "goldrand 195" heißt: "nu was denksDe: was
iss '......ichtat......papo.....'?";(laß sein, kommsD nich drauf. -
(Jeder der "Punkte" ein "Kreis=chen"!: o ) - dann wer'CK mir'n Kopp nich zerbrechn! Aber bei dem hier von "goldrand 33":
(Martina erhebt sich so unvermittelt=
resolut .oo -/(Grete): 'Wo wills'D'nn
hin?'/:'Bloß ma sehn, an was ich
denk'. ':-/o..o.....o..o...oo/
Kehrt langsam, tief in Gedankn, zurück.
muß Ich mir doch "Gedankn machen"! In der Folge von achtzehn (18!) Punkten erscheinen sechs als "Kreis=chen" - also gerade soviel, wie ich Buchstaben brauche um MARTIN zu schreiben. Und da Martina auf dem gekachelten Fußboden des Bades sehen wollte "an was" sie denkt, fiel mir "Stein von Rosette" ein (Gefunden 1799 von Boussard, "commandant" in Napoleons I. Ägypten-Armee, in der Stadt Rosette (arab. Raschid) im westlichen Nil-Delta - in dem Jahr erreichte J.W.v. Goethe bekanntlich das Alter von 50 Jahren! (Er kannte sich nicht wieder und erschrak, als die Schöne das Fenster öffnete, ihm die magische steinerne Tafel reichte und die wenigen Worte sprach: "Nimm dieses zu meinem Angedenken." - "Wie der Wahnsinnige beim Anblick des Wassers sich entsetzt und das empfangene Gift noch giftiger in ihm wird, so geschieht es mir bei allen eckigen oder gezogenen Figuren, bei jeder Linie, bei jedem Strahl, alles will die inwohnende Gestalt entbinden und zur Geburt befördern,..." - "Mein Sohn, mir schaudert recht im Herzen, wenn ich die Lineamente dieser Steine betrachte und ahndend den Sinn dieser Wortfügung errate;..." (Ludwig Tieck, Der Runenberg, 1802)) - trage ich also die Buchstaben M,A,R,T,I,N in dieser Reihenfolge für die Kreis=chen ein, läßt sich das übrige zu
MON-AMOUR-ERRAT-STEIN
vervollständigen! (Nich wie in "errat tempora circum manes" - von "erraten"!).
Muß mich zusammennehmen; sonst komm' ich noch auf die tollsten Einfälle. Durch 'Infektion'.
(AmG 186, "Pharos").
Wegen einer interessanten Beobachtung, die Martina machte
MARTINA (spielt sich unterdessn nebm Olmers. Laut): "Notier Dir ma für die Bibliografie: PFAFF Band ii, sind die Seiten 959 und 960 je zweimal gezählt".
(AmG 133).
muß ich nochmal auf Seiten="Zahlen" zurückkommen - 'das sei eine ganz dunkle & umstrittene Sache' (AmG 197):
A&O: "Ich leg nur schon immer den aufgeschlagnen DÄUBLER auf's Fensterbrett: daß der Mond drin les'n kann -";(und d Seite beschweren mit dem MessingGewicht, 125 g ooo)
MARTINA (gleich eins davon Ann'Ev' zeigend): "Kuck ma: iss das nich süß?; diese Kränzchen aus eingeschlagenen AichMark'n - (von 1921 an, bis '67; alle Jahreszahlen (dh die ungradn ja nur)) - ach: was mögn die für Zukker abgewogn habm!"
(AmG 77).
Ich zukk' zusamm'! - die = 495:
Der Jünglingsmensch war überglücklich, als er fühlte:
Ich trage zartverknüpft das Weltall im Verstand;
Er wußte nur, wieviel sein Lichtgefühl bespülte,
Und daß er holden Sonnenstolz in sich empfand!
Und was aus seinem Innern sich zur Klarheit wühlte,
Fand stets in der Erinnrung ruhigen Bestand,
Und wenn er sich im Walde mit seinem Weibe kühlte,
Was er auch tat, Erfahrung ging ihm sanft zur Hand!
Am liebsten blickte seine Seele in die Ferne,
Und einer Tiefe Widerspiel war ihm die Nacht:
Er wählte, zählte oben seine Lieblingssterne
Und hat die ruhigen zu Freunden sich gemacht.
Doch einen goldnen sah er ganz besonders gerne,
Denn stets hat der vom gleichen Fleck ihn angelacht:
Er wollte, daß sein Weib zum gleichen Lichte lerne,
Und da ist beider Treue hold und voll erwacht.
Erste AichMarke von 1921, und die nächste Aichung hätte 1969 stattfinden müssen! UND: "Wiege"=Gewichte von 125 g gibbes doch gaa'nich - sin'doch gestükkelt wie's Geld: 5, 10, 20, 50, 100, 200, 500! Also iss 125 - behaupte ich ganz frech - ein Hinweis darauf, was der Mond lesen soll, und so schlage ich Seite 125 vom Band 1 "Das Nordlicht" auf:
Dir, Artemis, der Erstgebornen
Von Letos hohem Zwillingspaar,
Dem reinsten Weib, dem zuchterfrornen,
Bringt mein Gemüt den Nachtsang dar.
Dein Speer, der Silberpanzer blinken.
Auf wildem Schimmel, ohne Zaum,
Die Halbmondfackel in der Linken,
Durchschweifst du hell den Sternenraum.
...............
Sie sprengt den Troß, der sie begleitet,
Erzürnend ins Getümmel ein:
Soweit das Mondgewölk sich breitet,
Ergrellt der Kampf im Fackelschein.
...............
Der Himmel muß als Mond erscheinen:
Er hat das Sternenall erstreckt,
Denn hinter Federn und Gebeinen
Liegt nun der Kampfplatz weiß versteckt.
Hoch oben jagen Kraterschlacken,
Von Silbersäumen sacht umhellt,
Und kahl bestarrt von Mondlichtzacken,
Vergraut ein fahles Totenfeld.
Ereist, zergrellt besteht der Himmel:
Ein Mond eroberte ihn ganz,
Und siegreich flicht das Jagdgewimmel
Sich seinen Rieseniriskranz.
.................
Gleich Pfeilen von entspannter Sehne,
Als Lichtbild, herrlich die Idee:
So tritt aus Nebel jetzt Selene,
Ganz Hellas glänzt in Silberschnee!
Das Mondlichtnetz umschlingt uns wieder!
Der Himmel träumt sich wolkenfrei,
Und Leleithia steigt hernieder:
Sie hilft des Nachts von eins bis drei!
Stets westwärts wehn die Jägerscharen,
Im Mond Muchion übers Meer:
Wie sie Italiens Strand bewahren,
Fliegt flinker noch das freie Heer...................
Ich weiß was Sie
jetzt denken: Kommt der Narr doch, nachdem er einen "Dominostein" (Faß!
- "Carry me out and bury me!") in "Abend mit Goldrand" gefunden zu
haben glaubt, schon wieder mit sowas an! Also - - -:.....!
Wie lieblich um meinen entfesselten Busen der holde Wahnsinn spielt!
Wer schlang das magische Band um meine Stirne?
Wer treibt von meinen Augen den Nebel .......?
(Christoph Martin Wieland, Oberon).
O.K.: Wenn es sich um "Abend mit Goldrand" handelte, müßte ich Tanndte
Heete's Frage "Vers=tees Du ihn?" mit klarem Nein beantworten - kann
mir keinen "Vers" drauf machen! Für "Die Schule der Atheisten" habe ich
eine Antwort: "Absage" an, "Abrechnung" mit Napoleon I. -
"Anti"=Massenbach - , genauso wie für "Kaff auch Mare Crisium":
Bewältigung der Katastrophe eines Scheiterns am
"Lilienthal"-Roman=Projekt, "Abgesang" auf dieses. Eine interessante
Arbeitshypothese verfolge ich im Zusammenhang mit "Seelandschaft mit
Pocahontas" - aber "Abend mit Goldrand"?: "Null Ahnung"! Aber glauben
Sie mir, es wird sich was finden lassen, irgendwas in der Art, wie es
zu "Kaff auch Mare Crisium" in "Abend mit Goldrand" vorliegt: Auf
"goldrand 58" gibt es einen ersten Hinweis auf "Lilienthal":
(Wieder unten, in A&O's Zimmer. /SCHROETER's RiesenFernrohr, der alte Stich vom TISCHBEIN: 1=Minutn=Gedanknspiel, 'Mit ANN'EV' id FachwerkTurm, der als Stativ etc fd Instrument diente; selenotoPograpschige Fragmente, (oder gar aphro=dito=grAffige),...).
Fast 100 Seiten weiter, auf "goldrand 153" unten, kommt ein zweiter:
A&O hat ooch wieder 4 soiche Broschür'n vor sich liegn! - 1).......
- 2) vergleicht er J.H. SCHROETER's 'Beschreibung des Lilienthalischen 27füssigen Telescops' (?: fast immer angebundn ad 'Aphroditographischen Fragmente' von 1796), mit.....
Kurz danach, auf "goldrand 154" oben, folgt:
Oder eben auch was die Konstruktion, das 'Gerüst', anbelangt: ich meine, HOFFMANNS's 'Prinzessin Brambilla' ist imgrunde genau so ein ZweispaltenBuch wie 'Kaff';....
Iss wohl klaa - Ich halte diese "Nähe" nicht für Zufall, so wie ich die schon angeführten Zusammenhänge mit "Die Schule der Atheisten" nicht für einen solchen halte! Eines ist doch sicher: Nach jahrelangem Zusammensuchen, Sammeln, "Einheimsen" von "Material" für die "Novellen-Comödie" wird schließlich bei Gestaltung und Niederschrift manches aus der ungeheuren Menge sich als nicht geeignet herausgestellt haben (z.B. Ann'Ev''s "Faß" oder die "Logarithmen", die in "Julia, oder die Gemälde" unterkommen mußten) oder wegen sonstiger, verschiedenster Gründe nicht verwendbar gewesen sein. Möglichst vieles vom Übriggebliebenen dann in eine "MärchenPosse" einfließen zu lassen, war nicht zuletzt "ökonomisch" sinnvoll. Daß Arno Schmidt diese "Bausteine", immer gekennzeichnet durch "Zahlen", in großem Umfang für "Abend mit Goldrand" nutzte und sie dabei nicht nur nicht "tarnte", sondern durch fleißiges Nennen der zugehörigen Zahlen geradezu "markierte", um dem Leser den Zugang zu erleichtern, ist doch wohl alles andere als abwegig:
(AmG 111).
unerschöpflich haltn solle!"
72 bezeichnet: daß er ihre Bibl'othek für
se besitzt, hintn uff'm Rükkn mit Nr. 3471 u.
fangn; und hat die beidn einz'jen Bücher, die
"Stell Da vor, die Ulrike will mein'n Boy
MARTINA (kauend): "Leidlich flau. Keine der von Ensisheim zu vergleichn; (die TIECK's 'Vogelscheuche' belebte)."; (Aber): "In der 'Martina' hab'ich dén Cometn gefundn: läßt sich der bestimm'm?"
(je nun. -/(J.CHR. NÜRNBERGER, 'Astronomische Abendunterhaltungen auf einem Waldschlosse'; Berlin 1831)/ - '2. Hälfte 13. Jahrhundert'? Da'ss in den 'Berliner Tafeln' n gutes Dutznd angegebm; der auffälligste wohl der von 1264, der 4 Monate lang sichtbar gewesn sein soll....)
(AmG 116).
"Du, das mit dem Kometn von 1264 wird woll doch nich stimm'm: er sagt, an einer Stelle, er sei 33 1/2; das heißt aber, wenn die 'Martina' um 1293 geschriebm sein sollte:......"
(AmG 117).
Eines wunderbahren Kornstengels
Mit etlichen Zwantzig Aehren,
Welcher allhier in Sachsen, ohnweit Mügeln,
Bey dem Dorffe Krostewitz,
Auf dem Felde, nahe an der Straße,
Den 21. Jun. dieses 1741sten Jahres,
Angetroffen und gefunden worden,
So noch biß ietzo ganz frisch stehet,
Und biß zur Erndte-Zeit bewachet wird...
(AmG 140).
...: der Alguacil...., außer Dienst abergläubisch bis zum Exceß: seine Wärmflaschen durften nur mit erhitzten Kirschkernen gefüllt werden; gegen Gicht sind 14 (oder 21) Kastanien (aber vd rotblühenden Sorte) id Hosentaschen zu tragen,.....
(AmG 196)
Und jetzt
komm'Wa zu einem besonders interessanten Dominostein, dem Zauberspiegel
der Ann'Ev' ("goldrand 145" ff.), mit dessen Herkunft uns Günter
Jürgensmeier schon im Mai 1982 bekannt machte: "Faust in der Geschichte
und Tradition" von Carl Kiesewetter aus dem Jahre 1893 (sic! - BB
61-62, S.21 ff.). Auffällig ist, daß offenbar weder der olle
Kiesewetter noch Herr Jürgensmeier sich fragten,
welche Bedeutung denn die Anordnung der Ziffern 1 bis 9 im
Quadrat haben mag, und letzterer wohl auch keine Überlegungen darüber
anstellte, was Arno Schmidt an dieser Geschichte denn so faszinierte
und ihn bewog, sie zu verwenden (Lesen Sie dazu doch mal die
Märchenerzählung "Der Pokal" von Ludwig Tieck, erschienen 1812 im
"Phantasus"!):
"Du gestehst aber mit alldem ein: daß Du ein (meintwegn literarischer) Sklave jedes dunklen Wortes seist. Und außerdem von einer AllNeugier, die noch viel schlimmer iss, als jede Allwissnheit."
(AmG 119)
Ja - da müssn wa
uns auch damit auseinandersetzen: In das bei Kiesewetter angegebene
Quadrat malen wir mal ein "S" hinein (Sanctus Schmidt Satanas SEX Sechs
Sekt ... :?: - Ja!: auch Suff!), beginnend also bei
Sieben -
16. Mai 2006
Me, me, adsum, qui feci!
Nu' mà' langsam mit "Birne runter!". Es hat tatsächlich auch Vorteile, wenn mir die "Spalten" im "Bargfelder Boten" und im "Zettelkasten" nicht bzw. nicht mehr "offen stehen" (Keene "Mitglieds=Nummer" mehr - wà?!) - hier kann Ich sagen was Ich will und wie Ich's will, ohne daß mir kommentarlos=überheblich professoral über's Maul gefahren wird oder daß man mich "mundtot" macht!:
- Ah, Corydon, Corydon,
quae te dementia cepit.
(Vergil, Eclogen)
- Nature hath fram'd
strange fellows in her time.
(William Shakespeare, The
Merchant of Venice)
- Better a witty fool,
than a foolish wit.
(William Shakespeare, As
You like it)
- Ein gewöhnlicher Kopf wagt
selten etwas Kindisches.
(Jean Paul, Bemerkungen)
- Rara avis.
(Horaz, Satiren)
- Off with his head!
(Colley Cibber, Richard III.)
| 1830 | 1830 | 1830 | ||
| 1 | 1 | 1 | ||
| 7 | 7 | 8 | ||
| 7 | 8 | 0 | ||
| 3 | 2 | 9 | ||
| 1848 | 1848 | 1848 | ||
| 1852 | 1852 | 1852 | ||
| 1 | 1 | 1 | ||
| 8 | 8 | 8 | ||
| 0 | 2 | 5 | ||
| 8 | 6 | 3 | ||
| 1869 | 1869 | 1869 |
26. September 2006
Denk'Ich an Europa in der Nacht,....
(Der Rythmus stimmt so natürlich nicht, aber nehm' Se's mal so hin (Auf Harry Heine werden wir in einem zukünftigen Kapitel noch zurückkommen))Erst einmal zurück zu "Me, me,...!" - es kommen mehr Schwatzschweifigkeiten!: über die Bücher des Arno Schmidt, des "Primzahlmenschen" (Dürften auch weiterhin als "Rauschen" im Hirn des Autors abgetan werden - versteh'n Sie das als Nicht=TechNicker? (:"Jaja du Depp! Du Depp! Du Depp! Du depperter Depp Du! - Jaja du Depp! Du Depp! Du Depp! - Du depperter Depp!!")):
- Wahrlich, wäre der sparsame Gebrauch der Donnerkeile, und die Art, wie die
Welt regiert wird, überhaupt die schwächste Seite der Götter, sie würden von
mir immer unangefochten geblieben seyn! Denn ich wüßte wirklich nicht wie
sie es angreifen müßten, um die ungeheure Menge von Narren, Thoren und
Schelmen, womit die Erde überdeckt ist, besser zu regieren, als wir im
Ganzen regiert werden; aber eben daraus, daß wir so gut regiert werden, als
es unsre Narrheit und Verkehrtheit nur immer zuläßt, schließe ich, die Welt
werde nicht von unsern Göttern regiert.
(Chr. M. Wieland, Aristipp)
- "Zehn Uhr - der Wolf kommt noch nicht!
Elf Uhr - der Wolf kommt noch nicht!
Zwölf Uhr - der Wolf kommt!"
(Maria Mathi, Wenn nur der Sperber nicht kommt)
- Europa erfuhr mit Hilfe von George W. Bush ein politisches
Todeserlebnis. Als der amerikanische Präsident den Irak-Krieg konstruierte,
überstrapazierte er wie beiläufig den europäischen Zusammenhalt und führte
die Union an den Rand des Kollapses.
(Stefan Kornelius, Die Entdeckung Europas)
Der Dreher "89" ("8&9") zum Lebensalter des Pytheas ergibt sich ganz "organisch" ja aus der Besonderheit deutscher Zahl="Wörter" - 98 = "Acht und Neun ... zig"!: "Das ist weiter nichts, als das wörtlich=nehmen, und schriftlich=abbilden der Sprechweise: ... also wie die Zahlen im Munde aufeinander folgen, ... so daß es sich vielmehr um den jugendlich=genialen Versuch einer Versöhnung von Sprech- und Schreibweise handelt." (julia 58).
Das "Gewicht", die "Wichtig"=Keit dieser einen Zahl "89", es folgt unten noch ein weiterer Beleg dafür, läßt fast den Verdacht auf="keimen", Arno Schmidt könnte etwas über den Voynich-Code gewußt haben (Schauen Sie mal auf dessen Seite 78). - Aber zu den "98 Jahren" des Pytheas eine kühne, gewagte Behauptung: Arno Schmidt strebte ganz bewußt als Erscheinungsjahr seines "Erstlings", seines ersten Buches, das Jahr 1949 an, als "100 Jahre Goethe" zum 2=tenmal "voll" wurden (Der "Große Goethe", geboren im Jahre '7x7, in dem der Epi=Gone das Alter von 5x7 Jahren erreichte! - ("Wir sind eben nich Epi= sondern Progonen, (wenn nicht gar Gonen selbst)...") (julia 5). Als also '49 zum zweitenmal "lief" nach Goethes Geburt, konnte in Schmidts "Leviathan" etwas über den 98(=2x49)jährigen Pytheas gelesen werden! Hier noch empört "Zufall!" zu rufen: "Verschon' Uns doch mit derlei Haarspaltereien!" - sei Ihnen zugestanden, aber bitte beantworten Sie doch ma' diese Frage: Warum schrieb Arno Schmidt: "Vor zwei Tagen verstarb endlich der Unreine,...; tief in die linke Handfläche hatte er sich einen alten Schuhbelag gedrückt; die teure Decke war von dem Hunde in Streifen gerissen worden, wie auch sein Kittel; seinen Bart verstümmelte der Ungläubige: er war hundert Jahre." - im Brief des Aufsehers Abdichiba an den Suffeten Giskon? - Ob nun "hundert" oder "fast hundert"! - - Wie richtig das "So genau kommt's nich drauf an!" sonst auch in der Welt sein mag, in Schmidts Büchern ist's nicht! Und da Pytheas von Massilia auch als Mathematiker vorgestellt wird: "Meine mathematischen und geometrischen Hefte nehmen sie mir regelmäßig weg und schicken sie nach Karthago ein, ob etwas Brauchbares drin ist " - in "Gadir" schon gar nicht!!:
...weißgestrichene Zahlen kilometersteinten gefällig (wenn ich in die Algebra gerate, ists aus für heute Nacht);...
(Faun)
"56. IV.Aufgabe. Man suche solche Zahlen, deren Quadrat doppelt genommen, wenn dazu 2 addirt wird, wieder ein Quadrat giebt, wie z.B. die Zahl 7, deren doppeltes Quadrat 98, um 2 vermehrt, das Quadrat 100 giebt. Es muß also diese Formel 2x2 + 2 ein Quadrat sein, wo a = 2, b = 0 und c = 2, also weder a noch c ein Quadrat ist, auch ist b2 - 4ac oder -16 kein Quadrat, und es kann also die dritte Regel hier nicht angewandt werden.
Nach der vierten Regel aber läßt sich unsere Formel also darstellen.
Man setze den ersten Theil = 4, so wird der zweite sein:
2x2 - 2 = 2(x + 1).(x - 1),
und daher unsere Formel
4 + 2(x + 1).(x - 1).
Davon sei die Wurzel
2 + m(x + 1)/n,
woraus die Gleichung entsteht:
4 + 2(x + 1).(x - 1) = 4 + 4m(x + 1)/n + m2 (x + 1)2 /n2 ,
wo sich die 4 aufheben, die übrigen Glieder aber durch x + 1 theilen lassen, also daß
2n2 x - 2n2 = 4mn + m2 x + m2
und daher
x = (4mn + m2 + 2n2 )/(2n2 - m2).
Setzt man m = 1 und n = 1, so wird X = 7, und 2x2 + 2 = 100. (Leonhard Euler (1707 - 1783), Vollständige Anleitung zur Algebra, St. Petersburg 1770 (zitiert nach einer späteren Ausgabe mit modernisierter Orthographie). Zweiter Abschnitt. Von der unbestimmten Analytik. Kapitel 4. (Von der Art, irrationale Formeln Wurzel von (a + bx + cx2) rational zu machen.)).
In Ilmenau auf Goethes Spuren - - "da sah ich es! ... und fühlte schon das kühle gebogene Metall zwischen den Fingern,..."
Da fällt mir Max Bill ein, der zu Arno Schmidt gesagt haben soll: "Das, was Sie schreiben, Herr Schmidt, das habe ich mit 19 Jahren auch geschrieben." - Kommt mir vor, als hätte Lothar Matthäus beim Gespräch über Albert Einstein geprahlt: "Bevor ich Fußballspieler wurde, hab' ich mir auch immer sowas ausgedacht wie der olle Albert!"
Falls es Ihnen noch nicht klar geworden sein sollte: Ich zweifle nicht einen Moment lang daran, daß Albert Einstein, James Joyce und Arno Schmidt in einundderselben Liga spielten, und ich scherze nicht!: "...; und bei dem Alten gar iss etwas nich richtich im Leibe: der soll mit SchloßGespenstern gesehen wordn sein - " (julia 81) - "Dann iss das aber kein 'einfacher' Mensch, der Herr dort! ... Du, dann muß das aber ein erheblich bedeutender grand old man sein - ..." (julia 93) - Genau!!
"Ich muß eilends nach der nächsten Palästra laufen, um das tolle Zeug wieder aus dem Leibe zu schwitzen."
(Chr. M. Wieland, Aristipp)
Nach dieser Verschnaufpause die nächste Zumutung: Ich nehme mir den Bargfelder Boten Nr. 100 vom 18. Jan. 1986 vor ("Das 'Monogramm' dreht sich übrigens, wie eine ächte Schicksalstragödie à la '28. November' um den '18. Januar'.)(julia 28) - '... - wie ist er glücklich, dieser Narr! ... Er wünschet nimmer, daß man ihn vergessen möge; daß das Jahr nie einen achtzehnten Januar gehabet habe.' (julia 70) - und lese zunächst auf Seite 25 in Ulrich Goerdtens tiefschürfender (nicht ironisch gemeint!) Untersuchung "Isses zu glaubm?" der KiH-Erzählung "Kundisches Geschirr":
"Die Schmidt-Forscher hingegen sind seit langem bemüht, ihre Werkzeuge zu schärfen, um versteckte Dubiositäten in Schmidts Schriften zu entschlüsseln." Hätte er meine Aktivitäten auf diesem Gebiet damals schon gekannt, wär' wohl von dubiosen Schmidt-Forschern und/oder dubiosen Werkzeugen die Rede gewesen - und dubios, verlassen Sie sich drauf, geht's fröhlich weiter!:
Unter der Kapitelüberschrift "Figurenkonstellation" beklagt sich Herr Goerdten auf S.41 über ein Problem mit der "Anzahl" der Figuren: "Hier drängt sich die Hypothese auf, daß in der Gestalten-Vierheit die psychischen Instanzen Es, Ich und Über-Ich dargestellt seien (mit der mann-weiblichen Doppelung Karl und Ida). Es läßt sich mit dieser Hypothese aber kein widerspruchsfreies Gesamtbild herausinterpretieren; es bleibt unklar, wem die Instanzen Ich und Über-Ich zuzuordnen wären. Die Einzelfiguren sind auch derart plastisch ausmodelliert, daß in jeder von ihnen die Instanzen-Dreiheit nachgewiesen werden könnte. Hinzu kommt noch Fräulein Seidel als fünfte Figur, die nur mit äußerst gezwungener Argumentation auf eine der Instanzen festgelegt werden könnte.
Auffällig ist das konflikthafte Verhältnis, in dem sie alle zueinander stehen; immerzu gibt es Gelegenheit, sich über jemanden zu ärgern. Ich neige eher zu der Ansicht, daß hier einander widerstreitende Ich-Anteile personifiziert sind, die insgesamt den Autor Schmidt ausmachen:...."
Sagt Ihnen diese Folge von 6 Zahlen etwas?: 6, 16, 34, 64, 114, 200 - na?
| 6, 16 | - | June 16. - :! |
| '34 | - | A. Schmidts Eintritt in die Textilindustrie. |
| '64 | - | A. Schmidt wird 50 Jahre alt, KiH erscheint. |
| 114 | - | Jan. '14 - :! |
| 200 | - | 200 Jahre Goethe: A. Schmidts erster eigener Text veröffentlicht (siehe oben). |
Erzeugt wird diese Folge durch N(n) = 2(n2 + 2n) für ganzzahlige n von 1 bis 6.
Und hier mein Vorschlag: Mithilfe eines Zitats aus Faust I: "Zwei Seelen wohnen, ach!, in meiner Brust,..." und der Addition der 3 psychischen Instanzen des Herrn Freud kommen wir zu 5 Persönlichkeits- ja sagen wir - "Elementen"! Und mit dieser 5 (5p - Primzahl!) ergibt sich
N(5) = 2(52 + 25) = 2(25 + 32) = 50 + 64
= 114
(Siehe oben unter '64!).
..., und ich gab ihm meine Adresse für das Nachnahmepaket: "Nein: 64! - Nummer 64."
(Faun)
Ich hab' da ma' was von "libidinöser Besetzung der Mathematik" gelesen (BB 158/9, S.13): Alles, was wir von der Welt zu sehen bekommen - (oder auch denken) - sind schnöde Vereinfachungen - best'nfalls was wie das 1. Glied einer (sehr langsam convergierenden) unendlichen Reihe. ....:... 'ne Magd vom Stamme x + 2i, die eine imaginärrische Gasse kehrt. (julia 66).
('ne Magd vom Stamme x + 2i? (In der Gauß'schen Zahlenebene die Parallele zur reellen Zahlenachse mit dem Abstand 2i - s. BB 158/9, S.25 f. und BB 197/8/9, S.39 f.) - Sie ist unsichtbar! (s. unten!)).
Hierauf - die "libidinöse Besetzung" - sollten zuständige Fachleute doch nochmal ihr Augenmerk richten!
Ich hab' erst heut' den Doktor gefragt,
Der hat mir's in's Gesicht gesagt:
"Ich weiss wohl, was dir ist, was dir ist:
Ein Narr bist du gewiß!"
Nun weiss ich, wie mir ist!
"I mean, it's hardly the kind of job where craziness is a liability." (Richard Powers, The Time of our Singing).
In einer Hinsicht bin ich allerdings anderer Auffassung als Ulrich Goerdten:
"Für unwahrscheinlich halte ich, daß er auch das eingeflossene "Mutter-Material" gesehen hat." (S.46).
Nee - das halte ich nicht für "eingeflossen" (soll ja wohl heißen "unbewußt"!), nicht beim 50jährigen Schmidt, wenn Freuds Theorien geradezu "Thema" dieser Erzählung sind, da ist ein literarischer Hintergrund allemal wahrscheinlicher! Dazu muß ich mit guten Gründen noch ein bestimmtes, schwer zugängliches Buch (in keiner öffentlichen Bibliothek Bayerns zu finden!) überprüfen, ob es als Quelle infrage kommt.
Und noch eins, Herr Goerdten, nicht nur in Lexika nachlesen (BB Lfg.100, S.30/1), auch mal zu einem Baumarkt gehen!:
Kommen Sie mir bitte jetzt nicht mit der Theorie, die Firma "suki" hätte diesen terminus technicus, den ich übrigens bereits kannte, bevor mir im Spätherbst 1966 "KiH" in die Hände, vor die Augen geriet, ausgerechnet bei Arno Schmidt geklaut!
"I know what you want. You want a story that won't surprise you. That will
confirm what you already know. That won't make you see higher or further or
differently. You want a flat story."
(Yann Martel, Life of Pi).
Nee - kann Ich nich mit dien'n: Ich zieh', "aus guten Gründen, immer die befremdlichsten und sinnlosesten Lesarten vor" (julia 96), und wenn Sie sich "diese meine Seite" genau angeschaut haben: "'it is a compound of the most extravagant absurdities'" (julia 97).
Bis hierher gilt, schauen Sie zur Überschrift dieses Kapitels, natürlich "Thema verfehlt", aber von der letzten der "KiH"-Erzählungen <PIPORAKEMES!> als "Sprungbrett" geht's wieder zu "SdA" und "AmG", die ja beide mit "Europa" im Zusammenhang stehen! ("Europa - dieses Wort ist zu einem Reizwort geworden, zu einem Begriff, der sofort polarisiert,....". S. Fischer-Fabian, Karl der Grosse - s. Motto III):
"Och, das'ss gans einfach," sagte er unbefangen; und hob an, visionär die weiten wogenden Roggenfelder zu begaffen, über denen es von Blütenstaub förmlich rauchte. "Graunicht Weißnicht - " hörte ich ihn zu meiner Überraschung murmeln, (hätte nie & nimmer gedacht, daß er solche feinen Feinheiten überhaupt wahrnähme); auch "7 Eichen-Alter lang - " kam noch hinterher; (was mit der vorliegenden, uns zur Bearbeitung aufgegebenen Situation ja nichts mehr zu schaffen hatte - zumindest erkannte ich einen Nexus nicht.*).
*) Inzwischen habe ich nachträglich festgestellt, daß in der neuesten, berüchtigten <Unsichtbaren Magd> des Betreffenden, gelegentlich der Schilderung eines Abendhimmels, diese beiden Ausdrücke plötzlich dicht beieinander erscheinen. (Das sich dort weiterhin vorfindende <Nihilnull. Fehlt bloß noch'n Angelengel.> habe ich seinerzeit nicht vernommen; auch ist bei der berufenen Assoziationenverwilderung des Verfassers eine Genesis solchen Zusatzes schwer, wenn nicht gar unmöglich.)
Die rätselhafte Passage wurde von Josef Huerkamp folgendermaßen kommentiert (BB 43/4, 1980, S.17): Diese "Unsichtbare Magd" taucht in den Fußnoten des "Piporakemes"-Interviewers nochmals auf; hier, ironischerweise, als bereits erschienenes Buch des interviewten Schmidt! (KiH 328). Daß es als "berüchtigtes" apostrophiert wird, mag hingehen (wir verstehen schon), aber daß daraus zur Erläuterung des vorhandenen "Piporakemes"-Textes zitiert wird, ist doch starker Tobak.
Also ich frage mich seitdem immer wieder mal: Wieso und inwiefern "starker Tobak"?
Ohne sie sofort zu nennen, weise ich mit einem Zitat auf die mögliche Quelle hin, die mit der Jahreszahl '89, der wohl wichtigsten und vieles entscheidenden in der neueren Geschichte Europas, in bestimmter Beziehung steht, und mit dem "71er Spiel, mit Chikanen" hat Arno Schmidt sich bestimmt schon vor dem Oktober 1962 beschäftigt, als <PIPORAKEMES> in <konkret> erschien!:
"Nicht weiß, nicht gelb", wisperte es in sein Ohr - es kitzelte ihn im Gehörgang, das scharfe kleine Stimmchen, wie ein haarfeiner heißer Bohrer -,"Mosche, Mosche, ihr müßt durchs Rote Meer!"
Und Sprung zu "goldrand 3":
MARTINA (erstaunt): "n 'Bommenzinnes'?!" - (Sie darf 'dreimal Ratn'; und ihr
fällt 'Lampe' ein: 'BogenLampe'. Oder 'PapierKorb'? ...
ANN'EV': "M=m. So'n BrückenHeiljer: ne=Pomucenus. - ...."
Johannes von Nepomuk, Schutzheiliger von Böhmen, + 20.3.1393, ... gefoltert und in die Moldau geworfen. Seit 1693 steht sein Standbild auf der Prager Karlsbrücke!
Dazu aus der auch jetzt noch nicht genannten Quelle:
"Dem Heiligen Nepomuk steht's Wasser bis an den Hals!" Dem Heiligen mitten auf der Brücke, demütigen Hauptes auf das Kruzifix in seinem Arm niederblickend, waren zum ersten Male in seinem hundertjährigen Dasein die Füße naß geworden. Langsam hatte sich dann sein schwarzes Kleid in den Lehmbrei eingetaucht, der Spitzenüberwurf versank, die liebevolle Armbeuge, die den Gekreuzigten hielt, wurde von den Wellen überspült. Nun schwamm nur noch der bärtige Kopf auf dem Wasser - sollte er zum zweitenmal in der Moldau versinken? .../.../...
Vor soviel Bitterkeit blieb Siegfried hilflos stehen; sie waren bis zur alten Brücke gekommen, und gerade unter dem Heiligen Nepomuk verhielt Siegfried den Schritt. Michael wollte ihn weiterziehen, doch da läutete es von der Liebfrauenkirche zur Fastenandacht, und der tiefe, dumpfe Glockenton fiel schwer hinunter ins Tälchen der Elb, als wolle er die Stunde erschlagen." Vom "dumpfen Glockenton" einer Liebfrauenkirche ist in AmG zwar nichts zu hören, aber Ann'Ev' äußert ganz kurz nach oben Zitiertem einschlägig katholisches: "... 'ss ne Hitz, schwitz'D wie ne Tänzerin im Beichtstuhl...." Also auf "goldrand 3" dreimal Ratn, die versteckten Hinweise auf eine in braunen Fluten versinkende Heiligenfigur und den Tod im Jahre "dreizehndreiundneunzig"? - In unserer Quelle lesen wir: "... Erst seit jenem Augenblick ist mir's klar, was neunzehnhundertdreiunddreißig bedeutet."
Zum Rätsel auf "goldrand 10":
MARTINA (sachlich): "Das'ss von AUBER. 'Die WeißKappm', ja?" Auch hierfür scheint unsere Quelle eine Lösung zu bieten, zumindest teilweise:
"Die Inbrunst, mit der sie am letzten Versöhnungstag gemeinsam in der Synagoge diesen Vers gesprochen hatten, sie, die noch übrigen paar Männer der Gemeinde, in den weißen Sterbemänteln, mit der weißen Kappe,...."
Die seltsame Wortwahl Martinas auf "goldrand 12":
MARTINA: "Kuckma: da drübm: sonne SchilfPflückerin. - (Bestimmt wieder aus Celle, das Biest!).",
der von mir am Ende des vorigen Kapitels in bestimmtem Zusammenhang bereits eine Bedeutung zugeschrieben wurde, könnte auch auf die hier immer wieder herangezogene literarische Quelle hinweisen:
"Das Biest!" sagte der Jüngling ingrimmig, als er das Unglaubliche vernahm.
Er ballte die Fäuste, doch was war da noch zu ballen? Geschlagen sank er auf
seinen Stuhl. "Das Biest!" .../.../...
Kam die Rede darauf, so verschloß er seine Ohren, zeigte sich unempfindlich
gegen Spott, aber ingrimmig murmelte er jedesmal: "Das Biest!"
Eine Verklammerung mit "Die Schule der Atheisten" wird möglicherweise durch folgendes vermittelt: Josef Blum - man sagte im Städtchen, er habe soviel Empfinden wie das Leder, womit er handele - ....
Wer denkt da nicht an "Die Vogelscheuche"?
Und nun muß ich Ihnen nur noch erklären, wodurch meine Aufmerksamkeit auf diese "Quelle" gelenkt wurde:
MARTINA (....): "...: Kruzi!! -"
(Denn 1 Schuß iss gefall'n! Auch rauscht's id Luft - : und ein
langer=schlanker Sperber saust schräg an den Pfostn des GartenTürchens. Haut
noch einmal scharf mit d Flügeln umsich: !; und sackt dann danebm in's Gras:
-.)
MARTINA (aufspringend): "Ach. -: das'ss der verfluchte Sperber! Der immer
die klein'n Vög'l an der FutterStelle geholt hat, der Hundling:
dùtzendweis'!"
(AmG 131).
Von dieser Passage auf "Wenn nur der Sperber nicht kommt" aus dem Jahre 1955 zu schließen war naheliegend. Geschrieben wurde der Roman von Maria Mathi, geboren a.D. 1889, also in dem Jahr, dem wir auch den schrecklichen 1.8. "verdanken"!
(Lesen Se's mal, vielleicht finden Se'n brauchbaren Hinweis auf "7 Eichen-Alter lang -", wobei Se das Stichwort "Genesis" aus der Fußnote in <PIPORAKEMES> im Sinn habm sollten!
"... die klein'n Vög'l": Damals nach der Jahrhundertwende waren die Bewohner des Städtchens meistens kleine Leute, bescheidene Existenzen, Grasmücken; aber wenn sie sangen, kam man aus dem Staunen nicht heraus. .../.../... In der Weißdornhecke flattert es hin und her, da zirpt es und tiriliert es, und einmal, bei Sonnenuntergang, kommt ein Mensch des Weges und kann sich nicht genug verwundern, wie schön die Grasmücke singt.
"Hey! Mr. Tambourine Man, play a song for me,
In the jingle jangle morning I'll come followin' you."
(Bob Dylan, 1964).
18. Januar 2007
Das letzte Kapitel
"And if you hear vague traces
of skippin' reels of rhyme
To your tambourine in time,
it's just a ragged clown behind,
I wouldn't pay it any mind,
it's just a shadow you're
Seein' that he's chasing."
(Bob Dylan, Mr. Tambourine Man)
Ich weiß, Ihr hättet mich wegen meiner farraginösen Schmierereien gern nach Anticyra geschickt - zur Behandlung mit Helleborus....!
Aber es soll jetzt Schluß sein - nur noch ein letztes Kapitel zu Arno Schmidts Typoskriptbüchern - , nach mehr als 8 Jahren (Den ersten Text schickte ich am 6. März 1998 an Herrn Professor Jörg Drews (s. BB 237/8, Jan.1999, S.21.ff.)) muß und will ich mich anderen, lang vernachlässigten Aufgaben und Vorhaben zuwenden, und ich werde "Die Schule der Atheisten", "Abend mit Goldrand" und "Julia, oder die Gemälde" nur noch zu meinem Vergnügen lesen!
Kürzlich lag ich daheim in meinem Bette und mir träumte wie gewöhnlich, ich "wandle in einem schönen Garten, auf dessen Beeten lauter weiße, mit Zitaten beschriebene Papierchen wachsen, die im Sonnenlichte lieblich glänzen,...", von denen ich eines pflückte und jetzt mühsam in dieses Beet verpflanze: "Altersweise hat Jean Paul zur nachprüfenden Lektüre einst bewunderter Bücher ermahnt. Sonst spräche man "ihr Lob zwar nicht andern aber sich selber nach".
Jahrzehntelang gab es für mich keinen Zweifel an der gedankenreichen und phantasievoll-entspannten epischen Kunst der "Josephs-Tetralogie" von Thomas Mann. Das Zwanzigste Jahrhundert hat nichts Gleichrangiges hervorgebracht. Wer nach einem Lese-Tipp lechzt für lange Urlaubswochen, für den liegt hier ein tiefgründiger Schatz bereit.....
Sieht bei neuerlicher Lektüre alles vollkommen anders aus? Gewiss nicht. ..../.../....
Beklemmend wirkt nun beim zweiten Lesen,....."
(Joachim Kaiser, Beunruhigende Nachprüfung, SZ, 28.Nov.06).
".... beim zweiten Lesen ...."!: Mir fehlen die Worte!!
Apropos "Einstein, Joyce und Schmidt" (alphabetisch geordnet - Ich hätt' auch Ludwig van Beethoven, Napoleon Bonaparte, Abraham-Louis Breguet und Karl Friedrich Gauß (ebenfalls in alphabetischer Reihenfolge) hinzuziehen können, was aber an der Aussage nichts änderte!):
"Joyce und Schmidt" - "Schmidt und Joyce" - sorry, Herr Senn, die beiden in einem Atemzug genannt zu haben, aber über die Rangordnung dieser zwei Spaßvögel hab'Ich, vermut'Ich mal, eine andere Vorstellung als Sie! (Hoffentlich bekommt Martin Henkel diese Ketzerei nicht zu Gesicht!!).
"Joyce und Schmidt": Als ich kürzlich nolens volens den tschitscheróne für entfernt mit mir verwandte US-Amerikaner "machte", die auf dem Friedhof in Hermannsburg, Kreis Celle, nach Gräbern längst verschollener Vorfahren suchten, mußte ich wieder an die merkwürdige "Hermannsburger Brücke" denken, die den "Ulysses" von James Joyce mit "Die Schule der Atheisten" von Arno Schmidt verbindet!: Letzterer hat das Hermannsburger Missionsschiff "Kandace" wegen der Jahreszahl 1853 ins "Spiel" gebracht (s. "VIX credendum est!"), aber als James Joyce im "Ulysses" eine Passage aus einem Text ("Die Gottespest" von 1883 (sic!)) des deutschen Anarchisten Johann Most (1846 - 1906) parodierte -
"Brood of mockers: Photios, pseudomalachie, Johann Most.
He Who Himself begot, middler the Holy Ghost, and Himself sent himself, Agenbuyer, between Himself and others, Who, put upon by His fiends, stripped and whipped, was nailed like bat to barndoor, starved on crosstree, Who let Him bury, stood up, harrowed hell, fared into heaven and there these nineteen hundred years sitteth on the right hand of His Own Self but yet shall come in the latter day to doom the quick and dead when all the quick shall be dead already."
hat er jenes Heide-"Kaff" wohl kaum im Sinn gehabt. Aus Johann Mosts zwei autobiographischen Schriften "Acht Jahre hinter Schloß und Riegel" (1886) und "Memoiren" (1903) konnte er jedoch von dessen Abenteuern dort gewußt haben:
"In Hannover traf ich auf der Herberge einen Mann, der mich für eine Buchbinderei in Hermannsburg engagierte, wo es mir, wie er meinte, sicherlich sehr gut gefallen werde. Da er mir Reisegeld gab, beschloß ich, wenigstens eine Inspektion der betreffenden Bude vorzunehmen. Mit der Eisenbahn hatte ich bis zur Station Unterliss, mitten auf der Lüneburger Heide plaziert, zu fahren - zwei Stunden Wegs davon lag Hermannsburg. Als ich ausstieg, bemerkte ich, daß die ganze Station eigentlich nur aus einer kleinen ländlichen Schenke bestand, in die ich natürlich alsbald eintrat, umso schleuniger, als ein fürchterliches Schneegestöber herrschte. An einem Tisch saßen zwei schwarz gekleidete junge Leute mit urblöden Gesichtern. Der Wirt stand am Ofen. Ich bestellt heißen Grog. "Wann kommt hier die Postkutsche für Hermannsburg durch?" inquirierte ich den Kneiphalter.
"Postkutsche? - na sowas - Sie müssen ja recht gut bei Groschen sein - zu meiner Zeit wäre es keinem Wanderburschen eingefallen, an eine Postkutsche auch nur zu denken. Übrigens gibts hier sowas überhaupt nicht." "Auf welche Weise bekommen denn aber die Leute ihre Postsachen übermittelt?" "Oh, die besorgt jeden zweiten Tag der Landpostbote per Handwagen," "Das muß ja ein allerliebstes Kaff sein - dieses Hermannsburg", rief ich ärgerlich, trank meinen Steifen und bestellte einen zweiten. "Oho, Mann, schneiden Sie sich nur nicht in die Finger. Da ist eine große Missionsanstalt..."
"Heiliger Bimbam! Also ein Muckernest!" Die beiden Jünglinge schlugen die Augen empor, wie arme Seelen, welche der Teufel in den Hintern zwickte. "Ja," sprach der eine davon salbungsvoll, "da werden die Gnadenmittel der Kirche reichlich verabfolgt."
"Worauf aber unsereiner gern verzichtet", ergänzte ich zum nicht geringen Verdruß der zwei Schwarzen, denen auch der Wirt durch Grimassen beipflichtete. Ich machte, daß ich fortkam, tappte lange im Schnee umher, und es war nahezu dunkel geworden, ehe ich Hermannsburg erreichte, wo ich nach vielem Suchen mein Domizil endlich fand - eine in einem Bauernhof untergebrachte Buchbinderei, in der indessen beständig drei Arbeiter beschäftigt waren.
Die Sache war nämlich die: So ziemlich im Zentrum der Lüneburger Heide, einer Gegend von unsäglich trockener Beschaffenheit, auf der außer den Heidschnucken, verkrüppelten Schafen, die sich, ähnlich den Ziegen aller Länder, sogar von armseligem Laubwerk zwerghaften Gestrüppes - dort Heidekraut geheißen - zu ernähren vermögen, und Bienen, die klein, aber emsig sind und demgemäß selbst das kleinste Blütchen besagten Krautes so intensiv belutschen, daß der daraus ersprießende Honig sogar eine gewisse Berühmtheit erlangte, dort liegt Hermannsburg.
Ein gewisser Pastor Harms, der dort "Seelen" hütete, geriet auf den schnurrigen Einfall, in diesem Heidedorf eine Brutanstalt für Missionare zu errichten, mittels welcher südafrikanischen Negern das Christentum in den Leib gerieben werden sollte. Ein Bauer gab Haus und Hof her, Geld regnete es nur so herein, und an Vagabunden, die Missionare werden wollten, fehlte es auch nicht. So blühte das Geschäft famos. Es wurde ein großes Gebäude errichtet, in dem die Negerbekehrer beim Dutzend so schnell zugestutzt wurden, daß alljährlich 50 derselben auf die unglückseligen "Wilden" losgelassen werden konnten. Alsbald richtete man auch eine Druckerei ein und gab ein Missionsblatt heraus, das binnen kurzem 20 000 Abonnenten musterte. Und da jeder Missionar eine Bibliothek mit auf den Weg bekam, so brauchte man auch Buchbinder an Ort und Stelle.
Da sollte nun ein Mensch, wie ich, sein Dasein fristen. Ich suchte und fand in dem etwa 1000 Einwohner zählenden Dorf sieben "fremde" Arbeiter, die ich mir alsbald insofern "kaufte", als ich sie vom Kirchenbesuch abwendig machte und veranlaßte, gemeinsam mit mir an Sonntagen in den beiden Wirtshäusern des Ortes so viel Leben in die Bude zu bringen, daß noch nach vielen Jahren mit Entsetzen davon gesprochen wurde. ..../.../....
Als die Frühlingssonne des Jahres 1866 zu scheinen begann, ward ich "des trockenen Tones satt", und im April flog der Vogel aus."
(Johann Most, Ein Sozialist in Deutschland, hrsgb. v. Dieter Kühn, 1974).
Aber Arno Schmidt durchschaute all dies möglicherweise, denn auch für Joseph Conrads Roman "The Secret Agent", der meiner Meinung nach mit "Die Schule der Atheisten" in Beziehung steht (s. das Kapitel "Sowas von Chic ... äh ... Chikanen!"), hat Johann Mosts Leben und Schreiben in verschiedener Hinsicht "Material" geliefert:
"Conrad did not believe in political solutions, whereas the chief model for Yundt, the German anarchist Johann Most, did. But it is significant that Most, who was often imprisoned, never actually used dynamite - he just talked about it."
(Martin Seymour-Smith, "Introduction", 1963).
Doch jetzt zu Harry Heine, wie in der Überschrift des vorigen Kapitels versprochen:
"...,und ich muß tadeln, daß er jener falschen Meinung, als hätten die
Göttingerinnen allzu große Füße, nicht streng genug widerspricht. Ja, ich
habe mich sogar seit Jahr und Tag mit einer ernsten Widerlegung dieser
Meinung beschäftigt, ich habe deshalb vergleichende Anatomie gehört, die
seltensten Werke auf der Bibliothek exzerpiert, auf der Weender Straße
stundenlang die Füße der vorübergehenden Damen studiert, und in der
grundgelehrten Abhandlung, so die Resultate dieser Studien enthalten wird,
spreche ich 1. von den Füßen überhaupt, 2. von den Füßen bei den Alten, 3.
von den Füßen der Elefanten, 4. von den Füßen der Göttingerinnen, 5. stelle
ich alles zusammen, was über diese Füße auf Ullrichs Garten schon gesagt
worden, 6. betrachte ich diese Füße in ihrem Zusammenhang, und verbreite
mich bei dieser Gelegenheit auch über Waden, Knie usw., und endlich 7. wenn
ich nur so großes Papier auftreiben kann, füge ich noch hinzu einige
Kupfertafeln mit dem Faksimile Göttingischer Damenfüße."
(Die Harzreise).
Das vergleichen wir mit diesem hier:
BUTT (leichthin): "...... - " (....): "Neenee, also da gibt's nischt: die
Frauen Coswix sind berufn ob der Größe & Schönheit ihrer Gesäße ... (?) -";
..../.../....
BUTT (....): "Also auch Jena zweiflte das an ...(?): nu Meine Tése vd
Anhalter=Po's! - Ich, nicht=faul, mach ihm den Vorschlag: stelln Wa Uns,
StoppUhr in hand, vor's Portal des ChemieKombinats ...(?): ..../.../....
Standn Wir also 3 Stundn, an SchmiedeEisernes gelehnt, (bzw. den Rükkn an
die 1 Linde=da), und sahen die Tausende junger Radlerinnen vorbei=streben:
-,-: -(menschnbeobachtnd: aus MenschnLiebe!)- ...(?): NEIN!; man
'verhaftete' Uns mit nichtn!; man weiß alldort sehr=wohl, wie Ich der
westlichn Bassen Roßschweif kürze! - Aber, mit 1 Wort,: es ward,
dreisti/ämmich, festgestellt: daß Ich mit Meiner Behauptung schlicht=recht
hätte!"
(SdA 158 u., 159 o.).
Wenn wir denn ma' "glaubm" wollen, Arno Schmidt hätte hier bewußt einen "Zusammenhang" hergestellt, und nicht mehr als das, so wäre der Gegenstand unseres Glaubens nix anderes als eine weitere der unzähligen "Einzelstellen"-Erläuterungen ohne "Einbettung" in eine die ganze "NovellenComödie" übergreifende Deutungshypothese. Mit der Domino=Theorie "71er Spiel" ordne ich den oben vermuteten Zusammenhang aber bei 1824 ein, und spätestens jetzt sollte zu erwägen sein, ob die mit "4" endenden Jahreszahlen, von denen "'14" - "'64" und "'34" - "'84" ja schon so häufig zu nennen waren, nicht auch wie die "3er"-Folge vollständig zu erfassen sein müßten. (Die Gesamtstruktur überblick'Ich auch nicht annähernd!). Wie Sie im Kapitel "VIX credendum est!" nachlesen können, werden die beiden Folgen z.B. durch die Lebensdaten Klopstocks (1724 - 1803) und Herders (1744 - 1803) "Domino"=mäßig miteinander verbunden. Und so muß noch 'mal auf Kolderups Digitaluhr und deren Anzeige "3 44" hingewiesen werden (auch in "VIX..." erwähnt): Es ist nicht auszuschließen, daß mit diesen Zahlen tatsächlich auf die drei in meiner Eintragung vom 2. Juli 2005 wiedergegebenen Stahlstiche von "Phiz" verwiesen wird, die aus einem 1844 erschienenen Roman stammen. Überdies enthält dieser genau 44 Illustrationen! Und dann müßte des alten Olmers Bemerkung auf "goldrand 117" unten -
"Und sowas '3 Phalltijes' lockt die Weiblein natürlich möchtich. - (?):
..../.../....
Es gibt da einen Roman von 1844, 'The Monks of Monk Hall' ...."
auf einen möglichen Zusammenhang hin überprüft werden, - aber das überlass'Ich Ihnen!
Da habe Ich mir nun - ach! - vor vielen Jahren erlaubt, in den >RegentropfenLeistn< auf "schule 67"
o . . . . o o . . . . . . o o . . . o o o
o o . o o . . . . o o . . . o
o . . . . . . . o
o . o
etwas Geheimnisvolles zu sehen (BB 237/8, Jan. 1999, S.21), war dann später bei den "DuschTropfn" von "goldrand 177"
. .
. . . .
o . o : o . .
. . . . o . . .
. . . . . . . . . o
o . . . . . . . . . . o
auf ähnliches gefaßt (s. Kapitel "'71er Spiel, mit Chikanen'!", Fußnote 1), versuchte kürzlich mit heißem Bemühen das Leere von "goldrand 33"
: - / o . . o . . . . . o . . o . . . o o /
mit Sinn zu erfüllen (Kapitel "Sie könn'n's mà gloobm!") und fand schließlich für A&O's Rätsel von "goldrand 195"
'o o o o o o ichtat o o o o o o papo o o o o o '?
eine Lösung (Kapitel "Me, me, adsum, qui feci!")! Nun können Sie zurecht von mir verlangen, auch zu "goldrand 76"
(Nach kurzem Zaudern, den Mund an AE's Ohr: '.....'.: 'o...o,oo.oo!'):
"DarfsD's aber Niemandn weitersagn, ja? - ..../.../....
(Hat'n Nam' ändern lassn.)
meinen Schlauberger="Senf" dazu zu geben - O.K., "Pack' dat": Es geht hier ganz offensichtlich darum, den richtigen Namen A&O Gläsers auszuplaudern, für den es wohl einen triftigen Grund gab, ihn ändern zu lassen, und von "goldrand 115" beziehen wir eine interessante Anregung für ein mögliches Vorgehen zum Finden dieses Namens:
Er zählt ihr ihre Namen an ihren Fingern und Zehen her: ...
Stichworte "Namen" und "Zählen"!: - Zählen wa also zunächst mal die Buchstaben, die wir brauchen: 3x5 Punkte und Kreis=chen (Den Punkt vor'm Doppelpunkt definier'Ich als "Punkt"!). Also "Fünfzehn" (A.E.!: - Ann'Ev'II: "Du, ich bin Deine Norne" (AmG 115))!
Und wieviel Buchstaben brauchte Arno Schmidt, um seinen vollständigen Namen "Arno Otto Schmidt" zu schreiben ("Es ist über alle Maaßen entsetzlich, ich zu sein!!" (Faun))? - Genau!! (Sein Geburtsdatum zeigt auch "unangenehme" Quersummen: 1+8+1+1+4=15 und 18+1+14=33).
Schreiben wir statt 5+5+5=15 ein 5x5x5, so sind wir schon wieder bei der auf der folgenden Seite, nämlich "goldrand 77", genannte "125" mit gewisser Bedeutung! ("... libidinöse Besetzung der Mathematik": "The only explanation I have for this is that playing with numbers was like a preschool kid playing with mud." (Paul J. Nahin, The Story of i)).
Die Auffassung der drei Gruppen von je fünf "Elementen" als 555 führt zu einem elektrisierenden Zitat!:
Orpheus sieht sich um. Der Unhold ist verschwunden.
Er bemerkt nun, daß er selber laut gesprochen.
Allen Lebensekel hat er überwunden,
Freude ist sogar in ihm hervorgebrochen!
(Erinnern Sie sich? - : Im Kapitel "VIX credendum est" tauchte diese Zahl "555" schon einmal auf und führte ebenfalls zu einer Zitation (Haben Sie's bemerkt?)).
Arbeiten wir also mal mit dem Ansatz: Die fünfzehn Punkte und Kreis=chen müssen mit den Buchstaben a,c,d,h,i,m,n,o,o,o,r,s,t,t,t so "besetzt" werden, daß ein gewisser Sinn entsteht - eben auch passend zum "Rahmen" einer Interpretation der "MärchenPosse"!
"... - tz ohgott: ist denn kein Wohlmeinender hier, der mich unterbricht, eh' ich noch mehr Unsinn herauslasse? - " (Amg 77).
Niemand?? - Nun denn!:
Erstens: 'MOTTO'.:
(muttire (l.): einen halblauten, vereinzelten Ton ausstoßen: "mucksen"). Es folgt
darauf das Kernwort, das "Schallwort":
Zweitens: 'ARSCH,
Kein Wunder, daß er seinen Namen hat ändern lassen! Ist sich Martina
wirklich sicher? - Anscheinend nicht so ganz:
Drittens: ONDIT!'
(Aus diesem läßt sich aber auch NDITO= "N" dito! machen - also wieder "AH"
und "N" in bedenklicher Nähe zueinander!).
Jetzt noch eine Bitte um Nachsicht für die allfälligen Mängel meiner Darstellungen: "... bin ein armes Zwiebelchen, nehmt mir das nicht übelchen!"
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Verhallend, verweht:
Schaut doch mal in Carl Sternheims "Die Hose" (Butt?) von 1911 oder auch in
sein "Die Schule von Uznach" (Alternder Mann im Konflikt mit jungen Leuten!
- Kolderup?)! ..., ....(?): Nein! Wir wissen noch längst nicht Alles! -
Und werft einen Blick in Johann Gottfried Herders "Journal meiner Reise im Jahr 1769", vielleicht ergibt sich daraus auch noch einiges ....,....!: - Ja, sicher, im zweiten Band des "Aristipp", Brief 27, findet Ihr eine Beschreibung der Habseligkeiten des Diogenes: Vergleicht das mit dem, was in "Abend mit Goldrand" über Ann'Ev''s "Utensilien" erzählt wird! ....,...(?):
Nein, nein, hier ist jetzt Schluß, ich hab' in Zukunft anderes zu tun: "Haltet mich nich auf!" - (?): So komm' Wa doch nie zu 'nem Ende! -
Was? Noch' Tip? - : Heinrich Clauren: *1771! - August Wilhelm Iffland (+1814!): "Die Mündel" (Suse?) von 1784 und "Die Hagestolzen" (Kolderup?) von 1791! - Heinrich Böll: "Wo warst du, Adam?" (Tukker?) von 1951 - ...., das hört nich auf, kann man doch nich alles lesen! Schluß jetzt!!